Archiv für den Monat: Dezember 2016

Virtual Reality: Wird 2017 das große Jahr für VR Casinos?

, Dezember 29, 2016

Virtual Reality Casino Ausblick 2017

Virtual Reality Headset Oculus Rift: Was bringt die Zukunft für Virtual Reality Casinos? (Bildquelle)

Derzeit ist Virtual Reality eines der ganz großen Schlagworte der Tech-Szene. Neue Technologie und Weiterentwicklung sorgte 2016 für Aufsehen und viele Entwickler gehen neue Wege mit Konzepten für Virtual Reality Spiele. Welche Auswirkungen aber hat die VR Technologie auf die Casino Branche? Wir fassen Trends zusammen und wagen einen Ausblick auf die Möglichkeiten, die uns 2017 erwarten könnten.

 

Virtual Reality Casinos: Stand der Dinge

Live Casino Spiele

Virtual Reality Casino Live Dealer

Live Dealer Szene im Online Casino (Bildquelle).

Die Technologie hat in der Casino Branche bereits Einzug erhalten. Zumindest teilweise gewinnt Virtual Reality, kurz VR, seit einigen Jahren an Verbreitung in Online Casinos. In der Form von Live Casinos und Spielen wie Live Roulette, Live Blackjack oder Live Baccarat können Spieler bequem von überall aus in die Casino Welt eintauchen und das Spiel mit einem echten Croupier erleben. Auch auf Mobilgeräten wie Android Handys und Tablets, iOS Geräten und Windows Mobilgeräten ist das Live Casino Abenteuer möglich, entweder als eigenständige App oder als Instant Play Sofortspiel im Browser.

Doch Live Casinos bieten noch kein „immersive“ Erlebnis, kein absolutes Eintauchen in eine andere Welt. Sie beschränken sich im Jahr 2016 noch auf Video-Übertragung per Live-Stream. HD-Qualität und verschiedene Kameraperspektiven lassen zwar Freude aufkommen, jedoch beschränkt sich die Interaktion meist auf eine Chat-Funktion für den Plausch mit dem Croupier. Ein virtueller Spaziergang durch ein Casino ist noch nicht möglich.

Virtual Reality Spielautomaten

Virtual Reality Casino

NetEnt hat im Dezember 2016 auf der ICE Totally Gaming Messe in London den virtuellen Spielautomaten Jack’s World vorgestellt (Bildquelle).

Der Casino Software Entwickler NetEnt hat einen VR Online Slot mit dem Namen Jack’s World angekündigt. Dabei handelt es sich um eine Virtual Reality Version des beliebten Casino Slots Jack and the Beanstalk. Mit der Ankündigung hat der NetEnt Geschäftsführer Per Eriksson ein klares Bekenntnis des Unternehmens zur neuen Technologie abgegeben und die zukünftigen Absichten angedeutet. 2016 feierte NetEnt 20-jähriges Bestehen des Unternehmens. Das Jubiläum diente als Anlass, im Februar auf der ICE Totally Gaming Messe in London eine erste Version von Jack’s World vorzustellen. Beim Spiel soll es sich um ein „enhanced immersive“ VR Erlebnis handeln, das unter anderem 3D Sound bietet. Per Eriksson, NetEnt CEO, beschreibt die Entwicklung wie folgt:

“NetEnt versucht stets, etwas Aufregendes auf der ICE zu präsentieren und dieses Jahr, anlässlich unseres 20-jährigen Bestehens, übertreffen wir uns selbst mit etwas größerem und besserem als jemals zuvor. An unserem Messestand bieten wir ein eindrucksvolles Erlebnis, das demonstriert, wie wir beständig an der Innovation arbeiten, um allerneueste Virtual Reality und Sound Technologien einzusetzen, die unsere Produkte in die Zukunft katapultieren. Gleichzeitig bleiben wir unseren Werten und Prinzipien treu, die uns in den vergangenen zwei Jahrzehnten einen derartigen Erfolg beschert haben.”

Jack’s World Virtual Reality Demo

Das folgende Video stellt eine Demonstration von Jack’s World dar. Zur korrekten Betrachtung ist Google Cardboard erforderlich.

Virtual Reality Casinos

Virtual Reality Casino Slots Million

Virtual Reality Casino Slots Million (Bildquelle).

Ein weiterer Entwickler von VR Casino Inhalten ist Get Lucky VR. Das Unternehmen will traditionelle Casino Spiele wie Slots, Poker und Blackjack in spannende Virtual Reality Anwendungen für bestehende Hardware wie Oculus Rift und Samsungs Gear VR verwandeln. Die Arbeiten umfassen derzeit:

  • SlotsMillion VR: Ein Mehrspieler VR Casino mit 40 Slot Spielen beliebter Hersteller wie NetEnt, Playtech und Microgaming. Das Erlebnis ist verfügbar für PC und Oculus VR.

  • RiftSino VR: Das erste Virtual Reality Casino weltweit für Oculus Rift. Spieler sollen ein Casino im Stil von Las Vegas besuchen können. Dabei ist die Interaktion mit anderen Besuchern der virtuellen Welt möglich. Das folgende Video zeigt RiftSino VR in Aktion. Zur korrekten Betrachtung ist ein Oculus Rift Headset erforderlich.

Die Zukunft des Virtual Reality Glücksspiels

Marktführende Online Casinos werden mit Sicherheit bald ihre Live Casino Spiele noch ansprechender gestalten wollen und dabei VR Technologie für sich entdecken. Abhängig von den Entwicklungen auf dem Hardware-Markt wird die Verfügbarkeit und Verbreitung von Virtual Reality Headsets bestimmen, wie schnell sich die Casino Branche wandeln und anpassen kann und wird. Für Online Casinos verhält es sich ähnlich wie mit eigenständigen Apps: Wer alle verfügbare Hardware unterstützen will, muss einen hohen Entwicklungsaufwand betreiben.

Anders sieht es bei landbasierten Casinos aus. Diese können die notwendigen Geräte vor Ort bereitstellen und Besuchern dadurch neue Erlebnisse bieten.

Virtual Reality und Sportwetten in Nevada

Inspired, ein führendes VR Unternehmen für Sport und mobile Spiele, hat ein Abkommen mit dem Buchmacher William Hill und der Glücksspielaufsicht in Nevada getroffen. Im Jahr 2017 will das Unternehmen in Partnerschaft mit dem Buchmacher Sportwetten auf virtuelle Sportspiele anbieten. Während einige Spieler in einer virtuellen Welt ein sportliche Begegnung wie etwa ein Fußballspiel austragen, können Wettfans die Partie in Echtzeit verfolgen und Wetten abgeben.

Muckleshoot Casino mit Technologie von VRStudios

Virtual Reality Casino

Virtual Reality Headset von VRStudios (Bildquelle).

Das Muckleshoot Casino in Auburn, Washington in den USA hat im Dezember 2016 bekanntgegeben, als erstes Casino der Vereinigten Staaten drahtlose VR Erlebnisse anzubieten. Dabei arbeitet das Casino mit dem Unternehmen VRStudios zusammen, einem globalen Branchenführer für VR Welten mit Ganzkörper Bewegungserfassung und Mehrspieler Welten. Junior Maldonado, Entertainment Manager im Muckleshoot Casino, beschreibt die Installation der neuen Technologie als vollen Erfolg:

„Besucher aller Altersgruppen lieben dieses fesselnde Erlebnis. Einige Kunden sind so begeistert, dass sie die Spiele von VRStudios mehr als 15 Mal in einer einzigen Nacht gespielt haben, nur um am nächsten Abend für eine weitere Runde Spaß zurückzukehren.“

Derzeit bieten die Spiele allerdings noch keine Casino Inhalte: Besucher können gegen Zombies antreten oder sich in einer Schießerei im Wilden Westen behaupten.

Die Zukunft ist virtuell?

Es scheint sich abzuzeichnen, dass die Casino Branche über kurz oder lang auf Virtual Reality setzen wird und auch davon profitieren kann. Mit neuen Angeboten und teurer Hardware vor Ort könnten landbasierte Casinos eine Renaissance erleben und Spieler anziehen. Mit der Massentauglichkeit von Headsets, fallenden Preisen und überzeugenden VR Erlebnissen werden aber Online Casinos mit Sicherheit Inhalte anbieten können, die Zockern neuartige VR Unterhaltung bescheren.

Die Storys des Jahres 2016 – Teil 2: Der Sportwetten Jahresrückblick

, Dezember 28, 2016

Bundesländer

Die 16 Bundesländer konnten sich 2016 endlich darauf einigen, unbegrenzt Sportwetten-Lizenzen zu vergeben! (Bildquelle)

Das Jahr 2016 geht zu Ende. CasinoOnline.de lässt noch einmal die beliebtesten Storys aus den Bereichen Poker, Sportwetten und Casino Revue passieren. In Teil 2 geht es um Sportwetten.

 

Endlich: Länder vergeben unbegrenzt Sportwetten

 

Eine der besten Nachrichten für Sportwetten-Anbieter und -Kunden gab es Ende Oktober. Nach einem jahrelangen Hin und Her hatten sich die Bundesländer auf der Ministerpräsidentenkonferenz endlich darauf geeinigt, eine unbegrenzte Anzahl von Sportwetten Lizenzen zu vergeben. In Zukunft sollen die Konzessionen nicht mehr nach quantitativen Merkmalen vergeben werden, sondern nach qualitativen Kriterien.

 

Die Online Buchmacher dürfen damit nun endlich das, was sie schon seit Jahren in einer chaotischen Grauzone tun, völlig legal tun. Sie dürfen in einem regulierten Markt ihre Sportwetten anbieten und Partnerschaften mit Profiteams und TV-Sendern eingehen. Denn auch wenn sie keine offizielle Lizenz haben, sind zahlreiche Wettanbieter schon seit Jahren auf dem Markt in Deutschland aktiv. Und auch die Fans dürfen dann in Zukunft komplett legal bei den privaten Anbietern wetten.

 

Zudem dürfte damit auch die Klagewelle der Online Buchmacher, die beim ersten Versuch der bundesweiten Lizenz-Vergabe leer ausgegangen waren, beendet werden. Die Länder wollten ja eigentlich ihr staatliches Glücksspielmonopol, welches mit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom September 2010 offiziell als unionsrechtswidrig bestätigt wurde, faktisch weiterführen und nur 20 Genehmigungen an die privaten Anbieter vergeben. Daraufhin gingen zahlreiche Wettanbieter, die wegen der begrenzten Anzahl der Konzessionen nicht berücksichtigt wurden, gegen diese Entscheidung vor Gericht und bekamen Recht. Das versetzte dem Vergabeprozess den Todesstoß und sorgte dafür, dass bis heute keine einzige Lizenz vergeben werden konnte.

Auszug aus der Pressemitteilung der Ministerpräsidentenkonferenz in Rostock-Warnemünde vom 28.10.2016:

„Die Regierungschefs der Länder haben sich über Änderungen beim Glücksspielstaatsvertrag verständigt. Die Begrenzung der Konzessionen für Sportwetten von 20 soll aufgehoben werden. Konzessionen sollen künftig anhand von qualitativen Mindeststandards vergeben werden.“

 

Trump vs Clinton

Der Sieg von Donald Trump gegen Hillary Cliton bescherte den Buchmachern große finanzielle Verluste sowie einen erheblichen Imageschaden! (Bildquelle)

Brexit & Trump: Zwei herbe Niederlagen für die Buchmacher

 

Bis zu diesem Jahr hatten sich die Buchmacher und Wettbörsen mit langjähriger, harter Arbeit zurecht das Image erarbeitet, dass sie bei politischen Ereignissen wie Wahlen oder Abstimmungen genauere und bessere Vorhersagen liefern als die Umfrageergebnisse der Meinungsforschungsinstitute. Doch dann kamen im Jahr 2016 der Brexit und der Wahlsieg von Donald Trump. Damit ging eine Erfolgsära zu Ende.

 

Beim Brexit waren sich die Wettanbieter bis zum Schluss sicher, dass die Briten für einen Verbleib in der EU stimmen würden. Und bei der US-Präsidentschaftswahl sagten die Bookies ebenfalls bis zum Schluss einen Sieg von Hillary Cliton voraus. Doch am Ende wurde der Brexit genauso Wirklichkeit wie der US-Präsident Donald Trump. Der britische Buchmacher Paddy Power hatte sich einige Tage vor der Wahl sogar dazu entscheiden, die Wetten auf einen Sieg von Hillary Clinton vorzeitig auszubezahlen.

 

Das gleiche Schicksal ereilte die Meinungsforscher. Auch sie hatten beim Brexit und Trump-Sieg kräftig danebengelegen. Beide analysieren seitdem ihre Niederlagen. Bisher konnte man zwei Quellen für das Versagen feststellen: Die falschen Vorhersagen lagen unter anderem daran, dass sowohl Buchmacher als auch Meinungsforscher spezielle Wählerschichten nicht mehr erreichen und es zunehmend mehr Wähler gibt, die sich erst kurz vor der Wahl/Abstimmung entscheiden.

 

Meister Leicester City: Eine der größten Überraschungen der Sportgeschichte

 

Die Premier League Saison 2015/16 endete mit einer der größten Überraschungen der Sportgeschichte. Der große Außenseiter Leicester City holte sich den Meistertitel. Diese Meisterschaft ging auch in die Geschichte der Buchmacher ein. Vor der Saison hatten viele Buchmacher in Großbritannien eine unglaublich hohe Quote von 5.000 zu 1 auf den Premier League-Meister Leicester City angesetzt, was bedeutete, dass man mit einem 1 Euro Einsatz 5.000 Euro gewinnen konnte. Diese Quote wurde für einige Wetter zum Hauptgewinn und für die Buchmacher zum Albtraum.

 

Sprecher der drei größten Buchmacher auf der Insel bestätigten danach, dass die Meisterschaft von Leicester City sie über 11 Mio. Dollar gekostet habe. Als Lehre aus dieser Sensation wollen die Buchmacher in Zukunft nun nie wieder so hohe Quoten wie 5.000 zu 1 auf den Meistertitel eines Teams anbieten.

 

Um die Überraschung noch deutlicher zu machen, listeten die Buchmacher im Zuge der Meisterschaft zahlreiche unglaubliche Wetten, auf die es eine niedrigere Quote gegeben hatte und die somit als wahrscheinlicher galten. So gab es eine 500/1 darauf, dass dieses Jahr das Loch Ness Monster endlich entdeckt werde. Die gleiche Quote gab es dafür, das US-Präsident Barack Obama bekannt geben würde, dass die Mondlandung ein Fake gewesen sei. Eine Quote von 2.000/1 gab es für zwei Ereignisse: Elvis Presley lebe noch und Kim Kardashian werde bis zum Jahr 2020 US-Präsidentin.

 

Tennissport wird durch Wettskandale erschüttert

 

Den Wettskandal des Jahres gab es in der Tennis-Welt. Los ging es mit den Australian Open. Die BBC und das US-Medium BuzzFeed deckten zu Beginn des erstes Grand Slam Turnier des Jahres auf, das 16 Tennisprofis aus den Top 50 in den vergangenen zehn Jahren in Spiel-Manipulationen verwickelt sind. Die Wettsyndikate dahinter sollen aus Italien und Russland stammen. Unter den verschobenen Spielen sollen sich Matches in Wimbledon und den French Open befinden. Unter den Verdächtigen soll mindestens ein Grand-Slam-Sieger der vergangenen 10 Jahre sein.

 

Weiter ging es danach beim US-Open. Auch hier geriet ein Match unter Manipulations-Verdacht. Genauso wurde in Wimbledon 2016 durch verdächtige Wetteinsätze bei einem Spiel ein Alarm ausgelöst wurde. Zudem ging aus dem Bericht übers dritte Quartal 2016 der ESSA (Sports Betting Integrity) hervor, dass Tennis wieder einmal die Sportart war, bei der es die meisten Meldungen über verdächtige Sportwetten gab. Von allen verdächtigen Meldungen entfielen 84 Prozent auf Tenniswetten. Die ESSA ist eine gemeinnützige Organisation, welche ein Frühwarnsystem bereitstellt, mit dem die Korruption durch Manipulation bei Sportveranstaltungen auf den Wettmärkten der ESSA-Mitglieder aufgespürt und bekämpft werden soll.

 

CVC Capital Partners übernimmt Buchmacher Tipico

 

2016 setzte sich ein Trend aus dem Vorjahr in der Sportwetten-Szene fort: Übernahmen und Fusionen. 2015 übernahm Buchmacher Ladbrokes den britischen Wettbewerber Coral Group. Paddy Power fusionierte mit Betfair. Zudem wurde bwin.party von GVC Holdings übernommen. 2016 war dann Tipico, mit einem Umsatz von 500 Mio. Euro größter, privater Wettanbieter in Deutschland, dran.

 

Dass der Buchmacher Tipico verkauft werden soll, gelangte schon im Herbst 2015 an die Öffentlichkeit. Das Unternehmen J.P. Morgan and Rothschild war vom Eigentümer von Tipico mit der Suche nach einem neuen Eigentümer beauftragt worden. Im April 2016 war es dann soweit: CVC Capital Partners gab die Übernahme von Tipico bekannt. CVC sicherte sich für einen Preis von rund 1,5 Milliarden Euro etwa 60 Prozent des Buchmachers, der seinen Hauptsitz in St. Julians auf Malta hat. Im Jahr 2012 hatte Tipico vom Bundesland Schleswig-Holstein eine Glücksspiel-Lizenz erhalten. Bei der geplanten Vergabe der 20 bundesweiten Lizenzen im Jahr 2015 war Tipico dagegen leer ausgegangen. Gegen diese Nichtberücksichtigung hatte der Buchmacher zusammen mit anderen Wettbewerbern Klage eingereicht. Der Klage wurde Recht gegeben, was das gesamte Vergabeverfahren zu Nichte gemacht hatte.

 

Die Zusammenschlüsse in der Buchmacher-Branche sind unter anderem eine Reaktion auf die neue Point-of-Consumption Tax (POCT). In Großbritannien müssen die Buchmacher seit geraumer Zeit die POCT bezahlen, die besagt, dass die Steuern nicht mehr dort erhoben werden, wo der Online Glücksspiel Anbieter seinen Sitz hat, sondern dort, wo sich die Spieler befinden, also in Großbritannien. Die Steuer beträgt 15 Prozent des Wett-Einsatzes.

eSports Markt: Wachstum und Ausblick auf 2017

, Dezember 27, 2016

eSports Markt 2016

League of Legends Champions League Finale 2016: Im kommenden Jahr soll der eSports Markt eine Milliarde US-Dollar übersteigen (Bildquelle).

Analysten zufolge soll der internationale eSports Markt im kommenden Jahr zum ersten Mal die Grenze von einer Milliarde US-Dollar übersteigen. Der professionelle Wettbewerb mit Computerspielen als Sportereignis und Wettmarkt belief sich 2016 auf einen Markt von 892 US-Dollar, was einen Anstieg von 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Große Marken wie Coca-Cola haben ihr Augenmerk auf eSports gerichtet und Möglichkeiten vom Sponsoring entdeckt. Publisher wie EA und Microsoft schreiben inzwischen Preisgelder in Millionenhöhe aus, um Top Gamer und Medien anzuziehen. Professionell ausgerichtete Live Events und eröffnen neue Märkte für Übertragungsrechte, Ticket-Verkäufe und Merchandising.

Inzwischen steigen sogar normale Sportmannschaften und Bundesliga Teams in die eSports Szene ein. Dabei geht es nicht nur um klassische Sportspiele wie FIFA, sondern auch League of Legends. Wir geben einen Überblick über die Entwicklungen am eSports Markt 2016 sowie einen Ausblick auf das kommende Jahr.

Der globale eSports Markt: Rückblick und Ausblick

Zuschauerzahlen

Die Analysten von SuperData gingen von einem 16 prozentigen Wachstum des eSports Markts aus. Weltweit verfolgten 214 Millionen eSports Veranstaltungen. Bis 2019 soll die Zahl der Zuschauer sogar noch auf 303 Millionen ansteigen. Damit einher gehen eine breitere Akzeptanz von eSports sowie eine wachsende Zahl an Plattformen und Netzwerken wie Facebook, YouTube oder Twitch, die Übertragungen und Live Streams anbieten. Das Publikum ist zu 85 Prozent männlich, und mit 46 Prozent ist nahezu die Hälfte der Interessenten zwischen 18 und 25 Jahren.

Werbeeinnahmen und Sponsoring

eSports Markt 2016

Der globale eSports Markt 2016 (Bildquelle).

Rund 75 Prozent des Umsatzes wurde im eSports mit Werbung und Sponsoren generiert. Hier besteht noch enormes Wachstumspotential, wenn etablierte Marken und Vermarkter den wachsenden eSports Markt anerkennen. Die Direkteinnahmen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 36 Prozent.

Verbreitung nach Region

Mit einem Marktwert von 328 Millionen US-Dollar blieb auch 2016 Asien die wichtigst Region für den eSports Markt, gefolgt von Nordamerika mit 275 Millionen US-Dollar und Europa mit 269 Millionen US-Dollar

Die beliebtesten Games

Die für den Markt wichtigsten Computerspiele sind League of Legends, Dota 2 und Counter-Strike: Global Offensive, kurz CS:GO genannt. League of Legends von Riot Games bietet klar definierte Pro-Ligen und ist klar auf eSports ausgerichtet. Das Multiplayer Online Battle Arena Spiel Dota 2 von Valve kann dagegen die größten Preispools bieten. Beim Turnier The International überstieg das Preisgeld zum zweiten Mal in Folge die Höhe von 18 Millionen US-Dollar. Während MOBA Spiele und Ego-Shooter derzeit noch den eSports Markt bestimmen, zeichnet sich aktuell ein Wandel hin zu Echtzeit Strategiespielen und Sportspielen ab.

Der eSports Markt wächst durch neue Spielarten und Übertragungsmöglichkeiten

Spielszene Dota2

Spielgeschehen im MOBA Spiel Dota2 von Valve (Bildquelle).

Damit der Markt wachsen kann, ist vor allem eins wichtig: leichter Zugang für Neulinge und Zuschauer. Die Abläufe bei CS:GO oder einem MOBA Spiel wie Dota2 können sich komplex gestalten und erschweren einem Laien Publikum den Zugang. Streaming Plattformen wie Twitch und Azubu ermöglichen hingegen Übertragungen von noch weniger etablierten Spielen wie Rocket League. Als neuer Shooter von Blizzard ist auch Overwatch ganz auf schnellen Einstieg ausgelegt und schickt sich an, den eSports Markt im Sturm zu erobern.

Doch nicht nur eine größere Auswahl an Spielen bereitet einem wachsenden Massenpublikum den Weg. In den USA greifen Fernsehsender wie TBS und ESPN eSports Veranstaltungen auf, um eine wertvolle Zielgruppe anzusprechen. Die Übertragung im Fernsehen macht eSports schmackhaft für Zuschauer, denen die Streaming Portale wie Twitch zu kompliziert sind. Auf ähnliche Weise zieht auch Facebook Zuschauer an. Das inzwischen zu Activision Blizzard gehörende Portal MLG plant Übertragungen auf der eigenen Facebook Seite als Ergänzung zum Angebote auf der Internet Seite.

Deutsche Fußballvereine entdecken den eSports Markt

Die Bundesliga Vereine Vfl Wolfsburg und Schalke 04 sind schon dabei. Sie beschäftigen eigene eSports Mannschaften, die bei der Fußball Simulation FIFA 17 virtuell antreten. Wie auch im Profi Fußball beginnen die Karrieren hier im U17 Alter. Timo Siep trat für Wolfsburg im Finale der FIFA 17 Weltmeisterschaft an. Er ist gerade mal 18 Jahre alt. Gegenüber der FAZ sagte er:

„Mein Traum ist es, als Fifa-Spieler einen Profivertrag zu bekommen.“

Seit Sommer 2016 ist auch der FC Bayern eingestiegen, zunächst jedoch nur als Kooperationspartner des FIFA 17 Spieleherstellers EA Sports. Damit will der Verein „Millionen von Fans auf der ganzen Welt erreichen“, erklärt Vorstandschef Karl-Heinz Rummenige. Digitale eSports Spieler beschäftigen dagegen bereits viele Clubs der Profi-Ligen, mit dabei sind unter anderem Manchester City, Paris Saint-Germain, West Ham United, FC Valencia, Ajax Amsterdam oder Sporting Lissabon.

Der eSports Markt wächst auch in Deutschland

eSports Markt Schalke 04

Die FIFA und Leage of Legends eSports Teams von Schalke 04 (Bildquelle).

Wie bereits erwähnt ist das Thema eSports vor allem für junge Männer interessant. Bei der Zielgruppe gibt es viel Überschneidung mit Fußball Fans. Allein aus diesem Grund lohnt sich bereits die Investition ins Digitale für die Vereine. In Deutschland belief sich der Umsatz der eSports Industrie 2016 auf mehr als 50 Millionen Euro. Für 2020 wird ein Anstieg auf 130 Millionen Euro erwartet. Für die Deutschen und Europäer ist der Markt in Asien für die globale Expansion besonders wichtig und interessant.

Auch wegen dieses Potenzials beschränken sich die Fußball Vereine, die eSports ernst nehmen, längst nicht mehr nur auf FIFA. Schalke ist hier Vorreiter und stieg als erster Bundesliga Verein neben der Fußball Simulation auch bei League of Legends ein. Die Konkurrenz beim beliebtesten Computerspiel der Welt ist hart, weswegen ein Aufstieg in der Champions League bislang nicht klappte. „Die sportliche Perspektive ist zurzeit verbesserungswürdig. Aber unser Engagement wurde im gesamten Verein sehr positiv aufgenommen“, sagt Tim Reichert. Als deutscher eSports Pionier ist er eSports Leiter bei Schalke.

Profi Gamer ins Team integriert

Mithilfe eines Castings hat Reichert ein Team aus fünf professionellen eSports Spielern für Schalke zusammengestellt. Seit Dezember 2016 sind diese dauerhaft in die Gelsenkirchener Mannschaft integriert. Der Tagesablauf ähnelt dem der Fußballer und enthält gemeinsames Frühstück, Trainingseinheiten sowie Taktik- und Gegneranalyse. Dazu kommen PR-Termine und sportärztliche Untersuchungen und Behandlungen, bei denen die bestehende Infrastruktur genutzt wird. Tim Reichert ist zuversichtlich, dass sich für Schalke der Aufwand lohnt und sich langfristig eSports Erfolg einstellen wird.

„Wir befinden uns am Ende einer Übergangsphase. Die jüngere Generation wächst mit eSport auf, die weiß längst, welche Faszination er besitzt.“

Bundesverwaltungsgericht bestätigt Spielhallengesetz und Mindestabstand

, Dezember 23, 2016

Bundesverwaltungsgericht

Vier Automatenbetreiber mussten vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig eine Niederlage hinnehmen. Sie hatten gegen die Beschränkungen für die Erlaubnis und den Betrieb von Spielhallen in Berlin und Rheinland-Pfalz geklagt! (Bildquelle)

Das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) in Leipzig verhandelte am 15. und 16. Dezember verschiedene Fragen des Glücksspielstaatsvertrages. Zentraler Punkt der Verhandlungen waren vier Klagen von Spielhallenbetreibern. Geklagt wurde gegen die neuen Spielhallenregelungen der Länder Berlin und Rheinland-Pfalz. Doch das BVerwG entschied, dass die eingeführten Beschränkungen für die Erlaubnis und den Betrieb von Spielhallen nicht gegen Verfassungs- oder Unionsrecht verstoßen.

 

Der Bestandsschutz, der aktuell noch für die deutschen Spielhallen gilt, läuft im Juli 2017 aus. Nach dem Juli 2017 müssen alle Betreiber von Spielhallen Mindestabstände einhalten. Diese gelten vor allem für den Abstand zu anderen Spielhallen. Wer sich nicht daran hält, verliert seine Lizenz. Dadurch könnten in manchen Ländern 50 Prozent der Spielhallen eine Zwangsschließung drohen. In der Branche arbeitern etwa 70.000 Menschen. Die Hälfte der Arbeitsplätze könnte durch das Ende des Bestandschutzes bedroht sein. Die Änderungen stammen schon aus dem Jahr 2011. Mit der Änderung des Glücksspielgesetzes wollte man die Anzahl der Spielhallen im Bundesgebiet ausdünnen, damit es nicht mehr so viele Möglichkeiten zum Glücksspiel gibt und die Spielsucht besser bekämpft werden kann.

 

„Ländern fehle die Gesetzgebungskompetenz für Mindestabstand von Spielhallen“

 

Das neue Gesetz ist aber nicht einheitlich. Je nach Bundesland gibt es in Zukunft verschiedene Mindestabstände. In Berlin sind es seit März schon 500 Meter zum nächsten Wettshop oder zur nächsten Spielhalle. Ein Abstand von 200 Meter gilt zu den nächsten Berufs- oder Oberschulen. Die Kläger hatten argumentiert, dass den Ländern die Gesetzgebungskompetenz für Regelungen wie etwa den Mindestabstand von Spielhallen untereinander und zu anderen Einrichtungen fehle. Doch das Bundesverwaltungsgericht hat alle Klagen abgewiesen. Neben den in Berlin eingeführten Beschränkungen für die Erlaubnis und den Betrieb von Spielhallen ging es auch um die in Rheinland-Pfalz für Spielhallen geschaffene Abstandsregelung zu Einrichtungen für Minderjährige.

 

Grundlage für das Urteil sei die Tatsache, dass die Länder laut Grundgesetz die Erlaubnis und den Betrieb von Spielhallen selbst regeln dürften. Laut dem Gesetz ist auffällige Reklame verboten, ebenso wie Rauchen oder die Ausgabe von gratis Speisen und Getränken. Außerdem wurde die Sperrstunde ausgeweitet auf 3 bis 11 Uhr, früher mussten die Casinos nur von 5 bis 6 Uhr ihre Türen schließen. Das Bundesverwaltungsgericht hielt außerdem die Spielhallenregelungen mit der Berufsfreiheit vereinbar. Die Regelungen würden die Berufswahl nicht einschränken, sondern nur die Berufsausübung. Darüber hinaus seien auch die Eingriffe in die Eigentumsfreiheit als verhältnismäßige Inhalts- und Schrankenbestimmungen ausgestaltet. Daran gebe es nichts zu beanstanden.

 

Los entscheidet im Zweifel, welches Casino bleiben darf

 

Bei Spielhallen, die nach dem 5. Juli 2016 eine neue Betriebserlaubnis beantragt haben, prüft die Stadt, ob die Lokale die Auflagen erfüllen. Dazu gehört auch, dass der Abstand zum nächsten Casino. Im Lizensierungsverfahren werden die Abstände zwischen den Spielhallen vom Amt für Statistik Berlin-Brandenburg errechnet. Liegen zwei zu nah beieinander, entscheidet im Zweifel das Los, welches Casino bleiben darf.

 

Georg Stecker, Vorstandssprecher des Verbandes Deutsche Automatenwirtschaft sagte zu dem Urteil:

„Dies ist kein guter Tag für die Qualität und den Verbraucherschutz rund um das legale gewerbliche Spielangebot in Deutschland. Mit seiner heutigen Zurückweisung von Revisionen vorangegangener Urteile hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig die Zweifel und Bedenken der Automatenwirtschaft leider nicht geteilt. (…) Die heutige Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts ist auch kein gutes Signal für Tausende von Arbeitsplätzen in legalen Betrieben in Deutschland.“

 

Qualität müsse Grundlage bei der Bewertung von Spielstätten sein

 

Die Deutsche Automatenwirtschaft setzt sich dafür ein, dass die Entscheidung über den Weiterbetrieb von Spielhallen nicht willkürlich nach Abstand und Größe geschieht, sondern Qualität Grundlage bei der Bewertung von Spielstätten sein muss. Vor allem der Losentscheid sorgte für Kritik. Rechtlich sei dieser Entscheid inakzeptabel und werde zu zahlreichen Klagen gegen die Entscheidungen führen. Auch kann der Dachverband „Deutsche Automatenwirtschaft“ nicht verstehen, wie man bei den Sportwetten, dank später Einsicht, die Schleusen öffne und Online-Casinos faktisch unbegrenzt tätig sein könnten, während gleichzeitig im Bereich der Spielhallen ein willkürlicher Kahlschlag im Gange sei, der fünfzig und mehr Prozent der Spielhallen-Unternehmen die Existenz kosten werde.

 

In nächster Instanz dürfte der Fall wohl vor das Bundesverfassungsgericht gehen. Die Deutsche Automatenwirtschaft hofft natürlich auf eine andere Einschätzung der Richter aus Karlsruhe. Bundesweit werden mehr als 316.000 Geldspielautomaten in Spielhallen und Kneipen betrieben. Derzeit gibt es noch rund 9.000 Lizenzen für Automatenbetreiber. Der jährlich erwirtschaftete Umsatz liegt aktuell bei 5,8 Milliarden Euro. Dafür fallen nach Angaben der Branche 1,8 Milliarden Euro an Steuern an.

 

„Eine hohe Verfügbarkeit von Glücksspielen wecke erst das Interesse“

 

In Deutschland sollen nach Zahlen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung 2,6 Prozent der Einwohner zwischen 16 und 70 Jahren regelmäßig Geldspielautomaten nutzen. Von der Automatenwirtschaft selbst wird die Zahl von fünf Millionen über 18-Jährigen Spielern genannt, die mit Regelmäßig um Geld spielen. Repräsentativen Befragungen der Bundeszentrale zufolge gelten 0,79 Prozent der Deutschen als spielsüchtig. Das entspricht bis zu 676.000 Betroffenen. Spielsucht-Experten vertreten die Meinung, dass weniger Automaten der Spielsucht vorbeugen können. Die hohe Verfügbarkeit von Glücksspielen wecke erst das Interesse in der Bevölkerung. Das Angebot entspricht nicht der Nachfrage, aber es fördere sie.

Casino Köln: Ein Klotz soll das größte Casino Deutschlands werden

, Dezember 22, 2016

Casino Köln Entwurf

Casino Köln Entwurf von AIP (Bildquelle).

Der staatliche Betreiber Westspiel plant das neue Casino Köln. Nach einer Ausschreibung wurden aus Entwürfen von 18 Architekturbüros zwei Entwürfe für den ersten Platz ausgewählt. Beide sehen ein klotzartiges Gebäude für den Standort am östlichen Ottoplatz in Deutz vor. Nach der Eröffnung im Jahr 2021 soll das Casino Köln die höchsten Besucher- und Umsatzzahlen in Deutschland verzeichnen können.

Casino Köln: nicht kleckern, sondern klotzen

Köln setzt auf Kubismus, möchte man meinen: Der Erweiterungsbau des Wallraf-Richartz-Museums, die neue Historische Mitte, das Jüdische Museum und jetzt gleich zwei Siegerentwürfe für das neue Casino Köln, all diese Bauwerke vereint das klobig Klotzhafte. Eine Online-Petition will den „Beton-Bunker“ stoppen und die Unterstützer fordern, dass die Einwohner Kölns in Zukunft an weitreichenden architektonischen Entscheidungen beteiligt werden, wenn sie das Stadtbild nachhaltig verändern. All dies wurde vom neuen Casino Köln angestoßen. Am 7. Dezember 2016 kürte eine Jury gleich zwei Entwürfe für die Gestaltung der neuen Spielbank zu Gewinnern. Den ersten Platz belegten die Architekturbüros AIP aus Düsseldorf sowie Allmann Sattler Wappner aus München.

Nun steht ein Verhandlungsverfahren an, bei dem bestimmt werden soll, welcher der Entwürfe letztlich gebaut wird. Bei geschätzten Baukosten von rund 23 Millionen Euro soll das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zum Tragen kommen. Der Geschäftsführer von Westspiel, Steffen Stumpf, führt aus:

„Es wird sich in den kommenden Monaten zeigen, welcher Siegerentwurf tatsächlich gebaut wird. Gleichwohl steht bereits jetzt fest: Köln bekommt ein fulminantes Casino mit internationaler Strahlkraft.“

Diese Meinung teilt Kölns Baudezernent Franz-Josef Höing. Er sieht den Bau nicht als kubistischen Klotz, sondern spricht von einer „ungewöhnlichen Architektur mit großen, einladenden Öffnungen.“

Casino Köln soll Deutschlands Nummer Eins werden

Vom Bauwerk einmal abgesehen will Westspiel aber auch sonst nicht kleinlich kleckern. Das neue Casino Köln am östlichen Ottoplatz in Deutz, nur eine S-Bahn-Station vom Hauptbahnhof entfernt, soll zum besucher- und umsatzstärksten Casino Deutschlands aufsteigen. Marco Lippert, Sprecher des staatlichen Betreibers Westspiel, rechnet vor, dass bis zu 400.000 Spieler das Casino jährlich besuchen werden. Derzeit ist das Casino Duisburg Deutschlands meistbesuchte Spielbank. Im Jahr 2015 zog es 300.000 Besucher zum Spiel in die Ruhrmetropole, wo ebenfalls Westspiel der Casino Betreiber ist.

Nach der Eröffnung des neuen Casinos in Köln rechnet Westspiel mit rund fünf Millionen Euro an Steuereinnahmen. Zusätzlich sollen der örtliche Einzelhandel, der Nahverkehr und Taxi-Betreiber ebenfalls mit rund fünf Millionen Euro an Mehreinnahmen vom Standort profitieren.

Lob für beide Casino Köln Entwürfe

Casino Köln Entwurf

Casino Köln Entwurf von Allmann Sattler Wappner (Bildquelle).

Die geplante Höhe für die neue Spielbank am Ottoplatz beträgt maximal 27 Meter. Nach einem Hin und Her fiel schließlich die Wahl auf diesen Standort, zu den weiteren Vorschlägen zählten Gerlingquartier, der Hohenzollernring und die Cäcilienstraße. Nach der Entscheidung der Jury sagte Westspiel Geschäftsführer Steffen Stumpf: „Wir bedanken uns für die eingereichten Arbeiten, die uns alle auf verschiedene Art und Weise begeistern konnten.“

Der Entwurf von Allmann Sattler Wappner sieht ein formal gehaltenes Gebäude mit gleichzeitig paillettenartiger, fast sinnlich erscheinender Fassade vor. Von diesem Architekturbüro stammten schon die Gestaltungspläne für die östliche Umgebung des Kölner Doms. Der zweite Entwurf von AIP aus Düsseldorf setzt auf Sandstein-Optik und ein transparentes Foyer. Stadtentwicklungsdezernent Franz-Josef Höing spricht von „profilierter Architektur für einen prominenten Standort“:

„Das neue Haus wird dem Ottoplatz guttun und sein Gesicht prägen, ihm mit stimmigen Proportionen eine Fassung und neue Kontur geben. Der Bau gibt dem Straßenraum dort endlich Fassung und macht aus dem Ottoplatz einen richtigen Platz.“

Ralph Sterck, der Fraktionschef der FDP, fand folgende Worte: „Der Entwurf von Allmann ist der mutigste und lässt das Casino nach außen am interessantesten erscheinen.“ Weiteres Lob kam von Oberbürgermeisterin Henriette Reke: „Wie hingeküsst.“ Domprobst Gerd Bachner sprach von einem „Jahrhundertprojekt.“

Die Bauarbeiten für das rund 2.300 Quadratmeter große Casino Köln sollen Mitte 2018 beginnen. Nach einer geplanten Bauzeit von drei Jahren will Westspiel das neue Casino Köln im zweiten Quartal 2021 in Betrieb nehmen.

Casino Mogul James Packer verkauft Anteile an Melco Crown – Fokus auf Australien

, Dezember 21, 2016

James Packer

Der Casino Mogul James Packer zieht sich weiter aus Asien zurück. Dafür konzentriert er sich auf den heimischen Markt in Australien und eröffnet bald ein neues 2 Mrd. Dollar Casino in Sydney. (Bildquelle)

Der Casino Mogul James Packer gehört aktuell zu den reichsten Australiern. Von seinem Vater, dem Medienunternehmer Kerry Packer, übernahm er nach dessen Tod im Jahr 2000 den Glücksspielkonzern Crown Limited. Nun verkaufte Packer einen großen Teil seiner Beteiligung am asiatischen Casino-Betreiber Melco Crown. Haupt-Eigentümer von Melco Crown ist der Packer-Freund Lawrence Ho, der Erbe des legendären Hongkonger Milliardärs Stanley Ho. Das Unternehmen betreibt Spielhäuser in Hong-Kong, Macau und auf den Philippinen. Der Verkauf der Anteile erfolgt zu einer Zeit, in der die Casinos in Macau im vierten Monat in Folge einen Zuwachs vermeldet hatten. Packer will sich in Zukunft wieder verstärkt auf seinen Heimatmarkt Australien konzentrieren.

 

2016 war nicht unbedingt das Jahr von James Packer. Zwar verlobte er sich im Januar mit seiner Freundin, der Sängerin Mariah Carey. Doch im Oktober 2016 kam das Aus für das Paar und nach fast zwei Jahren Beziehung wurde die Trennung bekannt gegeben. Carey fordert nach dem Ende der Beziehung 50 Mio. Dollar Schadensersatz von ihrem ehemaligen Verlobten. Sie habe wegen ihm viel Geld verloren, habe ihre Musik-Karriere vernachlässigt und sei nach dem Zerwürfnis immer noch traumatisiert. Zudem habe Packer ihr finanzielle Versprechungen gemacht, die er nie eingehalten habe. Den 10 Mio. Dollar teuren Verlobungsring soll Carey auch behalten haben.

 

18 Crown Mitarbeiter sitzen in China immer noch im Gefängnis

 

Die nächste schlechte Nachricht kam aus China. Dort wurden Mitte Oktober 18 Angestellte des Crown Resorts wegen Verstößen gegen die Glücksspielgesetze festgenommen worden. Die Mitarbeiter befinden sich während der anhaltenden Ermittlungen noch immer in Haft. Erst im nächsten Jahr will die Polizei entscheiden, ob die Angestellten des Casinos auch angeklagt werden. Laut dem australischen Rundfunksender ABC stehen die Festnahmen in Zusammenhang mit dem Versuch von Crown, reiche Chinesen in die Kasinos zu locken. Werbung für Glücksspiel ist in China aber verboten. Die chinesische Sonderverwaltungsregion Macau ist der einzige Ort in China, an dem Glücksspiel legal ist. Im restlichen China ist der Betrieb von Casinos verboten. Nach diesen Ereignissen, scheint Packer keine Zukunft mehr im chinesischen Casino-Markt zu sehen.

 

Als die chinesische Regierung zudem noch bekannt gab, dass man strikter gegen ausländische Glücksspielkonzerne vorgehen wolle und das Auszahlungslimit von Festlandbesuchern halbieren wolle, damit mehr Geld im eigenen Land behalten werde, stieg der Kurs der Melco Crown Aktie allein im November um 13 Prozent. Das schien für Packer der richtige Zeitpunkt zu sein, um aktiv zu werden. Er beschloss, in drei Tranchen seine Anteile an Melco Crown Entertainment von 34,3 auf 11,2 Prozent zu reduzieren. Zudem gab er seine Ämter als Vorsitzender und Vorstandsmitglied auf.

 

Packer konzentriert sich auf 2 Milliarden Dollar teuren Casino-Bau in Sydney

 

James Packer will sich in Zukunft wieder voll und ganz auf das Casino- und Hotelgeschäft in seinem Heimatland Australien konzentrieren. Im Mittelpunkt der neuen Strategie steht der prestigeträchtige Bau des mindestens 2 Milliarden Dollar teuren Casino-Turms im neuen Finanzzentrum Barangaroo in Sydney. In den vergangenen Monaten und Jahren hatte sich Packer schon aus Ländern wie Amerika, Japan und Sri Lanka zurückgezogen. Die Verkäufe waren unter anderem nötig geworden, da Packer mehrere Milliarden Dollar brauchte, um sich in einem Erbstreit mit seiner Schwester Gretel zu einigen.

 

Der Anteilsverkauf von Melco Crown dürfte Packer nun rund 1,9 Milliarden Dollar bringen. Aufgrund des Vorgehen der chinesischen Behörden gegen reiche Glücksspieler war der Umsatz mit Melco Crown um 45 Prozent gesunken. In den australischen Casinos waren die Umsätze in diesem Jahr schon um 12 Prozent zurückgegangen. Der Casino Mogul hält aktuell 48 Prozent am börsennotierten Crown Limited Konzern. Trotz der schlechten Zahlen eröffnete Packer Ende Oktober sein neues Hotel „Crown Perth“ in Studio City in Macau und zudem ein Glücksspielresort in Perth für 700 Mio. Dollar. Vor allem der Bau in Perth soll in Zukunft den Bestand des Packer-Konzerns absichern.

 

Packer hofft auf goldene Casino-Zukunft in Japan

 

Nach dem Verkauf seiner Anteile hält Packer aber immer noch 11,2 Prozent an Melco Crown. Er möchte wohl nicht komplett aus dem asiatischen Geschäft aussteigen, da sich aktuell in Japan ein neuer Glücksspiel-Markt formiert. In der Vergangenheit waren Casinos in Japan illegal gewesen. Doch die Regierung unter Premier Shinzo Abe hatte im Dezember ein Gesetz zur Regulierung des Marktes verabschiedet. Läuft alles nach Plan, könnten in etwa fünf Jahren in Japan die ersten legalen Casinos ihren Betrieb aufnehmen. Japan könnte der zweitgrößte Casinomarkt der Welt hinter der chinesischen Insel Macao werden. Die US-Investmentbank Union Gaming Group schätzt das anfängliche Umsatzpotenzial auf jährlich 7,4 Milliarden Euro, weit mehr als in Las Vegas.

 

Crown Resorts ist ein australisches Unternehmen mit Firmensitz in Melbourne, das Spielbanken und Hotels betreibt. Das Unternehmen ist seit dem 3. Dezember 2007 an der Australian Securities Exchange gelistet. Crown Limited übernahm die Position der ehemaligen Muttergesellschaft Publishing and Broadcasting Limited. Im Geschäftsjahr 2012/2013 setzte die Unternehmensgruppe 2,894 Milliarden AUD (2,017 Milliarden EUR), bei einem Netto-Gewinn von 395,8 Millionen AUD, um.

Lehrer aus Bermuda knackt beim Pokerstars Spin & Go Turnier Millionen-Jackpot

, Dezember 20, 2016

Pokerstars Spin & Go Turnier

Die Jackpots beim Spin & Go Turnier von Pokerstars können bis zu einer Million betragen (Bildquelle: Pokerstars).

Am 15. Dezember 2016 entwickelte sich ein Spin & Go Turnier auf der Online-Poker Plattform Pokerstars zum spannenden Entscheidungskampf. Beim Spiel mit einem Buy-In von 100 US-Dollar schaltete sich der Jackpot von 1,2 Millionen US-Dollar frei und drei Spieler zockten um den lukrativen Preis. Die drei Pokerspieler stammten aus Russland, Weißrussland und Bermuda. Nach einer spannenden Partie war letzten Endes ein Lehrer von den britischen Überseeinseln siegreich und im Handumdrehen Millionär.

Spin & Go Turnier mit Millionen-Jackpot

Der Spieler aus Bermuda mit dem Spielernamen jrww86 begann am 15. Dezember 2016 gegen 20 Uhr mitteleuropäischer Zeit mit dem Pokern auf der Online-Plattform Pokerstars. Er wählte ein Spin & Go Turnier mit einem Buy-In von 100 US-Dollar. Gute zehn Minuten hatte er eine spannungsgeladene Partie hinter sich und war um 1,2 Million US-Dollar reicher. Was war passiert?

Pokerstars Spin & Go Turnier

Der spannende Partieverlauf beim Kampf um den Jackpot (Bildquelle: Pokerstars).

Per Zufallsgenerator wurde der Jackpot freigeschaltet und die drei im Spiel befindlichen Pokerspieler bekamen dadurch die Chance auf den Millionengewinn. Das Spin & Go Turnier ist ein Format mit drei Spielern und einem zufällig ermittelten Jackpot. Dieser ist immer ein Vielfaches des Buy-Ins. In diesem Fall multiplizierte der Zufallsgenerator mit dem Faktor 12.000. Außer dem Einwohner der Bermuda-Inseln befanden sich der Russe REVELKOF und der Weißrusse netspider_by am virtuellen Spieltisch.

Der spannende Partieverlauf beim Spin & Go Turnier

Eine derartige Begegnung von drei Pokerspielern beim Spin & Go Turnier kann oft rasant verlaufen, und so war es auch hier der Fall. Der Weißrusse mit dem Namen netspider_by geriet schnell in Chip-Armut. Er stieg zwar mit Karo König und Kreuz 6 ein, doch REVELKOF spielte ein Club Flush mit Pik 6 und Kreuz Dame aus und schwang sich zum Chip-Leader auf. Damit winkte netspider_by der Trostpreis von „nur“ 100,000 US-Dollar und die verbleibenden Spieler REVELKOF und jrww86 trugen ihr Millionen-Duell aus.

Pokerstars Spin & Go Turnier

jrww86 konnte sich gegen die Kontrahenten netspider_by und REVELKOF durchsetzen (Bildquelle: Pokerstars).

Während der nächsten vierzehn Pokerblätter erkämpfte sich der Spieler aus Bermuda einen Vorsprung von 56 Chips: Es stand 778 Chips für jrww86 gegen 722 Chips für REVELKOF. Das finale Blatt wurde gespielt, als die Blinds den 30/60 Level erreicht hatten. Von jrww96 kam der Call aus den Blinds, REVELKOF checkte. Die Flop Karten waren Pik Dame, Karo Bube und Herz 9. Während REVELKOF Herz 3 und Karo Dame auf der Hand hatte, gelang es jrww86, mit Kreuz Bube und Kreuz Dame zwei Paare zu bilden. Damit pokerte er sich zum Millionär. Der Russe konnte ebenfalls den Trostpreis von 100.000 US-Dollar einstreichen, die verbleibende Million ging an den Lehrer von den Bermuda-Inseln, der ansonsten nach seinem Gewinn kurz vor Weihnachten anonym bleiben wollte.

Geschichtslehrer schreibt Geschichte beim Spin & Go Turnier

In den ersten Minuten nach der aufregenden Partie erklärte sich der glückliche Gewinner als „zu aufgeregt, um einen Kommentar abzugeben.“ Er hatte insgesamt kaum mehr als zehn Minuten gespielt, die entscheidende Partie mit Millionen-Jackpot dauerte rund acht Minuten. Inzwischen hat der frischgebackene Millionär mehr von sich preisgegeben. Der Mann mit dem Spielernamen jrww86 wohnt auf den Bermuda-Inseln und ist 30 Jahre alt. Wenn er nicht gerade den Jackpot beim Poker knackt, unterrichtet er Geschichte. Er spielt bereits seit zehn Jahren in seiner Freizeit Poker. Das Geld kann er nach eigenen Angaben „gut gebrauchen.“ Er kommentierte die frühe Weihnachtsüberraschung mit den Worten:

„Ich stehe immer noch unter Schock, aber der Gewinn ist mit Sicherheit ein Segen zum günstigen Zeitpunkt.“

Dritter Millionär dieses Jahr beim Spin & Go Turnier

Pokerstars Spin & Go Turnier

Die Staffelung der Buy-Ins beim Pokerstars Spin & Go Turnier (Bildquelle: Pokerstars).

Dieses Jahr haben außer dem Neu-Millionär aus Bermuda zwei weitere Pokerspieler jeweils ein Preisgeld von einer Million US-Dollar gewonnen: Der Brasilianer guiemie01 und der Spieler Rainman731. Im Februar 2016 konnte Rainman731 einen Rekord aufstellen: Er erspielte seine Million in lediglich zwei Minuten (Pressemitteilung als PDF). Der Brasilianer folgte im März 2016.

Insgesamt haben die Spin & Go Turniere von Pokerstars bereits 16 Pokerspieler zu Millionären gemacht. Im Oktober 2015 kam es zu einer besonders intensiven Serie: Während nur einer Woche gewannen sechs Spieler den begehrten Millionen-Jackpot.

Das Pokerstars Spin & Go Turnier ist schnell und beginnt mit einem Vorrat von jeweils 500 Chips. Der Preispool wird jeweils von einem Zufallsgenerator bestimmt. Dabei wird der Buy-In mit einem Faktor zwischen 2 und 10.000 multipliziert. Die Buy-Ins sind wie folgt gestaffelt: Der Einstieg ist schon ab 25 US-Cent möglich, darauf folgen 1, 3, 7, 15, 30, 60 und 100 US-Dollar.

Deutscher Spieler gewinnt 250.000 Dollar im PokerStars Casino

, Dezember 19, 2016

Genie Jackpots

Eine Session auf dem Genie Jackpots Slot bei PokerStars brachte einem Maler aus Kassel ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk: Er knackte den progressiven Jackpot in Höhe 256.144 Dollar! (Bildquelle)

Der Glücksspiel-Konzern Amaya Gaming hatte Mitte Juni 2014 die Rational Group inklusive der Seite PokerStars und Full Tilt für 4,9 Milliarden Dollar übernommen. Der neue Eigentümer gab schnell bekannt, dass man auf den Seiten nicht mehr nur Online Poker anbieten wolle, sondern auch Casino Games und Sportwetten. Im November 2014 war es dann soweit und alle Kunden des Online Poker Marktführers PokerStars konnten in ihrem Client auch Casino Spiele wie Roulette, Black Jack und Baccarat zocken. Laut eigenen Angaben des Anbieters erfreuen sich die Casino Games höchster Beliebtheit. Nun konnte ein PokerStars Kunde einen der größten Jackpots nach Deutschland holen.

 

Der Spieler stammt aus Kassel und spielte bei PokerStars den Spielautomat Genie Jackpots von dem Hersteller Merkur Gaming, der zur Gauselmann Gruppe gehört. Zuerst dachte er, er hätte 250 Dollar gewonnen. Als er die Summe von 256.144 Dollar auf dem Bildschirm sah, konnte er seinen Augen nicht trauen. Doch er hatte wirklich den Jackpot geknackt.

 

Genie Jackpots Slot hat sechs Sonderfeatures darunter einen progressiver Jackpot

 

Genie Jackpots ist ein Jackpot Slot mit 5 Walzen und 20 Gewinnlinien. Thematisch dreht sich der Automat um das Märchen von Aladin und der Wunderlampe. In dem Märchen findet Aladin eine Wunderlampe, in welcher der Geist Dschinni wohnt. Der Geist muss dem Besitzer der Lampe alle Wünsche erfüllen. Der Slot wartet mit sechs Sonderfeatures auf: die Genie Wilds plus Respin, die Genie Wilds mit doppelten Gewinnen, die Infectious Monkey Wilds, der Mystery Win Bonus, der Magic Carpet Bonus und im besten Fall der progressive Jackpot. Der Jackpot wird aus Teilen der Einzahlungen von Spielern gespeist, die verlieren. Der Jackpot wächst dann immer weiter an, bis er geknackt wird. Nun war es wieder einmal so weit.

 

Gegenüber PokerStars erzählte der Glückspilz nach seinem Gewinn:

„Unglaublich, ich habe es zunächst wirklich nicht realisiert. Erst eine Stunde später habe ich es wirklich begriffen. Ich habe meine Frau geweckt und es ihr erzählt. Die hat mir auch nicht geglaubt, bis ich es ihr gezeigt habe.“

 

Maler pokert seit 10 Jahren und spielt seit 1 Monat im PokerStars Casino

 

Der Gewinner arbeitet zurzeit als Maler. Was er mit dem Geld machen will, weiß er noch nicht. Er sei momentan einfach nur glücklich. Er sei eigentlich Pokerspieler und spiele schon fast zehn Jahre bei PokerStars online. Vor etwa einem Monat habe er dann auch angefangen, im PokerStars Casino zu spielen. Am liebsten versucht er dort bei den Slotgames sein Glück.

 

Spieler, die im Casino eines Online Poker Anbieters aktuell große Gewinne feiern dürfen, sind nichts mehr Besonderes. Am Montag, den 12. Dezember hatte ein 47-jähriger Brite bei 888poker an den Online Slots gezockt. Mit einem Einsatz von nur 1,50 Pfund spielte er den Automaten „Millionaire Genie“, bei dem ebenfalls ein progressiver Jackpot integriert ist. Auf einmal klingelte der Jackpot und seinem Konto wurde die unglaubliche Summe von 4,3 Mio. Dollar gutgeschrieben.

 

Urteile gegen deutsche Pokerspieler sind bisher nicht bekannt

 

Eigentlich dürfen in Deutschland weder Poker noch Casino Games um Echtgeld online gezockt werden. Der Staat hat das Monopol auf solche Glücksspiele. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus. Hier warten unzählige Glücksspiel Anbieter größtenteils aus der EU auf die deutschen Spieler. Für Pokerspieler ist das Risiko dabei äußerst gering. Ein strafrechtliches Vorgehen oder Urteile gegen deutsche Pokerspieler sind bisher nicht bekannt. Es kann höchstens passieren, dass Spieler, die dem Pokerspiel beruflich nachgehen, Steuern auf ihre Gewinne zahlen müssen.

 

Bei Casinospielern sieht es ein wenig anders aus. Hier sorgte im Januar 2015 ein Gerichtsfall für großes Aufsehen. Ein Münchner Malermeister, der zwischen Juli und November 2011 bei einem ausländischen Anbieter mit Sitz in Gibraltar Online Blackjack gespielt und über 200.000 Euro gewonnen hatte, war wegen unerlaubtem Glücksspiel vom Amtsgericht München zu einer Geldstrafe von 2.100 Euro verurteilt worden. Zudem waren seine noch vorhandenen Gewinne von über 60.000 Euro beschlagnahmt worden. 1 ½ Jahre später wurde das Urteil des Amtsgericht München vom Landgericht München in der Berufungsinstanz aufgehoben und das Verfahren wegen fehlender Anwendbarkeit deutschen Strafrechts eingestellt. Gestritten wird in solchen Fällen immer um die Frage, ob bei Online Glücksspielen deutsches oder europäisches Recht den Vorrang hat. Die Anbieter berufen sich bei ihrem Angebot auf Lizenzen aus dem EU-Raum, wie der Isle of Man, Irland oder Malta.

Novomatic bekommt grünes Licht für Übernahme von Casinos Austria

, Dezember 16, 2016

Novomatic Zentrale

Nach einer außerordentlichen Hauptversammlung bekam der Glücksspielkonzern Novomatic grünes Licht für eine mehrheitliche Übernahme der teilstaatlichen Casinos Austria AG. (Bildquelle)

Im Februar des vergangenen Jahres sorgte eine Meldung für großes Aufsehen in der deutschsprachigen Glücksspielszene: Der österreichische Glücksspielriese Novomatic will die teilstaatliche Casinos Austria AG (CASAG) übernehmen. Nachdem Novomatic schon ein paar Anteile an der CASAG übernommen hatte, plante der Konzern zusammen mit der Austrian Gaming Holding die Übernahme der Mehrheut. Doch das Kartellamt hatte Einwände gegen die Übernahme vorgebracht. Doch in diesen Tagen folgte nun eine gute Nachricht: Die MTB Privatstiftung von Maria Theresia Bablik hat sich bereit erklärt ihren Anteil an den Casinos Austria, der bei 17,2 Prozent liegt, an Novomatic zu übertragen.

 

Abgesegnet wurde die Mehrheitsübernahme am 14. Dezember auf der außerordentlichen Hauptversammlung der Casinos Austria AG. So scheint der Weg für eine effektive Anteilsübernahme frei. Novomatic-CEO Harald Neumann sagte in einer Pressemitteilung des Konzerns:

„Der Einstieg von Novomatic als neuer österreichischer Gesellschafter ist ein wichtiger Schritt für eine stabile und nachhaltige Kernaktionärsstruktur der Casinos Austria-Gruppe. Als international führender und weltweit anerkannter Gaming-Technologiekonzern sind wir an einer werthaltigen Investition und einer guten Entwicklung der CASAG interessiert.“

 

Novomatic und Austrian Gaming Holding scheitern im ersten Versuch

 

Novomatic hatte sich Anfang des Jahres mit der Austrian Gaming Holding, einem tschechischen Konsortium um die Milliardäre Karel Komarek und Jiri Smejc, auf ein gemeinsames Vorgehen geeinigt. Novomatic und das tschechische Konsortium betreiben gemeinsam in Österreich viele Spielautomaten, beide sind im auch Sportwettenbereich tätig. Die Tschechen halten zudem auch schon 11,3 Prozent an den Casinos. Den ersten Übernahme-Vorschlag hatte das Kartellamt abgelehnt. Nun wurde eine andere Lösung gefunden.

 

Damit Novomatic die 17 Prozent der MTB Privatstiftung übernehmen kann, musste der Konzern seine Beteiligung an der Österreichischen Lotterien GmbH (ÖLG) halbieren und einen Anteil in Höhe von 11,56 Prozent an die tschechische Sazka-Gruppe, die zur Austrian Gaming Holding gehört, verkaufen. Die Österreichischen Lotterien sind eine 68-Prozent-Tochter der Casinos Austria. Novomatic war vor mehr als einem Jahr mit 23,11 Prozent indirekt bei den Lotterien eingestiegen und bleibt nun auch mit einem Anteil von insgesamt unter 25 Prozent beteiligt. Mit diesem Verkauf will der Konzern Bedenken der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) aus dem Weg räumen. Die Sazka-Gruppe ist bisher nicht am österreichischen Glücksspielmarkt aktiv, sie darf also, im Gegensatz zu Novomatic, unbeschränkt viele Lotterien-Aktien erwerben.

 

Was wird unter den neuen Eigentümern aus den Vorständen Stoss und Hoscher?

 

Ungewiss ist, was nach dem Eigentümerwechsel aus Casinos Austria-Konzernchef Karl Stoss und seinem Vorstandskollegen Dietmar Hoscher wird. Die Verträge beider laufen Ende 2017 aus. Über eine Verlängerung will Casinos Austria-Aufsichtsratschef Walter Rothensteiner erst im März 2017 entscheiden. Der Vertrag der dritten Vorständin Bettina Glatz-Kremsner läuft noch bis Ende 2019. Zuerst müssten laut Rothensteiner die wesentlichen Entscheidungen zur Eigentümerstruktur fallen, bevor man sich mit dem Thema der Vorstandsverträge beschäftigen könne. Stoss würde gern nach eigenen Angaben auch über Ende 2017 Chef der Casinos Austria bleiben. Doch wollen die neuen Großeigentümer ihn auch weiter an der Spitze haben? Seinem Kollegen Dietmar Hoscher trauen die Experten nicht zu, dass er das Amt des Vorstandsvorsitzenden übernehmen könnte.

 

Karls Stoss, der auch Präsident des Österreichischen Olympischen Komitees (ÖOC) ist, kommentierte dies wie folgt:

“Ich kann durchaus nachvollziehen, dass der Aufsichtsrat die beiden Themen auch zeitlich getrennt behandeln und zunächst die Eigentümerfrage näher geklärt haben möchte. Ich bin zuversichtlich, dass in der Sitzung Ende März 2017 eine gute und tragfähige Lösung geschaffen wird.”

 

Casinos Austria rechnen mit abermaligen Ergebnissteigerung um mehr als 25 Prozent

 

Die Casinos Austria erwirtschafteten zuletzt, im Geschäftsjahr 2015, einen Umsatz von 3,6 Mrd. Euro und ein Betriebsergebnis von mehr als 100 Mio. Euro. Für dieses Jahr rechnet der Vorstand durch signifikante Verbesserungen in nahezu allen Geschäftsbereichen mit einer abermaligen Ergebnissteigerung um mehr als 25 Prozent. Novomatic setzte 2015 mehr als 2 Mrd. Euro um und verdiente unterm Strich 220,7 Mio. Euro. Der Konzern gehört seinem Gründer Johann Graf, einem der reichsten Österreicher. Das Monopol für die 12 Spielbanken hat der Casinos Austria-Konzern. Zusätzlich hat Casinos Austria die Lotterielizenz und darf Automatenhallen betreiben. Novomatic wiederum hat Automatenlizenzen, die von manchen Bundesländern vergeben werden.

 

Der erste Übernahme-Vorschlag wurde vom Kartellamt abgelehnt, weil dadurch der Wettbewerb eingeschränkt worden wäre. Durch einen Zusammenschluss wäre nicht nur eine marktbeherrschende Stellung auf dem Casinomarkt in Wien beziehungsweise Baden bei Wien entstanden, sondern auch auf dem Automatenmarkt in Niederösterreich, dem Burgenland und Wien sowie auch in Oberösterreich und Kärnten. Nur unter bestimmten Auflagen hätte der Deal noch grünes Licht bekommen. Die Wettbewerbsbehörde verlangte einen Verkauf von Novomatic-Standorten in Tschechien sowie Einschränkungen bei von der Casinos Austria-Gruppe betriebenen Video Lottery Terminals. Das hätte signifikante wirtschaftliche Nachteile verursacht, welche Novomatic und Austrian Gaming Holding nicht akzeptieren wollten.