Die Storys des Jahres 2016 – Teil 3: Der Casino Jahresrückblick

, Dezember 30, 2016

Das Jahr 2016 geht zu Ende. CasinoOnline.de blickt noch einmal auf die besten Geschichten aus den Bereichen Poker, Sportwetten und Casino zurück. Im dritten und letzten Teil widmen wir uns dem Thema Casino.

 

Landgericht spricht verurteilten Online Blackjack Spieler frei

Blackjack

Ein Malermeister aus München war wegen illegalem Blackjack-Spiel zu einer Strafe von 2.100 Euro verurteilt worden. Seine Gewinne von 60.000 Euro waren konfisziert worden. Das Urteil wurde jetzt in der Revision wieder aufgehoben. (Bildquelle)

 

Im Januar 2015 hatte ein Gerichtsfall für großes Aufsehen in der Casino Szene gesorgt. Ein Münchner Malermeister war wegen illegalem Online-Glücksspiel verurteilt worden. Er hatte bei einem ausländischen, privaten Anbieter, der seinen Sitz in Gibraltar hat, Online Blackjack gespielt. Zwischen Juli und November 2011 hatte er über 200.000 Euro gewonnen. Dafür bekam er eine Geldstrafe von 2.100 Euro aufgebrummt. Die Behörden hatte zudem noch die Gewinne, die er noch übrige hatte, in Höhe von 60.000 Euro konfisziert.

 

Die gute Nachricht für alle Casino-Fans folgte im August 2016. Der Malermeister hatte Berufung gegen das Urteil eingelegt. Das Landgericht München hatte das Verfahren „wegen fehlender Anwendbarkeit deutschen Strafrechts“ eingestellt. Glücksspiel-Experten waren der Meinung, dass wenn ausländische Glücksspiellizenzen in Deutschland akzeptiert werden, dann sei es egal, ob es Sportwetten oder andere Glücksspiele seien. Und, wenn eine ausländische Glücksspiellizenz nicht legal sei, dann dürften auch Sportwetten nicht erlaubt sein.

 

Die Kanzlei Hambach & Hambach Rechtsanwälte kommentierte die Entscheidung wie folgt:

„Die Blüte im juristischen Chaos rund um die Frage der Legalität von Online-Glücksspielen ist nun endlich Vergangenheit. (…) Nach Maßgabe der aktuell chaotischen Regulierungssituation im Glücksspielbereich hätte das Urteil des AG München, insbesondere unter Berücksichtigung der Rechtsprechung des EuGH in der Rechtssache Ince keinen Bestand haben dürfen. Es bleibt zu hoffen, dass sich der Gesetzgeber nicht länger an der Quadratur des Kreises im Sinne einer Teil-Liberalisierung versucht, sondern ein in sich geschlossenes Ganzes präsentiert und damit den Weg zu einer zukunftsorientierten einheitlichen Regulierung des (insbesondere auch digitalen) Glücksspiels ebnet.“

 

U-19 Fußballer für geplanten Casino-Überfall verurteilt

 

Wie man auch für einen geplanten Casino-Überfall verurteilt werden kann, zeigten im Mai drei U-19-Juniorenspieler von Hannover 96. Die Spieler Marcel Langer, Mohamad Darwish und Enis Biyiklioglu hatten einen Überfall auf ein Casino in Lauenau, Landkreis Schaumburg, geplant und waren mit Sturm- sowie Gasmasken in Richtung der Spielbank aufgebrochen. Unterwegs hatten sie wohl Angst bekommen, es sich dann anders überlegt und waren unverrichteter Dinge wieder nach Hause gefahren.

 

Der Überfall-Plan flog trotzdem auf, da sie ihr Auto mit gestohlenen Kennzeichen versehen hatten und am nächsten Morgen beim Falschparken erwischt wurden. Bei der anschließenden Durchsuchung fand die Polizei im Kofferraum Sturmhauben, Handschuhe, Schals sowie eine Schreckschusspistole. Die drei Spieler wurden vom Amtsgericht Stadthagen wegen gemeinschaftlichen Diebstahls und Urkundenfälschung verurteilt. Grund für den Überfall seien Spielschulden gewesen.

 

Der Plan ging von einem der drei Nachwuchsfußballer aus. Der Initiator sagte vor dem Amtsgericht aus, dass er in Zockerkreise geraten sei. Aber er habe seine Eltern nicht um Geld bitten wollen.

Nach dem Vorfall hat er sich in Therapie begeben. Der Anführer wurde zu 50 Sozialstunden und einer Geldstrafe von 500 Euro verurteilt. Die beiden anderen erhielten 40 Sozialstunden sowie 300 Euro Geldstrafe. Zudem wurden sie einige Wochen von ihrem Verein Hannover 96 suspendiert und hatten zusätzliche Sozialstunden aufgebrummt bekommen.

 

Glückspilz des Jahres kommt aus Indien

Khadar

Das ist definitiv der Glückspilz des Jahres! Der Inder Mohammad Basheer Abdul Khadar überlebte zuerst ein Flugzeug-Unglück unverletzt und dann gewann er keine Woche später 1 Mio. Dollar im Lotto.(Bildquelle)

 

Der Glückspilz des Jahres war wohl Mohammad Basheer Abdul Khadar. Der 62-jährige überlebte zuerst einen Flugzeug-Absturz ohne Verletztungen. Dann gewann er keine Woche später einen Lotto-Jackpot mit 1 Mio. Dollar.

 

Vier Monate, bevor er in Rente ging, hatte Khadar innerhalb weniger Tage wahnsinniges Glück. Zuerst war er Anfang August an Bord des Fluges EK-521. Khadar landete mit einer Boeing 777 um 12.41 Uhr in Dubai. Der Flug kam aus der südindischen Stadt Thiruvananthapuram. Doch bei der Landung gab es Probleme, so dass der Pilot eine Bruchlandung hinlegen musste. Der Jet schlidderte über die Landebahn und geriet in Brand. Im Flugzeug befanden sich 282 Gäste und 18 Besatzungsmitglieder. Doch niemand verletzte sich bei der Bruchlandung. Einer von ihnen war Mohammad Basheer Abdul Khadar.

 

Keine Woche später hatte Khadar erneut großes Glück. Jedesmal, wenn der 62-jährige mit dem Flugzeug von Dubai, wo er arbeitet, in seine Heimat nach Indien fliegt, kaufte Khadar aus Aberglaube am Flughafen ein Los von der „Dubai Duty Free Millennium Millionaire“-Lotterie. Und das 17. Los führt zum großen Erfolg. Der Inder gewann sechs Tage nachdem er das Flugzeug-Unglück überlebt hatte, den Jackpot mit 766.000 Pfund, umgerechnet etwa 1 Mio. Dollar. Bei seiner Arbeit verdient Khadar gerade mal 1.700 Pfund pro Monat.

 

US-Powerball Lotterie macht wieder zahlreiche Spieler zu Millionären

 

Bei der US-Powerball Lotterie werden regelmäßig die weltweit größten Hauptgewinne ausgespielt. Im Januar 2016 befand sich die ganze USA im Powerball Fieber. Der Jackpot wuchs von Woche zu Woche. Seit dem 7. November 2015 hatte es keinen Gewinner mehr gegeben. Wird der Jackpot in einer Runde nicht geknackt, erhöht er sich in der nächsten Ziehung um mindestens 10 Mio. Dollar. Die Schlangen an den Lotto Annahmestellen wurden immer länger. Pro Sekunde wurden 7.700 Lottoscheine verkauft. Das machte 28 Millionen pro Stunde. Mitte Januar wurde dann um die einzigartige Rekordsumme von rund 1,5 Milliarden Dollar gespielt. Drei Gewinner mussten sich am Ende die Rekordsumme teilen, einer aus Kalifornien sowie einer aus Florida und einer aus Tennessee.

 

Zum Ende des Jahres, im Dezember, lag der Powerball Jackpot dann bei 420 Mio. Dollar. Wieder brach in den USA ein großes Lotto-Fieber aus. Die Annahmestellen vermeldeten erneut große Schlangen. Das große Los zog dieses Mal eine Tippgesellschaft, bestehend aus 20 Arbeitskollegen einer Metallfabrik. Die Mitarbeiter der North American Stamping in Portland im US-Bundesstaat Tennessee spielen gemeinsam schon seit acht Jahren Powerball. Sie sind inzwischen bekannt unter dem Namen „Die Tennessee 20“. Amy O’Neil hatte die Tippgemeinschaft mit einem Kollegen vor acht Jahren ins Leben gerufen. Jede Woche setzen die Mitglieder der Tippgemeinschaft jeweils sechs Dollar ein.

 

Die Tippgemeinschaft entschied sich am Ende für die Einmalzahlung. So bekamen sie nicht die vollen 420 Mio. Dollar, sondern lediglich 254,7 Mio. Dollar. Aber auch so blieben für jeden Teilnehmer noch immer 12,7 Mio. Dollar.

 

Novomatic bekommt grünes Licht für Übernahme von Casinos Austria

 

Zum Ende des Jahres ging auch das Wettbieten in Österreich um die teilstaatliche Casinos Austria AG zu Ende. Im Februar 2016 hatte die Meldung, dass der österreichische Glücksspielkonzern Novomatic die Casinos Austria übernehmen wolle, schon für großes Aufsehen in der Branche gesorgt. Novomatic hatte sich zuvor ein paar erste Anteile gesichert und wollte dann zusammen mit der Austrian Gaming Holding die Mehrheit an den Casinos Austria übernehmen. Ende August hatte das Kartellamt der Übernahme aber noch einen Strich durch die Rechnung gemacht. Mitte Dezember gab Novomatic bekannt, dass die MTB Privatstiftung ihren 17,2-prozentigen Casinos Austria Anteil an den Glücksspielkonzern überträgt. Der Anteilserwerb wurde auf der außerordentlichen Hauptversammlung der Casinos Austria AG (CASAG) am 14. Dezember bestätigt. Damit war der Weg für eine effektive Anteilsübernahme geebnet.