, 20.02.2020

Glücksspiel-Liebhabern im US-Bundesstaat Alaska steht möglicherweise ein erfreulicher Wandel bevor. Alaskas republikanischer Governor Mike Dunleavy hat sein Vorhaben vorgestellt, eine Lotterie für seinen Bundesstaat gründen zu wollen.

 

Alaska ist einer der wenigen US-amerikanischen Staaten, deren Gesetzgebung beim Thema Casinos, Wetten und Co. sehr zurückhaltend ist. Bisher ist Glücksspiel in Alaska lediglich für wohltätige Zwecke erlaubt, etwa im Rahmen von Bingo-Veranstaltungen. Alaska würde sich damit anderen US-Bundesstaaten anschließen, die zuletzt Gesetzeslockerungen bei Sportwetten erwirkt haben.

 

Einnahmen für wohltätige Zwecke und Bildung

 

Gemäß einer Pressemitteilung vom 12. Februar 2020 [Link auf Englisch] begründet Dunleavy seinen Vorschlag mit der Absicht, die Finanzsituation seines Bundesstaates verbessern zu wollen.

 

Dunleavys Pläne würden, so seine Absicht, Geschäftsmöglichkeiten eröffnen, deren Einnahmen unterfinanzierten Bereichen zugutekommen würden:

 

„Die Lotterieeinnahmen werden in Kindergarten- und Schulbildung, in Programme gegen häusliche Gewalt und Drogenmissbrauch, Pflegeunterbringung und Obdachlosigkeit fließen.“

 

Für die Umsetzung seiner Ideen schlägt Governor Dunleavy die Gründung einer Alaska Lottery Corporation vor. Diese staatseigene Korporation hätte die Aufgabe, eine staatliche Lotterie zu planen und umzusetzen. Das Vorhaben sieht einen 3-Jahres-Plan vor, nach dessen Ablauf etwa Rubbellose und Lottoziehungen, Sportwetten und Keno erlaubt sein würden.

 

Die Kosten für das erste Jahr werden auf 3 Millionen US-Dollar geschätzt. Für die weitere Finanzierung soll der Korporation ermöglicht werden, Kredite aufzunehmen. Die Einnahmen aus dem Gewinnspiel könnten sich auf bis zu 100 Millionen US-Dollar pro Jahr belaufen, so die Prognose eines Mitarbeiters des Finanzministeriums.

 

Gemischtes Feedback aus der Politik

 

Während sich einige Stimmen positiv zu Governor Dunleavys Plänen geäußert haben und deren Potenzial zur Verbesserung von Alaskas Finanzsituation begrüßen, sind auch Kritiker zu Wort gekommen:

 

So bemängelt etwa die demokratische Senatorin von Juneau, Jesse Kiehl, dass Dunleavys Vorschlag Alaskas Finanzproblem bei Weitem nicht beheben würde. Vielmehr sieht Kiehl Möglichkeiten von Steuerreformen, so etwa beim Einkommen und in der Öl-Industrie.

 

Dunleavys Vorschlag liegt nun dem House State Affairs Commitee und dem Senate State Affairs Committee zur Beratung vor. Es bleibt abzuwarten, ob Alaskas Staatskassen und Glücksspieler tatsächlich bald gemeinsam jubeln können.