, 20.05.2020

In Deutschland dürfen Spielhallen in immer mehr Bundesländern wieder öffnen. Niedersachsen war bisher nicht dabei. Nach Angaben des dortigen Automaten-Verbands wird sich dies zum 25. Mai ändern.

 

Die Betreiber von Niedersachsens Spielhallen blickten bisher neidvoll in Richtung Hessen oder Schleswig-Holstein, wo Spieler schon wieder an die Automaten dürfen. Sie mussten ihre Türen jedoch geschlossen halten, da die Landesregierung noch keine entsprechende Genehmigung veranlasst hat.

 

Verband: Lockerungen stehen bevor

Nach einem Bericht des Branchenmagazins games&business soll die entbehrungsreiche Zeit für die Betreiber jedoch am 25. Mai enden. Demnach habe Prof. Florian Heinze, Justiziar des Automaten-Verbands Niedersachsen, mitgeteilt, dass bei Spielhallen mit Lockerungen der Covid-19-bedingten Einschränkungen zu rechnen sei.

 

Gegenüber games&business erklärte Prof. Heinze:

Die Regierungskoalition hat sich auf dieses Datum für die Wiedereröffnung von Spielhallen bei Einhaltung bestimmter Hygienemaßnahmen verständigen können.

Dies lasse erahnen, dass bei den verantwortlichen Politikern ein Umdenken in Bezug auf die Erteilung der bisher verweigerten Genehmigung stattgefunden habe, so Prof. Heinze.

 

Überzeugendes Hygienekonzept?

Grundlage für den Sinneswandel könnten neben dem Vorgehen anderer Bundesländer das vom Verband und den Betreibern ausgearbeitete Hygienekonzept zur Senkung der Ansteckungsgefahr von Kunden und Angestellten sein.

Prof. Heinze beruft sich auf einen Entwurf zur Änderung der Niedersächsischen Verordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus. Demnach sei der Betrieb von Spielhallen zulässig, wenn die Betreiber die Einhaltung der gesetzlich vorgeschrieben Mindestabstände sowie der zulässigen Personenzahl sicherstellten. Darüber hinaus müsse gewährleistet sein, dass die Anforderungen an Hygienestandards eingehalten würden.

Das Konzept stützt sich auf ein Gutachten des Professors Andreas Meyer von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). In einer Gefährdungsanalyse habe der Hygienebeauftragte der Radiologie der MHH den Spielhallen bestätigt, dass von ihnen “keine besondere Gefahr für eine Ausbreitung von Covid-19“ ausgehe.

 

Allerdings schränkt der Verbands-Justiziar ein, dass die entsprechende Verordnung noch nicht erlassen sei, sondern dass es sich lediglich um einen Entwurf handle. Er sei jedoch optimistisch, dass die Lockerungen von den zuständigen Politikern durchgewinkt würden.

 

So habe Prof. Heinze aus dem Umfeld der Landesregierung erfahren, “dass dem Erlass dieser Verordnung Hinderungsgründe nicht entgegenstehen dürften.“ Es wird sich in wenigen Tagen zeigen, ob der Optimismus berechtigt ist.

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