, 30.08.2021

Die Bundestagswahlen 2021 in Deutschland rücken näher. Am 26. September 2021 wird nicht nur der neue deutsche Bundestag gewählt, es fällt zudem die Entscheidung, wer das Kanzleramt übernehmen und Kanzlerin Angela Merkel nach 16 Jahren Amtszeit ablösen wird. Auch die Buchmacher bieten Wetten auf den neuen Bundeskanzler an.

 

Die Wahlen dürften besonders spannend werden, denn dieses Mal treten gleich drei Kandidaten an. Am gestrigen Sonntag begegneten sich Armin Laschet (CDU), Olaf Scholz (SPD) und Annalena Baerbock (Grüne) zu ihrem ersten Triell.

 

Nach dem gestrigen Schlagabtausch der Anwärter auf das höchste politische Amt ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa, dass 36 % der Wählerschaft Olaf Scholz als Sieger der Debatte sähen.

 

30 % der Befragten sagten, dass sich Grünen-Kandidatin Baerbock am besten geschlagen habe. Nur 25 % erklärten, dass Armin Laschet die beste Figur abgegeben habe.

Die Prognosen der Buchmacher

 

Politik-Wetten sind insbesondere in Großbritannien sehr populär, gewinnen aber auch in Deutschland und Österreich immer mehr an Interesse. Wetten auf politische Ereignisse sind laut dem Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV) in Deutschland allerdings verboten. Spielern in Österreich ist es jedoch möglich, ihren Tipp abzugeben.

 

Nach dem gestrigen Triell rechnen die Wettanbieter dem SPD-Kandidaten Olaf Scholz mit einer Quote von 1,91 die höchsten Chancen zu, gefolgt von Armin Laschet (CDU) mit 2,06. Abgeschlagen ist Grünen-Kandidatin Baerbock mit einer Quote von 14,00.

Kanzlerwahl: Alles ist noch möglich

Die Vertreter der Presse zogen ihr Resümee aus dem gestrigen Triell. So hätten sich Laschet und Baerbock eher kämpferisch gezeigt, seien dennoch in der Lage gewesen, die Diskussion auf sachlicher Ebene zu halten. Scholz hingegen sei deutlich ruhiger gewesen.

Ein Viertel der Wähler noch unentschlossen

 

Laut dem MDR habe ein Viertel der deutschen Wahlberechtigten sich noch nicht entschieden, welche Partei sie an der Spitze der Bundesregierung sehen wolle. Zudem hätten nach Angabe des Tagesspiegels 36 % der Wählerinnen und Wähler erklärt, dass sie keinen der drei Kandidaten bevorzugten.

 

CDU-Kandidat Armin Laschet war seit Beginn seiner Nominierung als Kanzlerkandidat umstritten. Viele CDU-Wähler hätten lieber den bayrischen Ministerpräsidenten Markus Söder in dieser Rolle gesehen.

 

Die Grünen erlebten nach der Nominierung von Annalena Baerbock starken Zuspruch. Noch im April dieses Jahres trauten 43,3 % der Befragten Baerbock die Kanzlerschaft zu. Doch nachdem sich die Grünen-Politikerin eine Reihe Fauxpas leistete, stürzten die Umfragewerte rapide ab.

Trotz scharfer Kritik an Finanzminister Olaf Scholz aufgrund des Wirecard-Skandals scheint der SPD-Mann immer mehr an Zuspruch seitens der Wählerschaft zu gewinnen.

 

Doch wie die Wahlen am Ende ausgehen, dürfte noch völlig offen sein. Ausschlaggebend dürften die Entscheidungen der derzeit noch unentschlossenen Wähler sein.

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