, 16.03.2020

Den japanischen Behörden ist ein Schlag gegen das illegale Glücksspiel gelungen. Wie die Polizei der Hauptstadt Tokio bekanntgab, habe sie Ende letzter Woche den Betreiber von vier nicht lizensierten Online Casinos und weitere Verdächtige verhaftet.

 

Den Ermittlern zufolge habe der Hauptverdächtige Takahiro Sakai gemeinsam mit 19 Beschuldigten in Tokio mehrere Standorte betrieben, an denen Spielern Zugang zu illegalen Online Casinos geboten worden sei.

 

Zugang zu verbotenen Online Casino-Spielen

So habe der 46-Jährige Geschäftsräume an vier zentralen Orten von Tokio angemietet und diese in illegale Spielhöllen verwandelt, indem er dort jeweils 12 bis 19 Computer installiert habe. Über diese hätten die Kunden auf die in Japan verbotenen Online-Casino-Angebote zugreifen können.

 

Um den Spielern ein breiteres Angebot zu offerieren, seien in den Einrichtungen über die Computer hinaus weitere Spielautomaten installiert worden. Zudem hätten die Kunden die Möglichkeit zum Baccarat-Spiel gehabt.

Mit Ausnahme von Wetten auf Pferderennen, Lotterien und Pachinko-Automaten ist das Glücksspiel in Japan streng verboten. Allerdings genehmigte die Regierung im Jahr 2018 den künftigen Bau einer Reihe von Casinos. Die Lizenzvergabe ist allerdings an strenge Bedingungen geknüpft.

Für normale Besucher seien die illegalen Betriebe nach Auskunft der Ermittler nicht zugänglich gewesen. Um Zutritt zu erhalten, hätten die Spieler eine Mitgliedschaft erwerben müssen.

 

Nur mit dieser sei es den Kunden möglich gewesen, die gesicherten Türen der rund um die Uhr geöffneten Einrichtungen zu passieren, nachdem sich die Casino Manager per Videokamera von ihrer Identität überzeugt hätten.

 

Über 30 Festnahmen

Im Verlauf der Razzia hätten die Einsatzkräfte des Metropolitan Police Department (MPD) neben Takahiro Sakai weitere 19 männliche Verdächtige festgenommen. Dazu seien elf mutmaßliche Kunden verhaftet worden, die sich während der Durchsuchungen in den Casinos aufhielten. Sie seien nach Aussage der Behörde zwischen 20 und 60 Jahre alt und stammten neben Japan aus China und von den Philippinen.

 

Bis auf zwei Personen, die wahrscheinlich als Casino Manager für den reibungslosen Ablauf der Geschäfte zuständig gewesenen seien, hätten die Festgenommenen die Anschuldigungen bereits gestanden, so die Polizei.

 

Im Zuge ihrer Ermittlungen konnten die Beamten zudem einen millionenschweren Bargeldbetrag sicherstellen: So beschlagnahmten sie an den Standorten und in weiteren durchsuchten Geschäftsräumen rund 338 Mio. Yen (umgerechnet 2,85 Mio. Euro).