Die Gewinner der World Series of Poker (Bild: wsop.com)

Die Gewinner der World Series of Poker

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Die ruhmreiche Geschichte der World Series of Poker (WSOP) reicht bis in das Jahr 1970 zurück. Was einst mit einem Treffen passionierter Pokerspieler in Binion´s Horseshoe Casino in Downtown Las Vegas begann, hat sich im Laufe der Zeit zum größten Poker-Event der Welt entwickelt. Jedes Jahr zieht es tausende Spieler nach Las Vegas, um an der WSOP teilzunehmen.

Die WSOP in Las Vegas: Wie alles begann

Im Jahre 1949 trugen Johnny Moss und Nick “The Greek” Dandolos ein Heads-up-Duell aus, das in die Poker-Geschichte einging. Bereits zu dieser Zeit versammelten sich zahlreiche Menschen, um das Spiel zu verfolgen. Benny Binion, der Betreiber des Binion´s Horseshoe Casinos, erkannte, dass im Pokerspiel ausreichend Potenzial bietet, um ein größeres Event zu veranstalten.

Die Idee, ein größeres Turnier zu veranstalten, wurde 1969 geboren, als ein High Stakes Cash Game Event im Holiday Casino in Reno ausgetragen wurde. Binion wollte etwas Ähnliches organisieren. Sieben professionelle Spieler konnte er für seine Idee begeistern.

Preston, Jack “Treetop” Straus, Bill Boyd, Brian “Sailor” Roberts, Moss, Pearson, Jimmy Casella, Titanic Thompson, Crandell Addington und Doyle “Dolly” Brunson spielten mehrere Tage lang. Am Ende stimmten die Teilnehmer ab, wer am besten gespielt hat. Die Wahl fiel auf Johnny Moss. Er ist der erste Champion der World Series of Poker.

Johnny Moss, Becky Binion

Johnny Moss war der erste Gewinner der WSOP. (Bild: wikimedia.org, CryptoDerk)

Die WSOP 2003 und der Moneymaker-Effekt

Ein Mann namens Chris Moneymaker löste um die Jahrtausendwende einen wahren Poker-Boom aus. Er verkörpert den „Amerikanischen Traum“ in der Poker-Welt. Eigentlich war die World Series of Poker eine Turnierserie, bei der die Crème de la Crème der Poker-Community gegeneinander antrat. Nur wenige Informationen gelangten aus dieser eingeschworenen Gemeinschaft an die Öffentlichkeit, bis Moneymaker mit seinem spektakulären Gewinn des Main Events bei der WSOP 2003 die Seiten der Zeitungen füllte.

Moneymaker nutzte damals die erstmalige Möglichkeit, sich über Online-Turniere für die Teilnahme an der WSOP zu qualifizieren. Nur 39 USD investierte der damals 28 Jahre alte Amateur, der erst seit kurzer Zeit spielte, in ein Satellite-Turnier. Nachdem er dieses Qualifikationsturnier gewonnen hatte, war er dazu berechtigt, an einem weiteren Satellite teilzunehmen. Moneymaker gelang es, unter die ersten Drei zu kommen, und sicherte sich ein Ticket ins Main Event der WSOP 2003.

Chris Moneymaker

Mit seinem spektakulären Sieg löste Moneymaker einen wahren Poker-Boom aus. (Bild: americascardroom.com)

Gegen 838 Spieler trat er an. Im Preispool erwarteten den Sieger 2,5 Mio. USD. Tatsächlich gelang es dem Amateur Moneymaker, sich gegen die hochkarätigen Profispieler durchzusetzen. Am Ende konnte er das Bracelet und das Preisgeld nach Hause nehmen. Von da an begann seine langjährige Karriere als Poker-Markenbotschafter, bis Ende 2020 noch bei PokerStars, heute bei Americas Cardroom.

Der Erfolg Moneymakers faszinierte zahlreiche Menschen. Die Chance auf ein Bracelet erschien so auch dem Amateur- und Gelegenheitsspieler zum Greifen nahe. Es gab einen regelrechten Run auf die Online-Poker-Plattformen. Menschen, die noch nie zuvor Poker gespielt hatten, meldeten sich bei den virtuellen Plattformen an. Der sogenannte „Moneymaker-Effekt“ beschränkte sich jedoch nicht nur die Vereinigten Staaten, sondern auch Europa und Deutschland.

Die Gewinner der WSOP bis heute

2004: Greg Raymer – USA

Greg Raymer, Geldscheine

Greg Raymer am Final Table der WSOP 2004. (Bild: youtube.com)

  • Preisgeld: 5 Mio. USD
  • Teilnehmer: 2.576
  • Gesamtpreispool: 24.224.400 USD

Greg „Fossilman“ Raymer ist ein ehemaliger Unternehmenspatentanwalt aus Stonington, Connecticut. Seinen Spitznamen erhielt er wegen seiner Sammlung an Fossilien, die er beim Pokern gern als Card Protector verwendete.

Genau wie Moneymaker gelang es ihm, sich über ein Online-Qualifikationsturnier ein Ticket für das Main Event der WSOP 2004 zu sichern, das er durch seinen Sieg in einem Gewinn von 5 Mio. USD verwandeln konnte. Raymer war auch bei der WSOP 2005 erneut erfolgreich. Er belegte Platz 25 und gewann weitere 304.680 USD. Insgesamt hat Raymer 8.074.680 USD beim Live-Pokerspiel gewonnen.

2005: Joseph Hachem – Australien

Joseph Hachem

Joe Hachem gewinnt die WSOP 2005. (Bild: wsop.com, @Joe Giron)

  • Preisgeld: 7,5 Mio. USD
  • Teilnehmer: 5.619
  • Gesamtpreispool: 52.818.610 USD

Der australisch-libanesische Pokerspieler Joseph Hachem gehört zu den erfolgreichsten Spielern in Australien. Im Laufe seiner Karriere konnte er 12.713.761 USD erspielen.

Sein größter Erfolg war der Sieg beim WSOP Main Event 2005. Er setzte sich gegen 5.619 Gegner durch und erhielt das goldene Bracelet sowie ein Preisgeld in Höhe von 7,5 Mio. USD.

2006: Jamie Gold – USA

Jamie Gold, Geldscheine, Chips

Der US-Amerikaner Jamie Gold entschied die WSOP 2006 für sich. (Bild: wsop.com)

  • Preisgeld: 12 Mio. USD
  • Teilnehmer: 8.773
  • Gesamtpreispool: 82.512.162 USD

Der US-Amerikaner Jamie Gold ist im August 1969 geboren. Er wuchs in einer Familie von Kartenspielern auf und hatte daher bereits früh Kontakt zum Pokerspiel. Gold war im Entertainment-Business beschäftigt. Dort lernte er auch einige bekannte Pokerspieler wie Chris Moneymaker und Johnny Chan kennen. So erhielt er Einblick in die Welt der Profispieler.

Im Jahre 2006 bot ihm der Poker-Anbieter Bodog an, seine Teilnahme am Main Event zu finanzieren, wenn er andere Prominente dazu bewegen könnte, ebenfalls teilzunehmen. Zudem sollte er beim Spielen den Aufnäher von Bodog tragen. Obwohl Gold zu dieser Zeit nicht sehr erfahren war, setzte er sich gegen 8.773 Gegner durch und gewann das goldene Bracelet und 12 Mio. USD.

UIGEA: Der große Schlag gegen die Poker-Industrie

Die WSOP 2006 erreichte einen Rekord. Mit einem Feld von 8.773 Spielern war dieses Main Event das größte aller Zeiten. Insgesamt wurde ein Preispool von 82.466.200 USD generiert.

Doch im Jahr darauf wurde der Unlawful Internet Gambling Enforcement Act (UIGEA) beschlossen, was für die Poker- und Glücksspielbranche in den USA einen harten Schlag bedeutete.

Der UIGEA verbat jeder in der Wett- und Glücksspielbranche tätigen Person, Zahlungen im Zusammenhang mit der Teilnahme einer anderen Person an illegalen Online-Glücksspielen anzunehmen. Das hatte zur Folge, dass sich zahlreiche große Online-Poker-Anbieter vom US-Markt zurückzogen.

2007: Jerry Yang – USA

Jerry Yang

Jerry Yang holt sich über 8 Mio. USD bei der WSOP 2007. (Bild: youtube.com)

  • Preisgeld: 8,25 Mio. USD
  • Teilnehmer: 6.358
  • Gesamtpreispool: 59.784.954 USD

Der 1967 in Thailand geborene Jerry Yang kam als Flüchtling in die USA. 2005 begann er mit dem Pokerspiel. Zwei Jahre später gelang es ihm, bei einem WSOP-Satellite-Turnier mit einem Buy-in von 225 USD in einem Poker-Room ein Ticket für das Main Event der WSOP 2007 zu gewinnen.

Yang nutzte seine Chance, setzte sich gegen 6.358 Gegner durch und gewann ein Preisgeld von 8,25 Mio. USD sowie das goldene Bracelet. Nach seinem spektakulären Sieg spendete Yang 10 % seines Gewinns an Wohltätigkeitsorganisationen für Kinder. Yang ist verheiratet, hat sechs Kinder und lebt in Kalifornien. Dort arbeitet er als Psychologe und Sozialarbeiter.  

2008: Peter Eastgate – Dänemark

Peter Eastgate

Peter Eastgate aus Dänemark gewinnt bei der WSOP 2008 über 9 Mio. USD. (Bild: youtube.com)

  • Preisgeld: 9.152.416 USD
  • Teilnehmer: 6.855
  • Gesamtpreispool: 64.333.600 USD

Peter Eastgate, geboren 1985 in Dalum, Dänemark, kam bereits im Gymnasium in Kontakt mit dem Pokerspiel. Er studierte dann in der Universität Aarhus Wirtschaftswissenschaften, brach sein Studium jedoch vorzeitig ab, um sich ganz dem Pokerspiel zu widmen.

Als er sich 2008 beim Main Event der WSOP gegen 6.844 Gegner durchsetzte und ein Preisgeld von 9,1 Mio. USD gewann, überraschte er die Poker-Community. Damals war er erst 22 Jahre alt. Damit ging er als jüngster WSOP-Gewinner in die Geschichte ein. Eastgate zog sich dann allerdings aus der Pokerwelt zurück.

2009: Joe Cada – USA

Joe Cada, Geldscheine, Mann mit Mikrophon

Joe Cada war der Gewinner der WSOP 2009. (Bild: pokerstars.com)

  • Preisgeld: 8.547.042 USD
  • Teilnehmer: 6.494
  • Gesamtpreispool: 61.043.600 USD

Joe Cada ist im November 1987 in Michigan, USA, geboren und spielt bereits seit seinem 16. Lebensjahr Poker. Er wurde bekannt, als er im Jahre 2009 das Main Event der WSOP gewann. Er setzte sich gegen 6.494 Gegner durch und erhielt ein Preisgeld von 8,5 Mio. USD. Damals war er erst 21 Jahre alt und war somit zu jener Zeit der jüngste WSOP-Gewinner aller Zeiten.

Cada war bereits sehr erfolgreich beim Online-Poker, bevor er sich an die Live-Tische der World Series of Poker setzte. Im Jahre 2009 wurde er Markenbotschafter von PokerStars.

2010: Jonathan Duhamel – Kanada

Jonathan Duhamel

Jonathan Duhamel war der Sieger der WSOP 2010. (Bild: twitter.com)

  • Preisgeld: 8.944.310 USD
  • Teilnehmer: 7.319
  • Gesamtpreispool: 68.798.600 USD

Jonathan Duhamel wurde 1987 in Quebec, Kanada, geboren. Duhamel begann im Zuge des „Moneymaker-Booms“ im Jahre 2003 mit dem Pokerspiel. Seinen ersten Erfolg feierte er im European Poker Tour No Limit Hold’em Main Event. Dort belegte er den zehnten Platz, der ihm ein Preisgeld von 50.000 USD einbrachte. 

Als erster Kanadier gewann er 2010 das Main Event der WSOP und nahm ein Preisgeld von 8,94 Mio. USD und das goldene Bracelet nach Hause. Doch das war nicht sein einziger Erfolg. Im Laufe seiner Karriere erspielte Duhamel laut The Hendon Mob 18.012.109 Mio. USD.

2011: Pius Heinz – Deutschland

Pius Heinz

Pius Heinz hat 2011 als erster Deutscher das WSOP Main Event gewonnen. (Bild: youtube.com)

  • Preisgeld: 8.715.368 USD
  • Teilnehmer: 6.865
  • Gesamtpreispool: 64.531.000 USD

Pius Heinz errang als erster deutscher Spieler bei der WSOP einen Sieg. Er trat gegen 6.865 Spieler an und gewann einen Geldpreis von 8,7 Mio. USD. Zum ersten Mal ging das Bracelet des WSOP Main Event nach Deutschland.

Heinz begann mit dem Pokerspiel im Jahre 2007 als Hobby im Internet. Es gelang ihm, etwa 700.000 USD auf Full Tilt, PartyPoker und PokerStars zu erspielen. 2011 nahm er an mehreren Events der WSOP teil und erreichte bei einem Turnier den 7. Platz, der ihm 80.000 USD einbrachte. Heinz entschied sich dann zur Teilnahme am Main Event. Heute hat sich der einstige Poker-Weltmeister weitgehend aus der Pokerszene zurückgezogen.

2012: Greg Merson – USA

Greg Merson

Greg Merson war erfolgreich beim Main Event der WSOP 2012. (Bild: youtube.com)

  • Preisgeld: 8.531.853 USD
  • Teilnehmer: 6.598
  • Gesamtpreispool: 62.021.200 USD

Greg Merson wurde 1987 in Maryland, USA, geboren. Seit 2007 nimmt er regelmäßig an größeren Poker-Turnieren teil, 2009 war er zum ersten Mal bei der WSOP in Las Vegas, wo er auch am Main Event teilnahm und den 639. Platz belegte.

2012 kehrte er zurück an die Pokertische der WSOP im Rio All-Suite Hotel & Casino und gewann zuerst das Six Handed NL Hold´em Event, das ihm sein erstes Bracelet und eine Million USD bescherte. Er entschied sich dann, am Main Event teilzunehmen, das er ebenfalls für sich entschied. Es brachte ihm sein zweites Bracelet sowie ein Preisgeld von 8,5 Mio. USD ein.

2013: Ryan Riess – USA

Ryan Riess

Ryan Riess setzte sich beim Main Event der WSOP 2013 durch. (Bild: wsop.com)

  • Preisgeld: 8.359.531 USD
  • Teilnehmer: 6.352
  • Gesamtpreispool: 59.708.800 USD

Ryan Riess gehört zu den erfolgreichsten und bekanntesten US-amerikanischen Pokerspielern. Geboren wurde Riess im Juni 1990 in Michigan. Er absolvierte das Studium der Betriebswirtschaft im Jahre 2012. Parallel zu seinem Studium arbeitete Riess jedoch an seinen Poker-Skills. Nebenbei arbeitete er als Pokerdealer.

2013 nahm er an der WSOP teil. Beim Main Event behauptete er sich gegen 6.352 Spieler und sicherte sich den Hauptpreis von 8,35 Mio. USD sowie das goldene Bracelet. 2015 begann er mit Online-Poker. Rund 1,5 Mio. USD hat er sich auf Online-Plattformen wie PokerStars und PartyPoker erspielt. Seine Gesamt-Cashes belaufen sich auf 15.024.752 USD.

2014: Martin Jacobson – Schweden

Martin Jacobson

Martin Jacobson war der erste WSOP-Gewinner aus Schweden. (Bild: wsop.com)

  • Preisgeld: 10 Mio. USD
  • Teilnehmer: 6.683
  • Gesamtpreispool: 62.820.200 USD

Martin Jacobson ist der erste Schwede, dem es gelang, das Main Event der WSOP zu gewinnen. Jacobson spielt bereits seit seinem 18. Lebensjahr Poker. Er begann seine Karriere auf großen Online-Poker-Plattformen wie PokerStars. Drei Jahre später stieg er auch in das Live Pokerspiel ein.

Der Sieg beim Main Event der WSOP 2014 war bisher sein größter Erfolg. Doch der Schwede kann auch weitere Erfolge vorweisen. So schaffte er es bei der European Poker Tour viermal bis an den Final Table. Seit 2009 zieht es ihn auch nach Las Vegas zur WSOP, wo er mehrmals die Geldränge erreichte. Mit einem Gesamtpreisgeld von 17 Mio. USD ist Jacobson der erfolgreichste schwedische Pokerspieler. Heute lebt er in London.

2015: Joe McKeehen – USA

Joe McKeehen

Joe McKeehen gewinnt das Main Event der WSOP 2015. (Bild: wsop.com)

  • Preisgeld: 7.683.346 USD
  • Teilnehmer: 6.420
  • Gesamtpreispool: 60.348.000 USD

Joseph „Joe“ McKeehen wurde im Juni 1991 in Pennsylvania geboren und konnte bis dato rund 18 Mio. USD beim Live-Poker erspielen. Seine Leidenschaft für das Pokerspiel entdeckte er im Jahre 2003, als er das Main Event der WSOP verfolgte. Auf Online-Poker-Plattformen wie Full Tilt Poker und PokerStars feilte er an seinen Poker-Skills. Seit 2010 mischt McKeehen auch an den Live-Tischen mit.

Dreimal gewann er ein Bracelet bei der World Series of Poker. Doch bei der WSOP 2015 gelang es dem US-Amerikaner, sich gegen 6.420 Gegner durchzusetzen und das Main Event für sich zu entscheiden. Neben 7.683.346 USD und dem goldenen Bracelet konnte er auch den Titel des Weltmeisters 2015 für sich beanspruchen.

2016: Qui Nguyen – USA

Qui Nguyen

Qui Nguyen ist der Sieger der WSOP 2016. (Bild: wsop.com, @Joe Giron)

  • Preisgeld: 8.005.310 USD
  • Teilnehmer: 6.738
  • Gesamtpreispool: 63.327.800 USD

Der vietnamesisch-amerikanische Poker Pro Qui Nguyen wurde 1977 in Vietnam geboren. Im Alter von 24 Jahren siedelte er in die USA über und verdiente sein Geld in einem Nagelstudio.

2003 begann er, sich mit dem Pokerspiel vertraut zu machen und spielte zunächst Turniere und Cash Games mit niedrigen Einsätzen. 2007 zog er nach Las Vegas um. Dort hatte er einige Erfolge bei kleineren Turnieren. Seine zunächst höchste Auszahlung von 9.029 USD errang er 2009 bei einem NL Hold´em Turnier bei der WSOP 2009. Ein Satellite-Turnier bescherte ihm das Ticket für die Teilnahme am Main Event 2016, das ihm einen Gewinn von über 8 Mio. USD und das goldene Bracelet einbrachte.

2017: Scott Blumstein – USA

Scott Blumstein

Der US-Amerikaner Scott Blumstein erkämpft sich das Bracelet der WSOP 2017. (Bild: wsop.com, @Jayne Furman)

  • Preisgeld: 8.150.000 USD
  • Teilnehmer: 7.221
  • Gesamtpreispool: 67.877.400 USD

Der US-Amerikaner Scott Blumstein wurde im März 1992 in New Jersey geboren und studierte zunächst Buchhaltung an der Temple University. Mit dem Pokerspiel beschäftigt er sich ernsthaft seit 2012. Sein erster großer Erfolg war der Sieg der Borgata Summer Poker Open in Atlantic City, die ihm 200.000 USD einbrachte.

Sein größter Erfolg war der Sieg beim Main Event der WSOP 2017. Blumstein setzte sich gegen 7.221 Spieler durch und erhielt ein Preisgeld von 8,15 Mio. USD, das goldene Bracelet und den Titel des Weltmeisters. Insgesamt erspielte sich Blumstein 8.595.159 USD.

2018: John Cynn – USA

John Cynn

John Cynn aus den USA gewinnt 8,8 Mio. USD beim Main Event der WSOP 2018. (Bild: wsop.com/twitter.com)

  • Preisgeld: 8,8 Mio. USD
  • Teilnehmer: 7.874
  • Gesamtpreispool: 74.015.600 USD

John Cynn, geboren im Dezember 1984 in Illinois, begann in der High-School mit dem Pokerspiel. Er studierte an der Indiana University Bloomington Wirtschaftswissenschaften und Management und arbeitete dann als IT-Berater in Kalifornien.

2012 erreichte er zum ersten Mal die Geldränge bei der WSOP. Im Jahre 2016 nahm er am Main Event teil und erreichte den 11. Platz, der ihm 650.000 USD einbrachte. Beim WSOP-Main Event 2018 setzte sich Cynn gegen ein Feld von 7.874 Spielern durch, das zu dieser Zeit das zweitgrößte in der WSOP-Geschichte, und erhielt ein Preisgeld von 8,8 Mio. USD, das goldene Bracelet und den dazugehörigen Titel des Weltmeisters.

2019: Hossein Ensan – Deutschland

Hossein Ensan

Hossein Ensan gewinnt als zweiter deutscher Spieler das Main Event der WSOP. (Bild: pokerstars.com)

  • Preisgeld: 10 Mio. USD
  • Teilnehmer: 8.569
  • Gesamtpreispool: 80.548.600 USD

Hossein Ensan wurde 1964 im Iran geboren und wanderte im Jahre 1990 nach Deutschland aus. Seit 2002 beschäftigt er sich ernsthaft mit dem Pokerspiel. Häufig ist er zu Gast in der Spielbank Hohensyburg. Er kann aber auch einige Erfolge bei der European Poker Tour verbuchen.  

2019 brachte er zum zweiten Mal den Titel des Poker-Weltmeisters nach Deutschland. Er besiegte 8.569 Gegner und erhielt ein Preisgeld von 10 Mio. USD und das goldene Bracelet. Mit Live-Cashes von insgesamt 13.060.465 USD ist er der erfolgreichste Pokerspieler in Deutschland.

WSOP 2020 als Hybrid-Event

Im Corona-Jahr 2020 wurde die World Series of Poker in Las Vegas abgesagt. Dennoch mussten die Pokerspieler nicht auf die jährliche Turnierserie verzichten, denn sie wurde ins Internet verlegt.

Grafik, Turnierplan

Die Abläufe der WSOP 2020 (Bild: wsop.com)

705 US-Spieler traten auf der Plattform wsop.com an, während 674 internationale Spieler auf GGPoker um ihren Platz am Final Table kämpften. Der Finaltisch der US-Spieler wurde live im Rio All-Suite Hotel & Casino in Las Vegas ausgetragen. Die „Final Nine“ aus dem internationalen Raum trafen sich im King´s Casino in Rozvadov.

Sieger der Final Table waren der US-Amerikaner Joseph Hebert und der Argentinier Damian Salas. Am 3. Januar 2021 trafen sich Hebert und Salas zum Heads-up-Duell in Las Vegas. Nach 173 Händen konnte der Argentinier die WSOP 2020 für sich entscheiden.  

2020: Damian Salas – Argentinien

Damian Salas

Damian Salas ist der Sieger der WSOP 2020. (Bild: wsop.com)

  • Preisgeld: 2,5 Mio. USD
  • Teilnehmer: 1.379
  • Gesamtpreispool: 13.238.400 USD

Damian Salas ist der erste Argentinier, der beim Main Event der WSOP den Titel gewinnen konnte. Salas wurde 1975 in Chascomús geboren und lebt in Buenos Aires. Er studierte Wirtschaftsrecht und war dann als Rechtsanwalt tätig.

2007 entdeckte er das Online-Pokerspiel für sich. Auf GGPoker, PokerStars, Full Tilt Poker und PartyPoker erspielte er sich im Laufe seiner Karriere mehr als 9 Mio. USD. Seit 2009 ist Salas auch häufig bei renommierten Live-Turnieren zu Gast.

Die Teilnahme an der hybriden WSOP 2020 und der anschließende Sieg war der Höhepunkt seiner Karriere. Auf GGpoker besiege er zuerst 674 Gegner und sicherte sich dann im King´s Casino in Rozvadov sein Ticket nach Las Vegas, um auf den Sieger der US-Spieler zu treffen. Nach einem spektakulären Heads-up-Duell gegen den US-Amerikaner Joseph Hebert erhielt Salas das goldene Bracelet und ein Preisgeld von 2,5 Mio. USD.

 

https://www.aba.com/banking-topics/compliance/acts/unlawful-internet-gambling-enforcement-act?__cf_chl_jschl_tk__=pmd_eLa3Jrzldu1Tj.3hvNwcFrF9xvt5iEx4dmlFfSvsADY-1629743382-0-gqNtZGzNAmWjcnBszQh9 

https://www.wsop.com/players/stats/ 

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Sabine Loewenberger
Sabine Loewenberger Casino Expertin

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