, 17.05.2021

In der österreichischen Region Vorarlberg ist die Polizei am Wochenende mit mehreren Einsätzen gegen das illegale Glücksspiel und eine verbotene Corona-Party vorgegangen. Die Behörden haben bei den beiden Einsätzen insgesamt 276 Anzeigen geschrieben.

 

Bekämpfung des illegalen Glücksspiels in Dornbirn

 

Laut der Polizei Vorarlberg führten am Freitagabend mehrere Beamte eine Schwerpunktaktion gegen das illegale Glücksspiel in einem ehemaligen Firmenareal durch. Aufgrund von Hinweisen, so die Behörde, habe ein „dringender Tatverdacht“ bestanden.

Illegales Glücksspiel ist in der Region Vorarlberg bereits seit Jahren ein Thema. Allein im Jahre 2019 haben die Behörden 40 Kontrollen im Bereich des verbotenen Automatenspiels durchgeführt. Im Bereich Wetten hatte es 50 Kontrollen gegeben. Landesrat Christian Gantner forderte damals das „aktive Hinschauen“ von Behörden und Polizeiorganen im Interesse des Spielerschutzes.

Bei der Kontrolle sei festgestellt worden, dass sich trotz Corona-Ausgangsbeschränkungen rund 80 Personen auf dem Areal aufhielten. In einem Raum hätten die Polizisten eine Person beim Glücksspiel erwischt. In der Folge sei die „behördliche Schließung der Räumlichkeit nach dem Glücksspielgesetz“ erfolgt.

 

Die Behörden sollen bei der Aktion auch eine kleinere Menge verbotener Substanzen beschlagnahmt haben. Wegen Verstößen gegen das COVID-19-Maßnahmengesetz, das Suchtmittelgesetz und das Sicherheitspolizeigesetz seien insgesamt 76 Anzeigen erstattet worden.

 

200 Anzeigen wegen Corona-Party in Hohenems

 

Im Zuge eines anonymen Tipps kam es am Wochenende auch zu einem Einsatz der Polizeiinspektion Hohenems und Lustenau im nahegelegenen Hohenems.

 

Größtenteils Personen im Alter zwischen 17 und 25 Jahren hätten dort entgegen den behördlichen Vorgaben eine illegale Corona-Party in einem Lokal gefeiert, teilte die Polizei Vorarlberg mit. Sicherheitsmaßnahmen seien dabei nicht berücksichtigt worden:

„Im Lokal befanden sich weitere 45 Personen. Keiner der anwesenden Personen trug eine FFP2-Maske, zudem wurde der Sicherheitsabstand nicht eingehalten. Die Lokalbetreiberin schenkte den anwesenden Personen gegen Bezahlung diverse Alkoholika aus.“

Nach dem COVID-19-Maßnahmengesetz, Einreisebestimmungen sowie der Gewerbeordnung seien 200 verwaltungsrechtliche Anzeigen ergangen. Sämtliche Besucher seien einer Personenkontrolle unterzogen worden und hätten das Nachtlokal anschließend verlassen müssen.