, 20.11.2020

Der 40. Jahrestag des verheerenden Brandes im MGM Grand Hotel & Casino in Las Vegas jährt sich am Samstag, den 21. November. Das Feuer, ausgelöst durch eine fehlerhafte Verkabelung in einem Restaurant, tötete 87 Menschen. Mehrere hundert Personen wurden verletzt. Erinnerungen an das Feuer verfolgen auch heute noch die Einwohner der Wüstenstadt.

 

Nachdem das Feuer ausgebrochen war und dicke schwarze Rauchsäulen aus dem MGM-Grand-Hotelturm in den Himmel geschossen waren, traf der damalige Gouverneur von Nevada, Robert List (heute 84), im Casino ein, um den Schaden zu untersuchen.

 

Es sei dunkel gewesen, die Trümmer geschwärzt und verbrannt. Leichen hätten auf dem Boden oder auf Spieltischen und Stühlen gelegen. Es sei wie eine Szene aus einem Albtraum gewesen, erinnerte sich List in einem Interview mit dem Las Vegas Review Journal [Seite auf Englisch].

 

List erzählt:

Diese Zeit in diesem Casino ist in mein Gedächtnis eingebrannt wie ein Tattoo, das sich nie entfernen lässt. Es wurde direkt in mein Gedächtnis tätowiert: dieser schreckliche Geruch und die Schwärze ohne Farbe und die Leichen, die dort waren. Es war furchtbar.

Hunderte Rechtsansprüche

Der Brand im MGM Grand enthüllte zahlreiche Sicherheitslücken und die Todesfälle und Verletzungen resultierten in mehr als 1.350 Rechtsansprüchen gegenüber dem MGM Grand. Schließlich wurde eine Einigung zur Zahlung von 223 Millionen USD Schadensersatz erzielt.

 

Für die hohe Anzahl an Rechtsstreitigkeiten gab es zu diesem Zeitpunkt nicht genügend Kanzleien. Daraufhin entschlossen sich talentierte Anwälte, sich in Las Vegas niederzulassen, was die Rechtsgemeinschaft in Südnevada erheblich erweiterte.

 

Der heute 65-jährige Anwalt Will Kemp, der die Kläger vertrat, erklärte:

So ziemlich jeder in der Stadt hat an dem Fall gearbeitet. Und wenn man nicht daran gearbeitet hat, war es, weil man es nicht wollte.

Verschärfung der Sicherheitsstandards

Der Brand führte zu einer Verschärfung der Richtlinien im Bundesstaat Nevada, die die Brandschutzstandards in Hochhäusern verbesserten.

 

Kurz nach dem Unglück im MGM Grand berief List eine Brandschutzkommission ein, die eine Reihe von Modernisierungen für Hochhäuser empfahl. Diese wurden vom Gesetzgeber verabschiedet und es wurde eine nationale Reform der Hotelsicherheit umgesetzt.

 

List führte aus:

Das war der Wendepunkt, um Hotels und Hochhäuser in die Moderne zu bringen.

Die staatliche Gesetzgebung fordert, dass in neuen und bestehenden Hochhäusern automatische Sprinkleranlagen, Rauchmelder und Wegweiser in Räumen und Aufzügen angebracht werden müssen. Diese Standards seien laut List landesweit zum Vorbild geworden.

 

Es sei wahrscheinlicher, dass man ertrinke als bei einem Brand zu sterben, sagte Mike Cherry, ein Richter am Obersten Gerichtshof im Ruhestand, über die aktuellen Brandschutzstandards.

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