Dienstag, 28. Juni 2022

Spielerschutz-Beauftragte der Spielbanken treffen sich in Berlin

Blick auf Berlin Die Spielerschutz-Experten trafen sich in Berlin (Quelle: unsplash.com/Florian Wehde)

Nach zwei Jahren Corona-bedingter Pause fand in Berlin erstmals wieder ein Arbeitstreffen der Sozialkonzept- und Spielerschutzbeauftragten deutscher Spielbanken statt. Laut gestern veröffentlichter Pressemeldung habe die praktische Umsetzung der Vorgaben des neuen Glücksspielstaatsvertrages besonders in Fokus der Veranstaltung gestanden.

Spielerschutz-Beauftragte erarbeiten Optimierungsvorschläge

Laut Pressemitteilung seien unter dem Titel Spielerschutzvorgaben des Glücksspielstaatsvertrags im Praxistest 22 Vertreter von 17 Spielbankgesellschaften zum Arbeitstreffen zusammengekommen. In Zentrum der Tagung in Räumlichkeiten der Spielbank Berlin standen dabei der Erfahrungsaustausch in Sachen Spielerschutz und die Erarbeitung praxisorientierter Optimierungsvorschläge.

Zusätzlich zu den 22 Teilnehmenden, so die Pressemeldung, seien auch zwei juristische Beratende anwesend gewesen. Diese hätten die Konferenz mit ihrer Expertise im Hinblick auf rechtliche Herausforderungen unterstützt.

Spielbank Berlin Außenansicht

Das Arbeitstreffen der Spielsucht-Beauftragten fand in Räumlichkeiten der Spielbank Berlin statt (Quelle: (ots) Spielbank Berlin)

Solche ergäben sich auch durch die Fokussierung des neuen Glücksspielstaatsvertrages auf den Spielerschutz. So hätten sich die Fachleute unter anderem mit neuen Maßnahmen wie der Einrichtung einer bundesweiten, zentralen und spielformübergreifenden Spielersperrdatei und Einzahlungslimits beim Online-Glücksspiel beschäftigt.

Die Sozialkonzeptbeauftragte der Spielbank Berlin Judith Schäfer hatte das Arbeitstreffen initiiert. Sie zeigte sich im Anschluss zufrieden mit der Veranstaltung:

Die Rückmeldungen waren durchgehend positiv. Wir sind uns alle einig, dass solche Treffen nach den coronabedingten Einschränkungen der vergangenen beiden Jahre wieder ein regelmäßiger Bestandteil unserer Arbeit werden sollen.

Die gemeinsam erzielten Ergebnisse und weiteren Fragestellungen sollten nun zu einem Arbeitspapier zusammengestellt werden. Dieses könne den Teilnehmenden künftig beispielsweise bei „Gesprächen und Diskussionen mit den jeweiligen Aufsichtsbehörden“ hilfreich sein.

Spielerschutz-Projekt mit der Charité

Dass das Arbeitstreffen der Sozialkonzept- und Spielerschutzbeauftragten der Spielbanken in der Spielbank Berlin stattfand, dürfte nicht von ungefähr kommen. So betreibt der Glücksspielanbieter eigenen Angaben zufolge bereits seit dem Jahr 2000 in Zusammenarbeit mit der Charité Universitätsmedizin Berlin erfolgreich ein Spielerschutz-Projekt.

Dieses empfiehlt auf seiner Online-Präsenz spielerschutz-berlin.de unter anderem:

Sehen Sie das Glücksspiel als eine von vielen möglichen Freizeitbeschäftigungen an. Setzen Sie nur so viel Geld ein, wie Sie es zum Beispiel auch für einen Restaurantbesuch ausgeben würden.

Auf der Webseite bieten die Verantwortlichen den direkten Kontakt zu den Spielerschutz- und Sozialexperten ihres Hauses an. Weiterhin sind Informationen und Anträge zu Spielersperren sowie Kontaktdaten von Beratungsstellen abrufbar.

Details zu den Ergebnissen des jüngsten Arbeitstreffens der Spielsuchtbeauftragten der Spielbanken in Berlin teilten die Verantwortlichen nicht mit. Inwieweit diese Umsetzung in den Prozessen der Glücksspielhäuser finden werden, wird somit nur schwer auszumachen sein.