, 25.05.2020

Der australische Spieleautomatenhersteller Aristocrat Leisure hat sich zu einer Vergleichszahlung in Höhe von 31 Mio. US-Dollar bereiterklärt, um die Rechtsstreitigkeiten um die Big Fish Games beizulegen. Spieler hatten beim Bezirksgericht im US-Bundesstaat Washington Sammelklage eingereicht und den mobilen Big Fish Games illegale Spielpraktiken vorgeworfen.

 

Vergleichszahlung in Höhe von 155 Mio. US-Dollar

 

Im Jahr 2019 wurde beim Bezirksgericht im US-amerikanischen Western Washington Beschwerde gegen das US-Spiele-Unternehmen Big Fish Games eingereicht. Das 2002 gegründete Unternehmen war 2014 zunächst von Churchill Downs Incoporated (CDI) aufgekauft worden. 2017 erwarb es Aristocrat für rund 990 Mio. US-Dollar.

 

Heute Morgen erklärten Aristocrat und Churchill Downs Incorporated, sich auf eine Zahlung von insgesamt 155 Mio. US-Dollar geeinigt zu haben, um die Sammelklage gegen die Big Fish Games beizulegen. Einen Anteil von 31 Mio. US-Dollar wolle Aristocrat zahlen, die restlichen 124 Mio. US-Dollar zahle CDI.

Eine der beiden Hauptklägerinnen gegen Big Fish Games war Manasa Thimmegowda. Diese hatte angegeben, im Jahr 2017 mit dem Spielen der mobilen Games begonnen und innerhalb eines Monats mehr als 3.000 US-Dollar für Spielmarken ausgegeben zu haben. Die zweite Hauptklägerin, Cheryl Krater, hatte angegeben, sie habe mehr als 1.000 US-Dollar beim Spielen der Big Fish Games ausgegeben.

Social Casino Games als Glücksspiel?

 

Die Kläger hatten kritisiert, dass es bei den Social Casino Games zwar keine klassischen Geldgewinne gebe, wohl aber Spielmarken gekauft werden müssten. So gebe es bei den Spielen zunächst kostenlose Spielmarken. Seien diese verbraucht, müssten die Spieler jedoch neue Chips käuflich erwerben.

 

Damit habe es sich bei den Spielen nach den im US-Bundesstaat Washington geltenden Bestimmungen um illegale Glücksspiele gehandelt. Die Kläger hatten argumentiert:

„Durch den Betrieb des Big Fish Casinos und anderer ähnlicher Online-Glücksspiele haben die Beklagten gegen das Gesetz in Washington verstoßen und illegal von zehntausenden Kunden profitiert.“

Die Einigung sei bisher zwischen Aristocrat, dem in Seattle ansässigen Unternehmensarm Big Fish, CDI und den Klägern zustande gekommen. Um wirksam zu sein, müsse sie nun noch durch das Bundesbezirksgericht Western Washington genehmigt werden.