, 10.12.2018

Beim Auftakt zum Bob-Weltcup 2018 in Sigulda siegte die deutsche Bob-Anschieberin Annika Drazek und sorgte gleich darauf bei der Siegerehrung für Aufsehen, als sie der russischen Bobfahrerin Nadeschda Sergejewa den Handschlag verweigerte.

 

Ein klares Statement gegen das Doping beim Wintersport

 

Nadescha Sergejewa war bei den Olympischen Winterspielenspielen 2018 in Pyeongchang positiv auf das verbotene Mittel Trimetazidin getestet worden und wurde neun Monate gesperrt. Allerdings lagen die neun Monate in einer Zeit, in der ohnehin keine nennenswerten Rennen stattgefunden haben. Vor Olympia in Pyeongchang war Segejewa 2016 schon einmal beim Doping erwischt worden. Sie hatte das Herzmittel Meldonium genommen, mit dem auch zwei Jahre später noch, ebenfalls bei Olympia in Pyeongchang, ein russischer Curler überführt wurde.

 

Annika Drazek, die mit der Bobfahrerin Mariama Jamanka zusammen den Weltcupsieg vor dem russischen Team bestehend aus Sergeeva Nadezhda und Belomestnykh Yulia für sich entscheiden konnte, äußerte sich zum Nichtabklatschen bei der Siegerehrung gegenüber der Sportschau wie folgt:

„Der Grund ist eigentlich ganz einfach für mich: Wer dopt ist für mich kein Athlet. Sie hat das zweimal getan, zuletzt bei den Olympischen Spielen und das verdient von mir einfach keinen Respekt. […] Jetzt ist sie wieder hier, lacht mich an und fühlt sich eigentlich wie alle anderen, wo ich mir denke: Nein, zweimal, sorry.“

Für Annika Drazeks Teamkollegin, Bob-Pilotin Mariama Jamanka, ist der Weltcup-Sieg der erste ihrer Karriere. Drazek und Jamanka hatten nach einem Rekord-Start mit den Tücken der Bahn in Sigulda zu kämpfen, konnten jedoch trotz der „brachialen“ Fahrt für einen perfekten Saison-Start sorgen.

Der BMW IBSF Bob + Skeleton Weltcup

Der Bob-Weltcup 2018/2019 wird von der International Bobsleigh & Skeleton Federation (IBSF) (Seite auf Englisch) veranstaltet und hat am 3. Dezember 2018 in Sigulda (Lettland) begonnen. Insgesamt umfasst der Weltcup acht Stationen in sechs verschiedenen Ländern.

Der Bob-Weltcup wird hierbei parallel zum Skeleton-Weltcup ausgetragen. Anders als beim Bob, in dem die Sportler sitzen, rasen die Athleten beim Skeleton auf dem Bauch liegend und mit dem Kopf nach vorn gerichtet bei Geschwindigkeiten von bis zu 145 km/h durch den Eiskanal.

Den Zweierbob-Auftakt der Männer konnte ebenfalls ein deutsches Team für sich entscheiden. Friedrich Francesco und Alexander Schüller haben nicht nur den Sieg davongetragen, sondern mit 4,82 Sekunden auch gleich einen neuen Startrekord und mit 49,86 Sekunden einen neuen Bahnrekord gesetzt. Dabei gilt die Bahn in Sigulda als sehr speziell. Die Bahn ist teilweise auf Stelzen errichtet worden und eng gebaut. Daher ist sie für Doppel-Rennen im kleinen Schlitten, nicht aber für den Viererbob geeignet. Vor dem Start der Saison erklärte Trainer René Spies im Interview mit der Sportschau:

„Es gibt Bahnen mit Kurven mit großen Radien, die sehr offen sind, wo man wenig Druck hat und Kurven mit engen Radien. Diese Bobbahn ist speziell für das Rennrodeln gebaut, da funktioniert das auch gut. Wir haben längere Sportgeräte und wenn dann die Kurven kleiner und die Radien enger werden, ist das für den Zweier zwar kein großes Problem, aber für den Vierer würde es nicht funktionieren.“

Dementsprechend wurden die Rennen in Sigulda mit viel Spannung verfolgt. Doch nicht nur für Sportfans, sondern auch für Wettbegeisterte ist die Wintersaison von großem Interesse. Sie bietet eine interessante Alternative zu den Sommersportarten, die zu dieser Zeit nicht ausgetragen werden.

 

Eishockey

Auf Eishockey kann man bei den meisten Wettanbietern wetten. (Bild: Pixabay)

Wetten im Wintersport

 

Zu den Wintersportarten, auf die man wetten kann, gehören neben dem Bobsport unter anderem Skisportarten wie das Skispringen, der Biathlon und der Skilanglauf sowie das Snowboardfahren, aber auch Eisportarten wie Eishockey oder Eisschnelllauf. Wettanbieter bieten neben Wetten auf Eishockey meistens Wetten auf die bekannteren und publikumsstärkeren Sportarten wie das Skispringen an.

 

Auf welche Sportart man wetten kann, ist aber von Buchmacher zu Buchmacher unterschiedlich. Sportarten wie Bobrennen, Skeleton oder Eiskunstlauf sind eher selten im Wettprogramm zu finden. Zu den Olympischen Winterspielen allerdings nimmt das Wettprogramm an Umfang zu und man kann auch auf diese Randsportarten Wetten abgeben.

 

Buchmacher bieten häufig die Möglichkeit, bei Sportarten wie dem Biathlon Athleten gegeneinander antreten zu lassen, sodass man auf A oder B tippen kann und die Quoten mit denen beim Fußball vergleichbar sind. Zudem kann man beispielsweise auf den Gesamtsieg eines Sportevents tippen oder darauf, dass ein einzelner Athlet unter die besten drei , sechs oder zehn kommt.

 

Wie bei allen Sportwetten, ist ein wichtiger Tipp, sich vor dem Wetten mit dem jeweiligen Wintersportler beziehungsweise der betreffenden Mannschaft und mit dem aktuellen Leistungsniveau der Athleten auseinanderzusetzen.