, 03.04.2020

Die für die Wahrung der Integrität im Wettgeschäft zuständige International Betting Integrity Association (IBIA) [Seite auf Englisch] vermeldet eine wachsende Anzahl von Betrugsfällen bei Wetten. So seien im ersten Quartal des Jahres 2020 61 Vorfälle gemeldet worden.

 

Besonderer Anstieg im März

Allein in der vorletzten Märzwoche, kurz vor der weltweiten Absage vieler Sportereignisse, seien 15 Alarmmeldungen verzeichnet worden.

 

Der IBIA-Vorsitzende Khalid Ali erklärte dazu:

IBIA registrierte eine Steigerung verdächtiger Wettaktivitäten in der Woche vor dem weltweiten Sport-Shutdown, was den Opportunismus der Betrüger offenlegt. IBIA wird damit fortfahren, seine einzigartige globale Überwachungsplattform dazu einzusetzen, um seine Mitglieder und den Sport in diesen schweren Zeiten vor Betrug zu schützen.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, in dem 37 Alarme registriert wurden, vermeldet der Verband eine Steigerung um 35 %. Ähnlich verhält sich der Anstieg im Vergleich zum letzten Quartal des vergangenen Jahres, in dem die IBIA 45 Fällen nachging.

 

Noch stärker erscheint das Wachstum der Verdachtsfälle beim Vergleich der beiden letzten zwölf Monatszeiträume: Von April 2019 bis März 2020 stiegen diese um satte 65 % an.

 

Tennis besonders betroffen

Bei den betroffenen Sportarten liegt Tennis eindeutig in Front. Mit 31 verdächtigen Partien sei nach Informationen der Wettaufseher mehr als die Hälfte der Untersuchungen auf diese Sportart zurückzuführen. Erst dahinter folge der Fußball, aus dem 18 Hinweise gekommen seien.

Der nun bekanntgegebene Anstieg steht im Gegensatz zu einer IBIA-Studie vom Januar, welche die Entwicklung der Jahre 2019 und 2018 verglich. Demnach seien 2019 insgesamt 183 Fälle gemeldet worden, was im Vergleich zu 2018 einem Rückgang um 31 % entspräche (267 Fälle).

Damit vereinigten diese beiden Sportarten 80 % der Verdachtsfälle. Mit fünf und vier Meldungen folgten mit einigem Abstand Basketball sowie Tischtennis, während sich Boxen, Volleyball und Cricket mit je einem Verdacht am Ende der Liste befänden.

 

Schwerpunkt der Betrugsversuche sei eindeutig Europa. Hier wurden 27 Meldungen oder 44 % der Alarme gemeldet, so die IBIA. Dabei sei Russland mit elf Fällen am stärksten betroffen.

 

Während die Vereinigten Staaten lediglich für 5 % der weltweiten Meldungen verantwortlich seien, habe der Verband in Asien 28 % der möglichen Verstöße registriert. Darüber hinaus seien weitere 10 % der Fälle in Lateinamerika festgestellt worden. Damit zeige sich, dass Wettbetrug ein weltweites Problem darstelle.

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