Sonntag, 02. Oktober 2022

Britische Profisportler und Gamstop kooperieren für mehr Spielerschutz

Webseite Professional Players Federation

Die britische Professional Players Federation (PPF) hat am Montag eine Kooperation mit dem Selbstausschluss-Register Gamstop [Seite auf Englisch] bekanntgegeben. Damit wolle der Profisportler-Verband das Risiko minimieren, dass seine Mitglieder ein problematisches Glücksspielverhalten entwickelten und für besseren Spielerschutz sorgen.

Ein Sprecher der PPF, die in Großbritannien über 17.500 Profisportler vertritt, betonte, dass die Steigerung des Bekanntheitsgrades von Gamstop ein wichtiges Ziel der Partnerschaft sei. Auf diese Wiese wolle der Verband erreichen, dass die Athleten mit der Möglichkeit vertraut gemacht würden, sich beim etwaigen Auftritt von Problemen selbst für das Online-Glücksspiel sperren zu lassen.

Der PPF-Vorsitzende Simon Taylor erklärte zum Grund für die Zusammenarbeit:

Profisportler haben ein höheres Risiko, Glücksspielprobleme zu entwickeln als ihre Altersgenossen außerhalb des Sports. Wir freuen uns deshalb darüber, Gamstop zu fördern, um Spieler zu unterstützen, die sich selbst ausschließen möchten.

Um das Ziel zu erreichen, wolle die PPF auf ihren Webseiten und Social-Media-Kanälen umfassend über das Gamstop-Programm informieren und den Sportlern erklären, wie sie den Service in Anspruch nehmen könnten.

Gamstop als Teil der Spielerschutzstrategie

Das Selbstausschluss-Register von Gamstop sei ein wichtiger Bestandteil der Schutzmaßnahmen, die der Sportverband eingeführt habe. Neben der bereits betriebenen Aufklärung sei dies ein wichtiger Schritt, um unkontrolliertem Glücksspiel aktiv vorzubeugen.

Menschen mit einem problematischen Glücksspielverhalten können sich bei Gamstop entweder für sechs Monate, ein oder fünf Jahre für Online-Casinos und Co. sperren lassen. Das System verzeichne eigenen Angaben zufolge in jedem Monat Tausende neuer Registrierungen. Infolgedessen ließen sich dort allmonatlich bis zu 7.000 Personen freiwillig für das Online-Glücksspiel sperren.

Seit März 2020 sind alle britischen Anbieter von Online-Glücksspiel zur Mitarbeit mit Gamstop verpflichtet. Nicht zuletzt deshalb umfasse die eigene Datenbank inzwischen mehr als 150.000 Einträge, so Gamstop. Mit Beginn des Corona-bedingten Lockdowns verzeichnete das System zuletzt jedoch einen leichten Rückgang bei den Neuanfragen.

Ähnlich zufrieden äußerte sich auch die Gamstop-Leitung über die vertiefte Partnerschaft. So betonte die Vorsitzende Fiona Palmer die Bedeutung wirksamer Schutzmaßnahmen für Sportler.

Die Athleten seien aufgrund ihrer Nähe zum Sport oftmals besonders gefährdet, den Verlockungen des Glücksspiels nicht widerstehen zu können. Gamstop könne sie jedoch effektiv dabei unterstützen.