, 29.04.2020

Die European Gaming and Betting Association (EGBA) hat einen gesamteuropäischen Verhaltenskodex für die Gestaltung von Werbung veröffentlicht. Am Dienstag stellte der Verband der europäischen Glücksspiel-Anbieter die neuen Richtlinien, bei denen der Jugendschutz eine Hauptrolle spielt, in Brüssel vor.

 

Neue Standards für mehr Jugendschutz

Mit dem Kodex wolle die EGBA in Europa neue Standards für eine verantwortungsvollere Werbung in sämtlichen Medienformaten setzen, heißt es in dem vom Verband veröffentlichten Statement.

 

Dabei orientiere sich der Kodex an den Anforderungen der EU Audio Visual Media Services Directive, in der Richtlinien für die Werbegestaltung unter Berücksichtigung des Jugendschutzes in der EU festgehalten sind. Dem Kodex komme eine tragende Bedeutung zu, so die EGBA.

 

Maarten Haijer, Generalsekretär der EGBA, erklärte:

Wir sind sehr zufrieden, den EGBA-Verhaltenskodex für verantwortungsvolle Glücksspiel-Werbung, der beim Jugendschutz und sozial verantwortlichen Werbeinhalten hohe Standards setzt, zu präsentieren.

Zu den Maßnahmen des Katalogs zählen Regeln für die inhaltliche Gestaltung der Werbung, wobei insbesondere darauf geachtet werden müsse, Minderjährige nicht gezielt anzusprechen. Weiterhin dürfe die Werbung nicht in Sendeformaten, die für Kinder gemacht seien, geschaltet werden.

 

Einschränkung bei Social Media und Sponsoring

Einen weiteren Schwerpunkt legt die EGBA auf den Social Media-Bereich. Hier müssten die Mitglieder durch geeignete technische Vorrichtungen sicherstellen, dass Jugendliche keinen Zutritt zu den Angeboten ihrer Glücksspiel-Marken erhielten.

Die EGBA ist eine Interessenorganisation der europäischen Glücksspiel- und Wettanbieter. In dem 2007 gegründeten Verband haben sich Unternehmen wie Bet365, GVC Holdings, Kindred und William Hill zusammengeschlossen. Die EGBA arbeitet mit nationalen Regierungen und Glücksspiel-Behörden zusammen, um im EU-Raum einheitliche regulatorische Bedingungen für das Online-Glücksspiel zu schaffen.

Darüber hinaus legen die Verfasser fest, dass die Online-Glücksspiel-Anbieter keine Aktivitäten sponsern dürfen, die sich vorrangig an Minderjährige richten.

 

Zudem müssten Jugendliche und andere gefährdete Personen durch Informations-Kampagnen über das verantwortungsvolle Spiel über die mit dem Glücksspiel verbundenen Risiken aufgeklärt werden.

 

Der EGBA-Vorsitzende betonte, dass es sich bei dem Kodex um die erste gesamteuropäische Lösung zur Regelung einer verantwortungsbewussten Werbung handele.

 

Gleichzeitig rief Haijer auch Anbieter, die nicht Mitglieder der EGBA seien, dazu auf, den Kodex zu unterschreiben, um ein faires Glücksspiel in Europa zu gewährleisten.

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