, 15.04.2020

Die französische Aufsicht für Online-Glücksspiel (ARJEL) hat Ratschläge für verantwortungsvolles Glücksspiel formuliert. Diese wurden gestern auf der Internet-Präsenz der Behörde veröffentlicht.

 

Die Behörde reagiert damit auf einen massiven Anstieg neuer Online-Pokerspieler, nachdem Sportveranstaltungen aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt und landbasiertes Glücksspiel und Sportwetten ausgesetzt worden waren.

 

Mit der Initiative schließt sich die Behörde anderen europäischen Glücksspielaufsichten an, die bereits ähnliche Leitfäden veröffentlicht haben.

 

Spieler können sich selbst schützen

 

In ihrer Mitteilung nennt die Behörde eine Reihe von Maßnahmen, die Spieler zu ihrem eigenen Schutz ergreifen können, und weist auf Hilfsangebote hin.

ARJEL greift die Initiativen der Betreiber im Bereich des verantwortungsvollen Spiels auf und achtet weiterhin besonders auf die Risiken übermäßigen Glücksspiels. Sie rät Spielern, die Kontrolle über ihr Glücksspiel zu behalten, damit dieses eine Freizeitbeschäftigung bleibt.

Als mögliche Maßnahmen nennt die Aufsicht das Festlegen von Einsatzgrenzen und Zeitlimits sowie die Nutzung von Selbstblockierungsangeboten.

 

Daneben rät sie Spielern, regelmäßige Spielpausen einzulegen und alternative Freizeitangebote zu nutzen. Spieler sollten ihre Expertise nicht überschätzen, mit dem Spielen aufhören, sobald „es keinen Spaß mehr macht“, und Verluste akzeptieren, statt diese wieder ausgleichen zu wollen.

Folgende Hilfsangebote für Problemspieler nennt die Behörde in ihrer Mitteilung:

 

  • EVALUJEU [Seite auf Französisch]: Eine Webseite, auf der sich Spieler auf problematisches Spielverhalten testen sowie Ratschläge und Hilfsangebote einsehen können.
  • Joueurs Info Service: Ein Hilfsangebot, das per Telefon und Chat erreichbar ist.
  • SOS joueurs: Ein gemeinnütziger Verein, der Spieler und deren Familien unterstützt.

Warnung vor illegalen Angeboten

 

ARJEL habe sich mit der Bitte um erhöhte Wachsamkeit gegenüber problematischem Spielverhalten bereits an Glücksspiel-Anbieter gewandt. Diese sollen verantwortungsvoll mit Bonusangeboten umgehen und Problemspielern verstärkt Hilfsangebote aufzeigen.

 

Allerdings würden die Angebote illegaler Anbieter, die weiterhin Wetten und Casino-Spiele veranstalten, für viele aufgrund von Langeweile in der Ausgangssperre zunehmend attraktiv, so die Behörde.

 

ARJEL erinnert daran, dass alle Webseiten, die Casino- und Automaten-Spiele anbieten, in Frankreich illegal sind.

 

Bei der Nutzung solcher Seiten sei die Gefahr groß, Gewinne nicht ausgezahlt zu bekommen. Zudem sei das Risiko von Spielsucht aufgrund von fehlendem Spielerschutz auf diesen Seiten erheblich.