, 12.10.2020

Die Gauselmann Gruppe hat für sein Tochterunternehmen Cashpoint Malta Ltd vom Regierungspräsidium Darmstadt am 9. Oktober eine der ersten staatlichen Konzessionen zur Veranstaltung von Sportwetten im gesamten Bundesgebiet erhalten.

 

Die Lizenz gelte sowohl für landbasierte Wettbüros als auch für den Online-Betrieb, teilte das Glücksspiel-Unternehmen am Samstag in einer Presseerklärung mit. Darüber hinaus hat auch der Sportwetten-Anbieter Tipwin Ltd. am selben Tag eine Sportwetten-Lizenz erhalten.

 

Der Verantwortliche für das Sportwetten-Segment der Gauselmann Gruppe, Markus Ettlin, kommentierte:

Wir freuen uns sehr, zu den Ersten zu gehören, die mit einer staatlichen Konzession den sportbegeisterten Kunden unser Wettprogramm anbieten können. Nach vielen Jahren eines rechtlichen Schwebezustandes gelten nun auf dem deutschen Sportwettmarkt für alle verbindliche Regeln.

Sportwetten-Lizenzen in Deutschland: Das Ende der rechtlichen Grauzone

Die Vergabe der Konzessionen durch deutsche Behörden stärke den Schutz der Spieler, denn es sei seitens der Politik, der Behörden und der Gesellschaft nun möglich, legitime von illegitimen Angeboten zu unterscheiden, ergänzte Ettlin.

 

Paul Gauselmann, der CEO und Gründer der Gauselmann Gruppe, habe sich ebenfalls über die Erteilung der Konzession gefreut, denn bereits 2014 habe das Unternehmen alle Voraussetzungen zur Konzessionsvergabe erfüllt und sei als Nummer Eins aus dem Prüfverfahren hervorgegangen.

 

Auch der CEO von Tipwin Ltd., Ivica Batinic, und Dr. Damir Böhm, Leiter der Rechtsabteilung des Unternehmens, seien erleichtert darüber, dass die Zeiten der rechtlichen Unsicherheit mit der Vergabe der Konzessionen an private Anbieter vorbei seien.

 

So heißt es in einem Statement des Sportwetten-Anbieters:

[…] Es ist der erste Schritt zu einer realen und verantwortungsbewussten Regulierung der Sportwette in Deutschland. Wir hoffen, dass damit ein Weg auch zum neuen GlüStV 2021, weiteren rechtlichen Verbesserungen und auch zu einem effektiven Vollzug gegenüber nicht regulierungswilligen Anbietern beschritten ist.

Erste Schritte in einen regulierten deutschen Glücksspielmarkt

Lange herrschte Unsicherheit im Hinblick auf die Vergabe der Sportwetten-Lizenzen. Seit dem 1. Januar 2020 besteht in Deutschland eine Konzessionspflicht für Sportwetten-Anbieter.

 

Laut dem Glücksspielneuregulierungsstaatsvertrag (GlüNeuRegStV) darf das Bundesland Hessen seit Jahresbeginn Lizenzen an Sportwetten-Unternehmen vergeben.

 

Allerdings stoppte das Verwaltungsgericht Darmstadt am 1. April die Lizenzierungsverfahren. Grund dafür war die Beschwerde eines österreichischen Wettanbieters. Trotz des gerichtlichen Beschlusses arbeitete das Regierungspräsidium Darmstadt weiter an den Konzessionierungs-Verfahren.

 

In einer Notiz vom 6. Juli 2020 kündigte das Hessische Ministerium des Innern und für Sport erneut die offizielle Vergabe von Sportwetten-Konzessionen an. Das Regierungspräsidium Darmstadt sei zudem zuständig für die Überwachung dieser Lizenzen, heißt es in der Erklärung. Die Weichen für einen regulierten deutschen Sportwetten-Markt dürften nun gestellt sein.

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