, 06.01.2020

Sportwetten erfreuen sich auch in Ghana großer Beliebtheit. Jetzt geht der nationale Fußballverband Ghana Football Association (GFA) [Seite auf Englisch] gegen Wettbüros vor, die ohne eine GFA-Lizenz Wetten auf Fußballspiele anbieten.

 

Die Ursache für verstärkte Anstrengungen gegen die Wettbüros sei, dass trotz eines Verbots von Buchmachern ohne gültige Lizenz noch immer viele von ihnen in dem afrikanischen Land Wetten auf Fußballmatches anböten, so ein Sprecher des GFA.

 

Das Verbot wird vielfach ignoriert

Erst vor wenigen Wochen hatte Kurt Okraku, Präsident der Ghana Premier League (GPL), deshalb sämtlichen nicht autorisierten Buchmachern ausdrücklich untersagt, Wetten für Spiele der Liga anzubieten. Nun droht der Verband den illegalen Wettbüros mit juristischen Konsequenzen.

 

In einem Statement der GFA kündigen die Anwälte des Verbands an:

Wir warnen alle Wettanbieter nachdrücklich davor, ohne Genehmigung der GFA Wetten für Spiele der Ghana Premier League anzubieten. Ein Verstoß dagegen wird ohne eine weitere Warnung zu juristischen Schritten führen.

Gleichzeitig rief der Verband die staatliche Glücksspielaufsicht auf, ebenfalls gegen die aus Sicht der GFA illegalen Anbieter vorzugehen.

 

Smartphones eine mögliche Ursache für Sportwetten-Boom

Experten sehen einen Grund für die Popularität von Wettangeboten in der gestiegenen Verbreitung von Smartphones. Die internetfähigen Mobilgeräte werden insbesondere von jüngeren Menschen intensiv genutzt.

Auch in Ghana gibt es im Sportwetten-Geschäft Probleme mit Korruption und Spielmanipulation. So wurde der Ex-GFA-Verbandschef Kwesi Nyantakyi 2018 mit einer lebenslangen Sperre belegt. Ihm waren Verstöße gegen die Anti-Korruptions- und -Bestechungsrichtlinien nachgewiesen worden.

 

Um die Gefahr der Manipulation zu minimieren, erließ der Verband eine Reihe von Maßnahmen. So benötigen sämtliche Unternehmen, die Fußballwetten anbieten möchten, eine gesonderte Lizenz der GFA. Darüber hinaus verbot der Verband allen am Fußball Beteiligten das Wetten auf Sportereignisse.

Die Buchmacher haben auf die Smartphones reagiert und bieten ihre Wetten auf mobiloptimierten Webseiten an. Das hat zur Folge, dass Studien zufolge bereits über 70 % aller Smartphone-Nutzer schon einmal mobil eine Wette abgegeben haben.

 

Die hohe Nachfrage lockt deshalb auch unlizenzierte Anbieter an, die von dem Boom profitieren möchten. Es wird sich zeigen, ob die Maßnahmen von Ghanas Fußballverband ausreichen, um die illegalen Wettbüros vom Markt zu vertreiben.

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