, 22.07.2021

Trotz zuletzt steigender Inzidenzwerte gelten im Saarland ab Freitag weitere Erleichterungen der Corona-Bestimmungen. Von den Lockerungen profitieren auch Spielhallen, da dort die Maskenpflicht am Automaten oder Spieltisch wegfällt. Wie das Gesundheitsministerium des Landes Mitte der Woche bekanntgab, sollen die Regelungen bis vorerst 5. August gelten.

 

Bei den Betreibern von saarländischen Spielhallen dürfte diese Entscheidung auf große Erleichterung gestoßen sein. Doch nicht nur dort, denn die Lockerung gilt ebenfalls für die Spielbanken des Landes.

 

Allerdings ist für Spieler die Vorlage eines negativen Corona-Tests, bzw. eines Impf- oder Genesenennachweises weiterhin erforderlich, um die Glücksspielbetriebe betreten zu dürfen. Zudem bat Saarlands Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU) die Bevölkerung,

… auch trotz der weitergehenden Lockerungen und der Ferienzeit um Vorsicht und um die Einhaltung der bestehenden Regeln.

Wie die meisten anderen Bundesländer hat deshalb auch das Saarland ein umfassendes Sicherheits- und Hygienekonzept für Spielhallen und Co. festgelegt. Dabei wird deutlich, dass Deutschland in Bezug auf die unterschiedlichen Vorschriften einem Flickenteppich gleicht.

 

Deutscher Vorschriften-Dschungel

Während beispielsweise in Hamburg eine Testpflicht für alle Besucher von Glücksspieleinrichtungen gilt, wurde diese Vorschrift in Hessen erst vor wenigen Tagen aufgehoben. Des Weiteren gilt in der Hansestadt die Pflicht zum Tragen einer Maske in der gesamten Spielhalle, während diese im nördlich angrenzenden Schleswig-Holstein abgenommen werden darf, wenn die Spieler an Automaten sitzen.

In England gehen die Erleichterungen noch über die nun im Saarland gültigen Lockerungen hinaus. Seit die Regierung am vergangenen Montag den Freedom Day ausrief, dürfen Spielhallen, Wettbüros und Casinos Besucher in unbegrenzter Zahl einlassen. Neben der bis dahin obligatorischen Maskenpflicht entfallen auch die Abstandsregeln. Allerdings sind die englischen Spielhallen- und Wettbüro-Betreiber dazu angehalten, weiterhin umfangreiche Hygienemaßnahmen durchzuführen und Möglichkeiten zur Kontaktnachverfolgung anzubieten.

Die von Land zu Land und Region zu Region unterschiedlichen Bestimmungen dürften hierzulande noch für eine ganze Weile Gültigkeit haben. Bisher gibt es keine Anzeichen dafür, dass die Corona-Bestimmungen für das terrestrische Glücksspiel in Deutschland vereinheitlicht werden.

 

Hinzu kommt, dass es in den meisten Bundesländern schnell wieder zu einer Schließung der Spielhallen kommen könnte. Viele der Verordnungen enthalten einen solchen Schritt, sobald die 7-Tage-Inzidenz auf über 50 steigt.