, 10.02.2020

In Australien mehren sich Bestrebungen, Kindern den Zugriff auf Videospiele, die glücksspielähnliche Funktionen enthalten, zu verwehren. Eine Spielerschutz Organisation hat die Regierung nun dazu aufgerufen, das Mindestalter dieser Games heraufzusetzen.

 

Diese Forderung stellte das australische Centre for Responsible Technology [Seite auf Englisch] (CRT), das sich auf die Überwachung ethischer und sozialer Standards im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung spezialisiert hat. Ihr zufolge müsse die Alterseinstufung von Videospielen mit Glücksspielelementen angepasst werden.

 

Glücksspielelemente für Kinder unzugänglich machen

Ansonsten seien Minderjährige den negativen Einflüssen des Glücksspiels weiterhin ausgesetzt, wenn die jungen Spieler beispielsweise in den Games zum Kauf der umstrittenen Lootboxen aufgefordert würden.

 

Zur Erklärung gab Peter Lewis, Vorsitzender der Organisation, in einem Statement an:

Wir beschützen Kinder vor dem Glücksspiel in der realen Welt, aber online haben sie Zugang zu einem weltweiten Casino, wo mit ihnen gespielt wird. Das suchtfördernde Spieldesign ist weit verbreitet in beliebten Online Games wie Overwatch und Call of Duty, die zu In-Game Käufen mit echtem Geld motivieren.

Forderung an die Behörde

Das CRT leitete sein Anliegen an das australische Kommunikationsministerium weiter. Darin werfen die Initiatoren den Herstellern der Videogames vor, dass die Spiele absichtlich mit suchtfördernden Elementen ausgestattet seien, um die erwünschten Käufe zu generieren.

 

Eine solche Taktik sei gerade bei Kindern und Jugendlichen zu verurteilen, weshalb die Spiele für diese Zielgruppe unzugänglich gemacht werden müssten. Aus diesem Grund fordert das CRT die Behörde auf, alle Videogames hinsichtlich der Existenz von Lootboxen und Co. zu untersuchen, um diese dann entsprechend einzustufen.

Angesicht der Schwemme von In-Game-Käufen reiche eine Prüfung auf gewaltverherrlichende oder sexistische Inhalte nicht mehr aus, so die Argumentation des CRT. Darüber hinaus sieht Peter Lewis in der Petition die Chance, dass die Behörden ihre Standards zum Schutz von Minderjährigen verbessern könnten.

Zudem sieht Peter Lewis in den integrierten Kaufoptionen nicht nur die Gefahr des Kontakts von Kindern mit dem Glücksspiel. Das Design der Games sei so angelegt, dass die jungen Gamer geradezu süchtig nach den Spielen gemacht würden. Um dies zu verhindern, sei die Einführung eines Mindestalters von 18 Jahren für diese Spiele nötig, so Peter Lewis.

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