, 14.12.2017

Webseite von Stake 7

Stake 7 arbeitet aktuell an der Migration aller Kundendaten auf die neue EveryMatrix Plattform. (Bild: tagesschau.de)

Das Online Casino Stake 7 ist seit dieser Woche nicht mehr unter seiner deutschen Internetadresse erreichbar. Alle deutschsprachigen Inhalte des Anbieters wurden gelöscht und Spieler aus Deutschland werden stattdessen auf die englischsprachige Domain (.com) umgeleitet. Dieser Zustand soll jedoch nur von kurzer Dauer sein, wie die Betreiber ankündigten. Schon ab dem 18. Dezember sollen Spieler sich wieder wie gewohnt bei Stake 7 einloggen können. Einziger Unterschied ist der Providerwechsel von Gauselmann zu EveryMatrix.

 

Grund für die temporäre Schließung ist die Vertragsauflösung durch die Gauselmann-Tochter Alliance Gaming, die dem Casino seine Merkur Spielautomaten als Lizenzgeber zur Verfügung gestellt hatte. Stake 7 kündigte mit dem Entfernen aller deutschsprachigen Inhalte jedoch bereits an, dass dies nur eine Übergangslösung sei und der Wechsel zu einem neuen Provider anstünde. Zu diesem Zweck haben sich die Betreiber den Softwarehersteller EveryMatrix ins Boot geholt. Geplant ist eine Rückkehr auf den deutschen Markt mit einer neuen Software und Spieleauswahl.

 

Merkur Spiele dürfen in Deutschland nicht angeboten werden

Webseite von Stake 7

Das Angebot von Stake 7 (Bild: stake7.com)

Mit dem Aus für alle deutschsprachigen Inhalte bewahrheiten sich die Befürchtungen vieler Online Spieler, nachdem die Gauselmann-Gruppe angekündigt hatte, die Lizenznehmer ihrer Merkur Spielautomaten anzuweisen, die Spiele nicht weiter deutschen Spielern anzubieten. Auslöser für die Debatte um Gauselmann in Deutschland waren die Paradise Papers, die das Thema unerlaubten Online Glücksspiels aufs Tapet gebracht hatten.

 

Im Nachgang an die Enthüllungen der Paradise Papers, betonte Gauselmann in aller Deutlichkeit, zu keinem Zeitpunkt gegen das Gesetz gehandelt zu haben. Als Softwarehersteller „verleiht“ Gauselmann gegen Gebühr seine Merkur Online Spielautomaten an Online Casinos. Die Alliance Gaming Ltd ist auf der Isle of Man niedergelassen und operiert dort rechtssicher mit einer eigenen Lizenz. Gegenüber seinen Partnern hatte das Unternehmen immer wieder deutlich gemacht, dass Merkur Titel nicht bei deutschen Spielern beworben und angeboten werden dürfen. Grund dafür ist die Tatsache, dass Deutschland, mit Ausnahme Schleswig-Holsteins, keine eigenen Lizenzen für Online Glücksspiel vergibt.

 

Stake 7 hat bereits eine Lösung gefunden

In den vergangenen Wochen wurde viel über das ungewisse Schicksal der Merkur Online Casinos gemutmaßt. Unter anderem soll durchgesickert sein, dass Gauselmann seinen Partnercasinos sehr kurze Fristen zur Umstellung des Angebots gesetzt haben soll. Bisher ist jedoch nur Stake 7 betroffen. Andere auf Merkur Slots spezialisierte Online Casinos sind nach wie vor erreichbar. In einem Statement äußerten sich die Betreiber von Stake 7 zur Schließung:

„Mit großer Trauer müssen wir Ihnen mitteilen, dass die deutschsprachigen Seiten auf Stake7 heute gelöscht wurden. Deutsche Spieler werden ebenfalls IP-blockiert sein. Dies liegt völlig außerhalb unserer Kontrolle und wurde von der Alliance Gaming Limited durchgeführt, die unseren Vertrag gekündigt haben und keine Spiele mehr für Spieler mit Sitz in Deutschland anbieten. Wir arbeiten an einer Lösung und werden uns in Kürze mit einem Update in Verbindung setzen. Vielen Dank für Ihre Geduld. Wir hoffen, dass dies schnell gelöst werden kann. -Stake7-Team“

Neben den Merkur Spielautomaten sind auch die Titel der Berliner Entwickler Bally Wulff und vom Gamingriesen Novomatic aus Österreich besonders stark auf dem deutschen Markt vertreten und richten sich primär an deutsche Spieler.

 

Migration in vollem Gange: Ab dem 18. Dezember wieder alles beim Alten

Nach dem Vertragsende mit Alliance Gaming hat Stake 7 sich bereits einen neuen Provider gesucht. Dabei handelt es sich um EveryMatrix, einen Softwarehersteller für iGaming-Produkte. Dadurch ändert sich auch die Lizenzierung der Spiele von der Isle of Man zu Curacao. Schon in den nächsten Tagen soll das Comeback in Deutschland stattfinden, denn Stake 7 plant mit Hilfe der Softwarelösungen von EveryMatrix seine Webseite umzubauen und anstelle der Merkur Titel nun andere Spiele in Deutschland anzubieten. In einer E-Mail an seine Kunden erklärt Stake 7 das weitere Vorgehen für Besitzer eines Spielerkontos auf der Webseite:

„Sie müssen nichts tun, außer die neuen allgemeinen Geschäftsbedingungen von Stake7.com lesen und ihnen zustimmen oder sie ablehnen. Nach der Migration können Sie sich mit Ihren bestehenden Nutzerdaten anmelden, und Ihr Kontostand wird übertragen.“

Der Zeitplan wird wie folgt angegeben:

„Wir rechnen damit die Umstellung mit allen Kundendaten, Spielerkonten und deren Guthaben auf unseren neuen Spieleanbieter bis zum 18.12.2017 abgeschlossen zu haben. Ab dann können Sie die Website Stake7.com auch wieder wie gewohnt aufrufen.“

Somit ist für die Sicherheit und den Erhalt aller Spielerkonten gesorgt und Kunden aus Deutschland können schon bald wieder unter ihrem alten Konto und ihren bekannten Anmeldedaten auf Stake 7 zugreifen.