, 21.02.2020

Die niederländische Glücksspielaufsicht, die Kansspelautoriteit (KSA), hat sich am Donnerstag zum zukünftigen Zentralregister für gesperrte Glücksspieler geäußert, welches für das im Februar 2019 verabschiedete neue Glücksspielgesetz (Wet Kansspelen op afstand) vorgesehen ist.

Noch vor der geplanten Eröffnung des Online-Glücksspielmarktes am 1. Januar 2021 sollen sich der Spielbanken-Monopolist Holland Casino sowie die Betreiber von Spielhallen mit dem Register befassen.

 

Im März finden daher vier von der Glücksspielbehörde organisierte Informationsveranstaltungen statt, bei denen die Lizenznehmer über ihre diesbezüglichen Pflichten informiert werden sollen.

Das Zentralregister gesperrter Glücksspieler (Centraal Register Uitsluiting Kansspelen, kurz: „Cruks“) wird das erste offizielle Datenverzeichnis von Spielern, die auf eigenen Wunsch oder auf Entscheid eines Glücksspielanbieters vom Spielen ausgeschlossen sind. Bislang konnten Spieler lediglich direkt bei Holland Casino um einen Selbstausschluss bitten. Dies hinderte Spieler jedoch nicht daran, auf bisher illegalen Online-Casino-Webseiten zu spielen.

„Cruks“ wird Pflicht für alle

Die KSA erklärt [Seite auf Niederländisch], dass sich ab Januar 2021 alle in den Niederlanden lizenzierten Casinos und Buchmacher, sowohl im landbasierten als auch im Online-Sektor, mit dem „Cruks“ vernetzen müssen.

 

Im Fall von Holland Casino und landbasierten Spielhallen müssten die Daten jedes Spielers vor Einlass mit dem Zentralregister abgeglichen werden. Befinde sich ein gesperrter Gast auf der Liste, müsse ihm der Eintritt verwehrt werden.

 

Die technischen Details und die Rolle der KSA in Bezug auf das Register sollen im Rahmen der Informationsveranstaltungen im März erläutert werden.

 

René Jansen, der Vorsitzende der Kansspelautoriteit, betont, wie wichtig derartige Maßnahmen für den Spielerschutz seien:

Verantwortungsvolles Glücksspiel darf nicht nur ein PR-Slogan für Anbieter sein. Es muss Teil der Unternehmens-DNA aller Glücksspiel- und Sportwettenanbieter werden, sowohl online als auch landbasiert. Meiner Meinung nach ist das der wahre Geist und die Schlüsselbotschaft unseres neuen niederländischen Glücksspielgesetzes.

Landbasierte Anbieter zuerst in der Pflicht

Alle landbasierten Lizenznehmer seien daher dazu angehalten, sich für eines der vier Events zu registrieren. Die Inhaber von Online-Glücksspielunternehmen seien nicht eingeladen.

 

Der landbasierte Glücksspielsektor soll somit als erstes in die Pflicht genommen werden. In diesem Jahr könnten die Casinos den Umgang mit dem neuen Zentralregister testen. Ab Januar sei der Einsatz dann verpflichtend.

 

Die KSA wolle im weiteren Jahresverlauf aber auch die künftigen Online-Casino-Lizenznehmer auf das neue Zentralregister hinweisen. Auch diese seien verpflichtet, sich ab dem Stichtag des 1. Januar 2021 mit dem „Cruks“ zu vernetzen.

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