, 10.03.2020

Die nigerianischen Behörden Nigerian National Lottery Regulatory Commission (NLRC) und Corporate Affairs Commission (CAC) arbeiten im Ringen um einen kontrollierten und transparenten Glücksspielmarkt künftig enger zusammen. Dies gaben beide Organisationen nun bekannt. Die Entscheidung folgt auf ein im Januar verhängtes Verbot nicht lizensierter ausländischer Lotterieanbieter.

 

Gemeinsame Datenbank soll Zusammenarbeit erleichtern

 

Die verstärkte Zusammenarbeit zwischen der NLRC (Seite auf Englisch) und der Wirtschaftsbehörde CAC sei bereits lange überfällig gewesen, erklärte der NLRC- Vorsitzende Lanre Gbajabiamila.

 

Seine Behörde, die für die Regulierung nigerianischer Lotterien, Sportwetten und anderweitigen Glücksspiels verantwortlich ist, bedürfe der Unterstützung, da sich der Markt auch aufgrund neuer Vertriebswege über das Internet ständig weiterentwickle.

Der nigerianische Gesetzgeber unterscheidet in erster Linie zwischen legalen und illegalen Glücksspielformen. Erlaubt sind Lotterien, Sportwetten und landbasierte Casinos. Roulette, Würfelspiele und auf dem Glück beruhende Kartenspiele gelten als illegal. Seit einiger Zeit bemüht sich die zuständige Glücksspielaufsicht NLRC mit der Vergabe von Lizenzen um eine Regulierung des Marktes.

Im Fokus der Kooperation mit der CAC stehe die gemeinsame Prüfung von Bewerbern auf nigerianische Lotterielizenzen. Zudem sollten mögliche Schlupflöcher im System geschlossen werden.

 

Konkret sei geplant, eine gemeinsame Datenbank aufzusetzen, aus der die NLRC im Zuge des Lizensierungsprozesses CAC-Informationen zu Konzessionsanwärtern abrufen könne. Dies erleichtere unter anderem zu erkennen, ob die betreffenden Firmen überhaupt als potenzielle Lotterieanbieter in Nigeria in Frage kämen.

 

Lotterien in Nigeria „beliebig und inkonsistent“

 

In der Vergangenheit, so führte CAC-CEO Abubakar Garba aus, sei es vermehrt zu Komplikationen aufgrund von Unklarheiten bei der Zuständigkeit gekommen.

Wir hatten in der Vergangenheit Probleme mit der Registrierung von Lotterieunternehmen. Dies hat uns veranlasst, die frühere Anforderung zu überdenken, dass die Genehmigung vor einer solchen Registrierung grundsätzlich vom NLRC eingeholt werden muss.

Hintergrund für die Neuerungen sind Anstrengungen, ein im Januar beschlossenes Verbot ausländischer nicht genehmigter Lotterien umzusetzen. Mit diesem hatte die NLRC auf eine wachsende Anzahl von Vorfällen reagiert, bei denen Lotteriegewinne nicht ausgezahlt worden waren. Ermittlungen hatten einen massiven Mangel an Transparenz bei den untersuchten Angeboten ergeben:

 

Die Ziehungen, so die Erkenntnisse der NLRC, seien beliebig und inkonsistent. Dies kompromittiere die Lotterien und ermögliche großflächigen Betrug. Neben dem Aus für unlizenzierte ausländischer Lotteriebetreiber hat die Glücksspielbehörde entschieden, dass Gewinnziehungen künftig öffentlich stattfinden müssten.

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