, 19.08.2021

In der Schweiz nimmt die Anzahl der Online-Anbieter für Spielbankenspiele weiter zu. Wie die Schweizer Glücksspielbehörde Eidgenössische Spielbankenkommission (ESBK) am Mittwoch mitteilte, haben die Casinos in Basel und Montreux die Genehmigung zum Betrieb des Online-Glücksspiels erhalten.

 

Den Weg freigemacht für die neuen Online-Casino-Lizenzen habe die Regierung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, der Bundesrat. So heißt es in einem Statement der Behörde:

Der Bundesrat hat das Gesuch um Konzessionserweiterung der Spielbanken Basel und Montreux gestützt auf den Antrag der Eidgenössischen Spielbankenkommission (ESBK) gutgeheißen.

Bevor die beiden Konzessionserweiterungen allerdings von der ESBK erteilt werden, muss diese die Online-Casinos der Anbieter prüfen. Erst wenn es in diesem Bereich keine Beanstandungen gibt, erteilt die Behörde ihre Bewilligung.

 

Über die Hälfte der Spielbanken mit Online-Ambitionen

Mit den beiden neuen Lizenzinhabern haben nun elf und damit gut die Hälfte der 21 Casinos in der Schweiz die Voraussetzungen für das Online-Glücksspiel erfüllt. Somit steht noch weiteren zehn Anbietern der Weg frei, sich um eine Konzessionserweiterung für das Online-Spiel zu bewerben.

In der Schweiz trat am 1. Januar 2019 das neue Geldspielgesetz in Kraft, in dem auch das Online-Glücksspiel geregelt wurde. Das Gesetz setzt dafür voraus, dass die Anbieter ihren Hauptsitz in der Schweiz haben. Zudem ermöglichte es Schweizer Spielbanken erstmals, sich um eine Zusatzkonzession für ein Online-Casino zu bewerben. Bisher haben neun Schweizer Anbieter davon Gebrauch gemacht. Dies sind die Spielbanken in Baden, Bern, Davos, Interlaken, Luzern, Meyrin, Lugano, Neuchâtel und Pfäffikon. Letzter Neuzugang war die Spielbank in Neuchâtel, die Ende Juli mit ihrem Online-Angebot Hurrahcasino.ch live ging.

Bisher wurde jedoch noch nicht bekannt, ob und wann einer der zögernden Betreiber den Schritt plant. Doch die guten Geschäftszahlen, die von den bereits im Online-Geschäft aktiven Unternehmen gemeldet wurden, könnten diese vielleicht überzeugen.

 

Den Daten der ESBK zufolge konnten die Online-Casinos gerade während der Corona-bedingten Schließungen der terrestrischen Spielbanken dazu beitragen, die Verluste zumindest teilweise auszugleichen. Demnach generierte das Online-Geschäft im vergangenen Jahr immerhin Umsätze in Höhe von 187 Mio. CHF. Diese Zahl dürfte für die derzeit noch abwartenden Anbieter sicherlich ein Ansporn sein.

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