, 19.01.2021

Der britische Glücksspielverband Betting and Gaming Council (BGC) hat Anfang der Woche eine Online-Kampagne für mehr Spielerschutz gestartet. Darin weist die Interessenvereinigung der Glücksspielunternehmen auf die hohen Sicherungsmaßnahmen für Spieler hin, die regulierte Anbieter in der Vergangenheit eingeführt hätten.

 

Der Verband stellte am Montag das animierte Video auf seiner Webseite und Social-Media-Kanälen live. Unter dem Motto “A safer Bet“ werden in dem knapp vier Minuten langen Clip Details zum Spielerschutz aufgeführt, die von den BGC-Mitgliedern in der Vergangenheit umgesetzt worden seien.

Ausgangspunkt des Videos sind die derzeitigen Beratungen der Regierung über die Neuformulierung des Glücksspielgesetzes. In diesem Zusammenhang haben die Politiker unter anderem die Bevölkerung dazu aufgerufen, ihre Ansicht zum Thema Glücksspiel mitzuteilen. In dem Video werden die Zuschauer deshalb aufgefordert, an die Regierung zu schreiben. So sollen sie nach Willen des BGC die lizenzierten Anbieter unterstützen, um auch in Zukunft für ein “sicheres Spiel” zu sorgen.

Zu den Spielerschutz-Maßnahmen zählten die Einführung von Einzahlungslimits, Alterschecks sowie die Möglichkeit zur freiwilligen Sperrung von Spielerkonten. Diese Schritte hätten dazu beigetragen, dass der Anteil der Spielsüchtigen in Großbritannien seit 20 Jahren stabil bei 0,5 % der Bevölkerung liege.

 

Des Weiteren wird in dem Clip die Bedeutung der Branche für die britische Wirtschaft hervorgehoben. Mit ihren über 100.000 Beschäftigten erwirtschafte sie jährlich etwa 8,7 Mrd. GBP und leiste per annum Steuerabgaben in Höhe von 3,2 Mrd. GBP. Darüber hinaus unterstütze die Branche den britischen Sport jährlich mit einem dreistelligen Millionenbetrag.

 

Warnung vor zu strengen Regeln

Allerdings warnt der Verband, dass eine “Überregulierung” die Erfolge beim Spielerschutz gefährde. Zu strenge Regeln könnten demnach dazu führen, Spieler in die Arme der illegalen Anbieter zu treiben.

 

Der BGC-Vorsitzende Michael Dugher erklärte dazu:

Als Normungsgremium für die regulierte Branche haben wir die Überprüfung des Glücksspiels nachdrücklich begrüßt. Es ist jedoch von entscheidender Bedeutung, dass nichts unternommen wird, um die Spieler auf den illegalen Online-Schwarzmarkt zu lenken, auf dem nicht die Schutzmaßnahmen der regulierten Industrie gelten.

Diese Abwanderung gelte es zu verhindern, so Dugher. Der Verband leiste dazu seinen Beitrag, denn er und seine Mitglieder arbeiteten eng mit Glücksspielkommission und Ermittlungsbehörden zusammen.

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