, 30.11.2020

Der deutsche Rapper und Glücksspiel-Streamer Al-Gear (bürgerlich Abdelkader Zorgani) hat eine unbefristete Sperre auf Twitch erhalten. Wie der 36-Jährige am Sonntag über seinen YouTube-Kanal erklärt hat, werfe ihm die Streaming-Plattform vor, gegen Richtlinien verstoßen zu haben.

 

In diesem Fall seien jedoch nicht seine typischen Sportwetten-Inhalte ein Problem gewesen, sondern eine Aussage über den Bundesliga-Erstligisten Borussia Dortmund.

 

Drohung gegen den eigenen Lieblings-Club?

Nach der Niederlage des BVB am Samstag gegen den 1. FC Köln (Endstand 1:2) habe er in einem Twitch-Stream gesagt, er „würde am liebsten die ganze Mannschaft in Dortmund verprügeln“.

 

Einige BVB-Fans hätten sich davon bedroht gefühlt. Laut Al-Gear jedoch völlig zu Unrecht, da er selbst schließlich „ein ganz großer BVB-Fan sei. Als „Drohung“ habe jedoch auch Twitch seine Aussage betitelt.

Aufgrund der Schwere der Verletzung oder der Tatsache, dass du mehrere begangen hast, ist dein Zugang zu Twitch-Diensten auf unbefristete Zeit gesperrt. Grund: Androhung schwerer Gewalt. Androhung von Gewalt, die zu schwerem physischem Schaden gegenüber einer anderen Person führen kann.

Die Sperrung seines Kanals sei daher unbefristet und werde nicht automatisch aufgehoben. Sollte der Rapper erfolgreich Einspruch erheben, könne er in Zukunft wieder Zugang zur Plattform erhalten. Ob er dies vorhabe, hat Al-Gear jedoch noch nicht bekannt gegeben.

 

Bekannt und kritisiert für seinen Sportwetten-Erfolg

Auf Twitch, Instagram und Co ist der Rapper mittlerweile weniger für seinen Rappgesang bekannt als für sein glückliches Händchen bei Sportwetten. Über die letzten Monate hat Al-Gear regelmäßig per Twitch-Stream über seine Sportwetten-Erfolge berichtet. Dabei präsentierte er seinen Followern immer wieder Wettscheine, die ihm Tausende von Euro einbrachten.

Gemäß den Richtlinien von Twitch ist das Thema Glücksspiel als Streaming-Inhalt grundsätzlich erlaubt. Streamer dürfen beispielsweise im Live-Steam Online-Casino-Spiele spielen oder über sonstige persönliche Erfahrungen mit dem Glücksspiel berichten. Direkte Werbung für Glücksspielanbieter ist jedoch verboten. Auch fordert Twitch seit diesem Jahr, dass Glücksspiel-Streams maximal 30 Minuten dauern dürfen. Anschließend muss der Streamer eine Pause einlegen oder zu einem Thema ohne Glücksspielinhalte übergehen.

Ähnlich wie andere aktive oder ehemalige Glücksspiel-Streamer, bspw. MontanaBlack oder Jens „Knossi“ Knossala, musste auch Al-Gear wegen seiner Glücksspiel-Streams viel Kritik ernten. So verbreitete sich im Oktober das Video eines 18-Jährigen, in welchem er den Twitch-Stars die Schuld an seiner Spielsucht gab.

 

Wie Al-Gear nun erklärt hat, sehe er einen Zusammenhang zwischen derartigen Vorfällen und seiner aktuellen Sperre. So sei er der Plattform und einigen Nutzern bekanntermaßen schon lange „ein Dorn im Auge“ gewesen.

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