, 30.01.2020

Die britische Gambling Commission (UKGC) hat gestern einen Leitfaden veröffentlicht, der Usern dabei helfen soll, ihr Twitter-Konto so einzurichten, dass sie die Menge der angezeigten Inhalte mit Glücksspiel-Bezug selbst steuern können. Die Tipps zum Kontomanagement wurden in Zusammenarbeit mit der Social Media Plattform erstellt.

 

Glücksspielinhalte auf Twitter selbst kontrollieren

 

Bereits seit langem kritisieren Spielerschützer das Ausmaß, in dem User auf Social Media Plattformen direkter oder indirekter Glücksspielwerbung ausgesetzt sind.

 

Mit ihrem nun veröffentlichten Leitfaden (Seite auf Englisch) setzen die UKGC und Twitter auf Hilfe zur Selbsthilfe. Die Tipps leiten die Nutzer durch die Kontoeinstellungen und zeigen anhand von Beispielen auf, wo und wie Glücksspiel-Inhalte von der sichtbaren Oberfläche verbannt werden können.

Im vergangenen Jahr veröffentlichte Studien ergaben, dass Glücksspielanbieter und ihre Partner insbesondere den Microblogging-Dienst Twitter nutzten, um potenzielle Spieler anzusprechen.

 

Die Forscher entdeckten dabei nicht nur offensichtliche Verstöße gegen gesetzliche Vorgaben und Twitter-Richtlinien, wie das gezielte Ansprechen von Minderjährigen. Auch das regelkonforme Darstellen von Inhalten mit Glücksspielbezug könne zum Problem für anfällige Personen werden.

Für den CEO der UKGC, Neil McArthur, ist der Leitfaden in eine Vielzahl von Schritten in Bezug auf den Spielerschutz eingebunden:

Während wir an einem Plan arbeiten, der neue Standards für den Umgang der Branche mit Werbetechnologie festlegt, hoffe ich, dass dieser Leitfaden dazu beitragen wird, dass die Verbraucher die auf Twitter angezeigten glücksspielbezogenen Inhalte einschränken können.

Wenige Klicks in den Einstellungen

 

Der Leitfaden rät, Profilen mit Glücksspiel-Inhalten zu entfolgen.

Weiterhin ist es möglich, in den Kontoeinstellungen unter „Inhaltsvorlieben“ im Menüpunkt „Individualisierung und Daten“ auszuwählen, ob bzw. welche Interessen der Dienst dem eigenen Account zuordnet. Diese bestimmen auf Basis vorangegangener Aktivitäten unter anderem, welche Inhalte dem Nutzer angezeigt werden.

 

Ein weiteres Feature, um sich auf Twitter von Glücksspiel-Content zu distanzieren, ist das Stummschalten von Accounts und Schlüsselwörtern. Ungeliebte Accounts lassen sich per Dropdown-Menü im zugehörigen Tweet oder über das entsprechende Profil stummschalten.

 

Um Schlüsselwörter stummzuschalten, führt der Weg ebenfalls über den Einstellungspunkt „Inhaltsvorlieben“. Unter „Stummgeschaltet“ finden sich „Stummgeschaltete Wörter“. Hier hat der Nutzer die Möglichkeit, Worte oder Phrasen mit Glücksspielbezug einzugeben, die künftig nicht mehr in der Timeline erscheinen sollen.

 

Wie die UKGC bekanntgab, sollen dem Twitter-Leitfaden zeitnah ähnliche Hilfestellungen zum Umgang mit Glücksspielinhalten auf weiteren digitalen Plattformen folgen.

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