Blackjack Double Down Strategie: Wann lohnt sich das Verdoppeln beim Kartenspiel?

Blackjack Double Down Strategie: Wann lohnt sich das Verdoppeln beim Kartenspiel?

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Double oder Double Down bezeichnet beim Blackjack die Möglichkeit, den Einsatz zu verdoppeln. Der Spieler geht mit dieser Entscheidung ein höheres Risiko ein, im Idealfall winkt dafür aber auch der doppelte Gewinn. Das Verdoppeln ist nur zu einem bestimmten Zeitpunkt möglich und stellt nicht immer die beste Option dar.

Für den langfristigen Erfolg oder Verlust ist es entscheidend, diesen Spielzug gekonnt einzusetzen. Im Folgenden erklären wir das Verdoppeln im Detail und beschreiben die passenden Situationen für ein Blackjack Double Down.

Inhalt

  1. Blackjack Double Down: Was bedeutet das Verdoppeln?
  2. Wann lohnt sich das Verdoppeln beim Blackjack?
  3. No Double Down: Wann sollte man beim Blackjack nicht verdoppeln?
  4. Wie zeigt man Double Down beim Blackjack im Casino an?
  5. Double Down Blackjack Regeln: Was ist beim Verdoppeln zu beachten?
  6. Double Down Blackjack FAQs: Häufige Fragen zum Verdoppeln

Blackjack Double Down: Was bedeutet das Verdoppeln?

Double Down erlaubt es einem Spieler am Blackjack Tisch, nach dem Erhalt der ersten beiden Handkarten den bereits erbrachten Einsatz zu verdoppeln. Damit geht jedoch einher, dass der Spieler nur noch eine weitere Karte bekommt. Der Spieler riskiert also, dass der Wert seiner nächsten Karte zu gering ausfallen könnte, um das Blatt des Dealers zu schlagen. Gewinnt der Spieler die Runde, verdoppelt sich aber auch die Auszahlung.

Double Down ist normalerweise bei nahezu allen Blackjack Varianten erlaubt. Die übliche Regel lautet: „Double down on any two“. Das bedeutet, dass der Spieler unabhängig vom Wert der beiden Handkarten den Einsatz verdoppeln kann.

Spielszene am Blackjack Tisch mit zwei Männdern in Anzügen.

Double Down verspricht doppelte Gewinne beim Blackjack. Der Spielzug birgt aber auch Risiken und ist nicht immer angebracht. (Bild: quinonesnaomy / Pixabay)

Das Verdoppeln nach dem Teilen einer Hand beschreibt die Regel „Double down on split pairs“. Für gewöhnlich ist dies ebenfalls erlaubt. Der Spieler erhält dann für jede der geteilten Hände mit jeweils zwei Karten noch genau eine weitere Karte.

Das sogenannte Mitsetzen oder Nachsetzen bedeutet, auf die Box eines Spielers am Blackjack Tisch zu wetten, ohne selbst Einfluss auf das Spiel zu nehmen. Ein mitsetzender Spieler kann seinen Einsatz nur verdoppeln, wenn zuerst der Inhaber der Box den eigenen Einsatz verdoppelt.

Wann lohnt sich das Verdoppeln beim Blackjack?

Das Risiko beim Double Down im Blackjack besteht nicht nur im doppelten Einsatz und damit der Möglichkeit, das Doppelte zu verlieren. Es ist auch ein Risiko an sich, danach nur noch eine Karte zu erhalten und die Möglichkeit für eine weitere Karte beziehungsweise eine Hand mit vier Karten aufzugeben. Eine dritte Karte mit einem niedrigen Wert kann bedeuten, dass der Spieler die Runde gegen den Dealer verliert.

Andererseits riskiert der Spieler das Überkaufen, also das Überschreiten der Grenze von 21 Punkten. Es gibt also nur einige wenige Fälle, in denen Double Down der richtige Spielzug beim Blackjack ist. Wer aber aus Unkenntnis oder Angst das Verdoppeln im passenden Moment vermeidet, verschenkt die wertvolle Chance auf höhere Gewinne beim Kartenspiel. In den folgenden Fällen empfiehlt sich ein Double Down:

1. Der Wert der Handkarten beträgt 11

Die Chancen stehen in diesem Fall gut, mit nur einer weiteren Karte Blackjack oder zumindest eine hohe Punktzahl zu treffen. Es lohnt sich also, zu verdoppeln, wenn der Wert der Handkarten genau 11 Punkte beträgt.

2. Soft-Hände: 16, 17 oder 18

Das Ass kann beim Blackjack 1 Punkt oder 11 Punkte zählen. Soft-Hände bezeichnen daher Kombinationen, in denen ein Ass vorkommt. Die Blackjack Hände Soft 16, Soft 17 und Soft 18 bestehen also aus einem Ass und den Karten 5, 6 oder 7. In diesem Fall ist ein Verdoppeln angebracht, solange der Dealer eine niedrige Handkarte hat, also im Wert von 2 bis 6.

Viele Spieler entscheiden sich mit einer Soft 18 Hand oft für das Stehenbleiben, auch „Stand“ genannt. Die Chancen, die Hand mit einer weiteren Karte zu verbessern, stehen aber besser. Bei einer niedrigen Soft-Hand mit einem Ass und einer Karte von 2 bis 4 im Wert empfiehlt sich generell „Hit“, das Verlangen einer zusätzlichen Karte, als Spielzug.

3. Hart-Hände: Hard 9 oder 10

Das Gegenteil der Soft-Hände sind die Hard-Hände ohne Ass, deren Punktzahl sich nicht auf mehrere Weisen auslegen lässt. Hat der Dealer eine niedrige Karte im Wert von 2 bis 6, ist auch bei Hard 9 oder Hard 10 ein Double Down angesagt. Erhält der Spieler hier eine vergleichsweise hohe Karte, stehen die Chancen auf einen Sieg gegen den Dealer nicht schlecht.

No Double Down: Wann sollte man beim Blackjack nicht verdoppeln?

Es gilt die Faustregel: Im Großteil der Fälle lohnt sich ein Double Down im Blackjack nicht. In den meisten Spielsituationen ist das Risiko für ein Verdoppeln zu groß. Besonders hervorzuheben sind hierbei:

Dealer Ass: Hält der Dealer ein Ass auf der Hand, ist ein Double Down zu riskant. Die Chancen auf Blackjack oder zumindest eine hohe Punktzahl stehen sehr gut für den Dealer.
Punktzahl von mehr als 11: In diesem Fall lohnt sich ein Verdoppeln nicht, weil der Spieler riskiert, sich auch mit nur einer Karte zu überkaufen. Bei einem Bust ist dann der Verlust auch doppelt so groß. Statt einem Double Down ist hier Stand als Spielzug angebracht, denn mit etwas Glück landet der Dealer einen Bust.
Unsichere Hände: Wer sich ohnehin unsicher ist, wie die aktuellen Handkarten zu spielen sind, sollte sich keinesfalls für ein Verdoppeln entscheiden. Double Down ist kein Spielzug, den man ohne solide Strategie wählen sollte.

Wie zeigt man Double Down beim Blackjack im Casino an?

Im Online Casino ist das Verdoppeln beim Blackjack ganz einfach. Es gibt für den Spielzug einen eigenen Button, der meistens mit Double, Double Down oder auch Verdoppeln beschriftet ist. Steht die Option in der momentanen Spielsituation nicht zur Verfügung, lässt sich der Button auch nicht betätigen oder ist entsprechend gesperrt.

Wie aber funktioniert das Verdoppeln am Blackjack Tisch in der Spielbank? Der Spieler kann seine Absicht kenntlich machen, indem er die entsprechenden Jetons neben dem ursprünglichen Einsatz auf dem dafür vorgesehenen Feld platziert. Der Wert der Chips muss identisch sein. Bestenfalls handelt es sich um die exakt gleichen Jetons.

Spielsituation am Black Jack Tisch im Casino mit Dealer und Spieler und Spielkarten.

In der Spielbank kann der Spieler den Spielzug Double Down anzeigen oder auch ansagen. (Bild: Pixabay)

Es ist am besten, zwei Stapel zu bilden und die beiden Einsätze nicht zu vermischen oder aufeinander zu türmen. Auf diese Weise kann der Dealer klar erkennen, dass es sich um ein Double Down handelt. Ein Durchmischen der Chips könnte zudem nach Manipulation des Einsatzes aussehen.

Illustration: So zeigen Spieler den Spielzug Double Down beim Blackjack an

Verdoppeln des Einsatzes und Ziehen einer weiteren Karte: So signalisieren Spieler Double Down beim Blackjack

Der Spielzug lässt sich aber auch ansagen: „Double Down“ oder einfach „Double“ an den Croupier gerichtet sind international anerkannt. Im deutschen Casino werden auch „Verdoppeln“ oder „Ich verdoppele“ akzeptiert. Das Anzeigen mit einem Finger, dass der Spieler nur noch eine Karte ziehen möchte, ist ein weiterer Hinweis an den Croupier auf ein Double Down.

Double Down Blackjack Regeln: Was ist beim Verdoppeln zu beachten?

Die Blackjack Regeln des jeweiligen Casinos oder der entsprechenden Variante des Kartenspiels beeinflussen ebenfalls, wann ein Spieler verdoppeln sollte oder kann. Da der Spielzug ein Risiko birgt, ist ein Verdoppeln häufig mit zwei Handkarten von beliebigem Wert erlaubt. Einige Blackjack Arten schreiben aber vor, dass der Spieler mindestens 10 oder 11 Punkte haben muss.

Außerdem gilt es, einen Blick auf die Regeln für den Dealer zu werfen: In welchem Fall muss dieser eine weitere Karte ziehen oder stehenbleiben? Dadurch ändern sich die Wahrscheinlichkeiten auf Bust beziehungsweise ein Überkaufen des Dealers. Stehen die Chancen gut, dass sich der Dealer überkauft, begünstigt dies ein Double Down. Es macht also einen Unterschied, ob die Regeln Hit bis 17 oder Hit bis 16 für den Dealer vorschreiben.

Die Regeln für einen Check auf ein Dealer Blackjack wirken sich ebenfalls auf das Verdoppeln aus. Hier gibt es etliche Varianten, wichtig ist aber vor allem der Unterschied zwischen dem amerikanischen und dem europäischen Blackjack. In der USA Spielart erhält der Dealer seine zweite Karte vor den Aktionen der Spieler, jedoch verdeckt.

Dabei kann es einen Check geben: Der Dealer überprüft bei einem offenen Ass oder einer Handkarte von 10 Punkten, ob sich ein Blackjack ergibt. Ist dies der Fall, verlieren alle Hände, die nicht ebenfalls 21 Punkte erreichen. Geht das Spiel aber weiter, kann der Spieler ausschließen, dass der Dealer mit Handkarte und Hole Card ein Blackjack erzielt. Dadurch stehen die Chancen beim Verdoppeln etwas besser.

Zuletzt kann es auch Regeln geben, die dem Spieler das riskante Verdoppeln mit drei Handkarten erlauben, oder verbieten, mit Soft-Hands zu verdoppeln.

Double Down Blackjack FAQs: Häufige Fragen zum Verdoppeln

Es ergeben sich immer wieder Fragen von Spielern zum Double Down Spielzug beim Blackjack. Hier finden sich die Antworten auf die Geläufigsten davon:

Ist Double Down nach einem Split erlaubt?

Split bezeichnet das Teilen der Hand in zwei Hände, wenn Sie identische Handkarten haben. Häufig schließen die Regeln im Casino ein Verdoppeln in diesem Fall aus. Vor allem online gibt es allerdings auch Blackjack Varianten, die ein Double Down für eine oder beide Hände beim Split ermöglichen. Für die Entscheidung zum Verdoppeln gelten die gleichen Prinzipien wie bei einer einzigen Hand.

Gibt es Double Down nach Hit?

Zieht der Spieler mit Hit eine Karte, ist ein Double Down ausgeschlossen. In seltenen Fällen existiert die Regel, dass der Spieler auch mit drei Handkarten noch verdoppeln darf. Häufig sind dann aber andere Hände wie Soft-Hands vom Verdoppeln ausgeschlossen.

Im Normalfall gilt jedoch, dass Hit alle weiteren Spielzüge ausschließt, einschließlich Blackjack Versicherung oder Split. Grund dafür ist, dass die Erfolgschancen des Spielers ansonsten zu stark ansteigen.

Sollte der Spieler bei 11 Punkten immer verdoppeln?

Grundsätzlich ja, denn auf lange Sicht betrachtet handelt es sich dabei um den aussichtsreichsten Spielzug in diesem Fall.

Sollte der Spieler bei 10 Punkten immer verdoppeln?

Nicht unbedingt, denn bei einer Hard-Hand im Wert von 10 Punkten kommt es auf die offene Karte des Dealers an. Hält der Dealer ein Ass oder 10 Punkte, lohnt sich das Verdoppeln nicht, bei 6 oder weniger Punkten hingegen schon.

Wie viele Karten erhält der Spieler beim Double Down?

Nach dem Verdoppeln erhält der Spieler nur noch eine einzige Karte. Bei einer geteilten Hand erhält jede der einzelnen Hände noch eine weitere Karte. Der häufigste Anfängerfehler beim Blackjack ist die Annahme, dass nach dem Double Down mehr als ein Hit möglich wäre.

Ist ein Double Down mit 21 Punkten möglich?

Nein, denn wenn der Spieler ein Blackjack hält, ist die Runde vorbei. Es erfolgt eine Auszahlung gemäß der Regeln und ein Verdoppeln des Einsatzes ist ausgeschlossen.

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Jakob Straub
Jakob Straub Casino Experte

Buchautor und Branchenexperte Jakob schreibt seit 5 Jahren für CasinoOnline.de

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