, 30.08.2021

Am 1. Oktober wird das Wintersemester an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf beginnen. Um bis dahin möglichst viele Studierende zum Impfen zu motivieren, hat die Universität zusammen mit der Unternehmensberatung DICE Consult eine Impflotterie für Studierende ins Leben gerufen. Für diese hätten sich dpa-Meldungen zufolge bis jetzt bereits rund 3.000 Teilnehmer angemeldet.

 

Einen „Anstupser“ fürs Impfen geben

 

Am 29. Juli kündigte die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf den Start der Impflotterie mit Unterstützung der Unternehmensberatung DICE Consult an. Prof. Justus Haucap, Dekan der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität, erklärte:

Wir wollen im Wintersemester möglichst viele Studierende wiedersehen. Die Corona-Schutzimpfung trägt entscheidend hierzu bei. Daher haben wir die Impflotterie ins Leben gerufen, um weitere Anreize zu setzen. Das ist Ökonomie in der Praxis.

Studierende der Universität, die bis zum Semesterstart geimpft seien, erhielten daher die Möglichkeit, an der Impflotterie teilzunehmen. Dabei seien zehnmal 500 Euro zu gewinnen. Eine Chance, die sich offenbar viele der Studierenden nicht entgehen lassen wollen, denn bereits einen Monat nach Start hätten sich rund 3.000 Studierende für die Impflotterie angemeldet.

Mit der Impflotterie, so DICE Consulting, solle die Nachfrage gefördert werden, während die Bundesregierung das Angebot mache. In der Ökonomie werde in einem solchen Fall vom „Nudging“ gesprochen. Dieser Begriff geht auf das Buch „Nudge: Wie man kluge Entscheidungen anstößt“ von Richard Thaler und Cass Sunstein zurück.

 

Die Autoren legen darin dar, dass menschliches Verhalten nicht automatisch rational sei. Um gewünschtes Verhalten anzuregen, seien daher sogenannte „Nudges“, also „Anstupser“, förderlich. Hierbei handele es sich um subtile Vorschläge oder andersartige Verstärkungen. Ein Beispiel hierfür sind abschreckende Bilder auf Zigarettenschachteln. Sie sollen Raucher dazu bringen, ihren Tabakkonsum zu hinterfragen, ohne ihre Handlungsfreiheit einzuschränken.

Voraussetzung für die Teilnahme ist die ordentliche Immatrikulation an der Heinrich-Heine-Universität und ein Nachweis, dass die vollständige Impfung mit einem von der EU zugelassenen COVID-19-Impfstoff erfolgt ist.

 

Wer sämtliche Impfdosen erhalten habe, könne noch bis zum 11. Oktober an der Impflotterie teilnehmen. Nach Angaben der Universität seien im vergangenen Wintersemester insgesamt 36.000 Studierende eingeschrieben gewesen.

 

Bei gleichbleibender Anzahl der Einschreibungen stünde somit noch mehr als 90 Prozent der Studierenden eine Anmeldung offen.