, September 20, 2019

Eine Lottospielerin in den USA hat im vergangenen Juni einen Lottojackpot im Wert von über einer halben Milliarde US-Dollar geknackt. Jedoch holte Laarni Bibal ihren Gewinn erst drei Monate später ab.

 

Am 7. Juni erstand die Lottospielerin das Los bei der Mega Millions-Lotterie für 2 US-Dollar im Sorrento Deli-Markt im südkalifornischen San Diego. Sie habe keine festen Zahlen, sondern die Felder in dem Geschäft einfach nach dem Zufallsprinzip angekreuzt, erklärte sie Medienberichten zufolge.

 

Kurze Zeit nach dem Kauf habe Laarni Bibal bei der Ziehung der Zahlen von ihrem Glück erfahren. Den Veranstaltern von der California State Lottery erzählte sie nun, dass ihr “Herz anfing, wie wild zu schlagen”, als sie hörte, in welchem Geschäft das Glückslos gekauft worden sei.

 

Drei Monate zwischen Gewinn und Meldung

Doch anstatt den Gewinn bei der Lotterie sofort anzumelden, ließ sich die Frau über drei Monate Zeit, ehe sie sich am 17. September an die zuständige California State Lottery wandte. Als Erklärung gab sie an, sie habe erst einmal in Ruhe über das für sie lebensverändernde Ereignis nachdenken wollen.

Im Gegensatz zu der deutschen Lottoziehung sind Lotteriegewinne in den USA höhenmäßig nicht begrenz. Dies führt dazu, dass bei Glücksspielen wie Mega Millions oder Powerball regelmäßig Gewinnsumme in dreistelliger Millionenhöhe verteilt werden. Dass der Betrag sogar bis in den Milliardenbereich steigen kann, zeigte sich bereits im Jahr 2016, als der Powerball-Jackpot auf 1,5 Milliarden US-Dollar anwuchs.

Um sich auf die neue Situation möglichst gut vorzubereiten, habe sie ein Handbuch für Lottogewinner [Seite auf Englisch] gelesen. Diese Handbücher werden von den Lottoverwaltungen publiziert, um die Gewinner auf ihr neues Leben vorzubereiten und mit Tipps rund um die Geldanlage zu versorgen.

 

Laarni Bibal erklärte, dass sie daraufhin beschlossen habe, von ihrem Gewinn zuerst einmal ein neues Haus kaufen und alte Rechnung zu bezahlen.

 

Die Gewinnerin möchte möglichst unerkannt bleiben

Bis auf den Namen und den Ort des Loskaufs ist über die Gewinnerin kaum etwas bekannt. Um ihre Privatsphäre zu schützen, wollte Laarni Bibal keine weiteren Angaben zu ihrem Alter oder ihrem früheren und derzeitigen Wohnort preisgeben.

In den meisten US-Bundesstaaten müssen Lottogewinner ihre Namen veröffentlichen lassen. Eine Anonymität wie hierzulande wird den Gewinnern nur in den Staaten Delaware, Kansas, Maryland, North Dakota, Ohio und South Carolina gewährt. Allerdings können Gewinner in allen Staaten ihre Identität verschleiern, indem sie den Gewinn über einen eigens für diesen Zweck gegründeten Treuhänderfonds entgegennehmen.

Es ist allerdings bekannt, dass sich die glückliche Gewinnerin für eine Einmalzahlung der Millionensumme entschieden hat. In den USA haben Gewinner bei Lotterien wie Mega Millions stets die Wahl, ob sie den Gesamtbetrag über einen Zeitraum von 25 bis 30 Jahren oder einen Abschlag der Summe auf einmal ausbezahlt bekommen möchten.

 

Bei der nun auch von Laarni Bibal gewählten Option wird ein deutlich niedriger Betrag überwiesen. So fordert allein die US-Steuerbehörde mindestens 25 % auf Gewinne, die über 5.000 US-Dollar liegen. Im Falle des 522 Millionen US-Dollar-Jackpots stehen Laarni Bibal allerdings noch immer 340 Millionen US-Dollar zu.

 

Auch die Losverkäufer profitieren

Doch nicht nur Laarni Bibal hat allen Grund zum Jubeln. Auch der Sorrento Deli-Markt profitiert von dem Gewinn, denn die Veranstalter der Mega Millions-Lotterie überweisen auch dem Geschäft, in dem das Glücklos gekauft wurde, einen Bonus. Auf diese Weise können sich die Betreiber des kleinen, nahe der Autobahn gelegenen Supermarkts über 1 Million US-Dollar von Mega Millions freuen.

 

Mitbesitzer Mazen Mikhael wusste bereits seit Ziehung der Gewinnzahlen im Juni, dass das große Los in seinem Shop erworben worden war. Damals hatte ihn seine Tochter geweckt und ihm die gute Nachricht überbracht.

 

In den Medien sagte Mazen Mikhael damals:

Es ist einfach großartig. Ein Traum ist wahr geworden. Wir verkaufen seit langer Zeit Lose, aber so etwas ist noch nie passiert.

Seitdem würden viele neue Kunden in das Geschäft kommen, um ein Los zu kaufen. Ein Millionengewinn sei jedoch nicht dabei gewesen. Ihm und Laarni Bibal dürfte das angesichts ihres Lottoglücks jedoch relativ egal sein.