, 13.01.2020

Auf der thailändischen Insel Phuket ist der Polizei ein bedeutender Schlag gegen das im Lande illegale Wettgeschäft gelungen. Sie nahm bei einem Hahnenkampf 60 Personen fest, die Wetten auf den Ausgang des Kampfes abgeschlossen hatten.

 

Die Polizei gab bekannt, dass sie am Sonntagmittag ein Grundstück in einem der nördlichen Vororte der Inselhauptstadt Phuket durchsucht habe. An der Aktion seien 30 Beamte der örtlichen Dienststellen beteiligt gewesen.

In Thailand ist das Glücksspiel aufgrund des bereits im Jahr 1935 verfassten Glücksspielgesetzes größtenteils verboten. So sind Online Casinos und die meisten Sportwetten in dem asiatischen Land illegal. Die einzigen Ausnahmen bilden die staatliche Lotterie sowie Wetten auf staatlich genehmigte Pferderennen.

Die Razzia sei auf einen anonymen Tipp hin erfolgt, so ein Sprecher der Provinzpolizei. Die Quelle habe den Hinweis gegeben, dass es auf dem Grundstück zu illegalen Wettgeschäften in Verbindung mit einem Hahnenkampf komme.

 

Umfangreiches Beweismaterial sichergestellt

Im Zuge der umgehend eingeleiteten Polizeiaktion griffen die Ermittler vor Ort auf der Stelle ein, als sie eine Gruppe von Menschen rund um die beiden kämpfenden Tiere entdeckten. Obwohl viele der Personen zu fliehen versuchten, konnten die Beamten 60 Personen festnehmen, wie Col Sujin von der Polizei gegenüber der Tageszeitung Phuket News [Seite auf Englisch] berichtet.

 

Unter den Verdächtigen seien jeweils 30 Thailänder sowie 30 Personen aus dem benachbarten Myanmar gewesen. Dazu stellten die Ermittler die beiden Kampfhähne sowie diverse, für das Wettgeschäft benötigte Papiere als Beweismittel sicher.

 

Aufgrund der beschlagnahmten Dokumente geht Col Sujin davon aus, dass die Verdächtigen bei dem Kampf für einen Betrag von umgerechnet 26 Euro Wetten abschließen konnten. Die sichergestellten Belege reichten den Beamten, um die Personen vorläufig festzunehmen.

 

Hahnenkämpfe trotz Kritik legal

Die Hahnenkämpfe erfreuen sich unter Thailands Bevölkerung großer Popularität. Obwohl immer wieder Vorwürfe wegen Tierquälerei laut werden, sind diese nicht verboten, denn die Regierung sieht die Kämpfe als grundlegenden Teil der Kultur des Landes an.

 

Deshalb wurden in dem 1995 auf den Weg gebrachten thailändischen Tierschutzgesetz, das Tierquälerei ausdrücklich verbietet, die Hahnenkämpfe explizit ausgenommen. Gleiches gilt für Stierkämpfe, die insbesondere im Süden des Landes viele Anhänger haben.

Similar Guides On This Topic