, September 13, 2018

Am kommenden Sonntag, den 16. September, wird der 45. Berlin Marathon mit einer Rekordteilnahme von 44.389 Läuferinnen und Läufern aus 133 Ländern stattfinden. Insgesamt werden 70.000 Aktive in der Hauptstadt erwartet.

 

Der Berlin Marathon – eine Strecke der Rekorde

Berlin ist als die schnellste Marathonstrecke der Welt bekannt und berühmt. Zehn Weltrekorde wurden aufgestellt und am kommenden Wochenende könnten noch weitere Rekorde hinzukommen. Ein Rekord, der bereits jetzt schon aufgestellt wurde, ist die Anzahl der Teilnehmer.

 

Dazu äußerte sich Jürgen Lock, der SCC-Events-Geschäftsführer:

 

„Das sind ungefähr 1500 Läuferinnen und Läufer mehr, als im vergangenen Jahr. Doch der erneute Anstieg der Teilnehmerzahlen geht nicht zu Lasten der Qualität des Rennens und der Veranstaltung. […]“

 

Doch warum ist gerade Berlin der ideale Ort für die schnellen Zeiten, mit denen die Athleten ins Ziel laufen? Die Bedingungen auf der 42,195 Kilometer langen Strecke könnten besser nicht sein. Das Gelände ist flach, die Straßen sind in gutem Zustand und auch das Klima ist ideal.

 

Die besten Athleten der Welt am Start

Das Feld der Läufer ist hochkarätig besetzt. Mit dem Kenianer Eliud Kipchoge und der Äthiopierin Tirunesh Dibaba sind zwei Eliteläufer am Start. Dibaba gilt als eine der besten Langstreckenläuferinnen aller Zeiten.

 

Tirunesh Dibaba

Tirunesh Dibaba ist eine der besten Langstreckenläuferinnen der Welt. (Bildquelle: pinterest.com)

Dreimal konnte sie bei den Olympischen Spielen die Goldmedaille holen. Es verspricht, spannend zu werden, denn Dibaba wird auf die Titelverteidigerin Gladys Cherono aus Kenia treffen.

 

Bei den Männern ist ebenfalls Spannung vorprogrammiert, denn auch der amtierende Olympiasieger Eliud Kipchoge geht an den Start.

 

2015 und 2017 konnte er bereits den Berlin Marathon gewinnen. Beim London Marathon 2018 ging er ebenfalls als Erster durchs Ziel.

 

Berlin Marathon 2018: Mehr als Laufen

Der Marathon in Berlin geht vorbei an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Es geht los auf der Straße des 17. Juni, vorbei an der Siegessäule und am Bundeskanzleramt.

 

Inline Skater beim Berlin Marathon

Inline Skater beim Berlin Marathon 2018. (Bildquelle: youtube.com)

Auf der Strecke laufen die Athleten vorbei am Berliner Dom, am Fernsehturm, an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, am Konzerthaus, am Gendarmenmarkt bis zum Brandenburger Tor.

 

Doch nicht nur Marathonläuferinnen und -läufer sind am Start. Das Event beginnt bereits am Samstag mit einem 6-Kilometer-Lauf, der am Schloss Charlottenburg startet und zum Olympiastadion führt.

 

Auch die jungen Sportler können beim 30. Mini-Marathon antreten, der um 15.10 Uhr am Tempelhofer Feld startet und zur Straße des 17. Juni führt. Über 10.000 Kinder haben sich angemeldet. Anschließend beginnt auf der Marathon-Strecke das Rennen der 5.258 Inliner.

 

Für die Rollstuhlfahrer und Handbiker geht es dann am Sonntagmorgen um 8.50 los, die Starts der Läufer beginnen um 9.15 Uhr in drei Wellen. Gegen 16 Uhr sollten die letzten Läufer ihr Ziel am Brandenburger Tor erreicht haben.

 

Live dabei beim Berlin Marathon

Kostüme beim Marathon

Lustige Kostüme beim Marathon. (Bildquelle: bild.de)

Wer es nicht einrichten kann, beim Event anwesend zu sein, kann den Marathon im Fernsehen verfolgen. Der Fernsehsender Das Erste sowie der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) werden fünf Stunden lang Bericht erstatten.

 

Insgesamt sind 20 Kameras im Einsatz, darunter einige, die an einem Hubschrauber und auf dem Führungsfahrzeug angebracht sind.

 

Doch wer am kommenden Wochenende in Berlin sein wird, sollte das Rennen vor Ort verfolgen und sich an der Strecke, die sich durch die ganze Stadt zieht, postieren.

 

Hinter den Kulissen des Berlin Marathons

Nicht nur die besten Sportler werden am Sonntag ein spannendes Rennen liefern, auch zahlreiche Hobbyläufer, Inlineskater, Rollstuhlfahrer sowie Handbiker werden dabei sein.

 

Nicht alle Athleten sind optimal auf einen Marathon vorbereitet. Daher ist medizinisches Personal an der Rennstrecke präsent, das dafür sorgt, dass die Teilnehmer den Lauf unbeschadet überstehen. Etwa 1.000 Läufer benötigen jedes Jahr die Erste-Hilfe-Maßnahmen.

 

Dabei kommt es nicht nur zu medizinischen Zwischenfällen, wenn die Temperaturen hoch sind, auch Blasen oder wunde Brustwarzen müssen versorgt werden. Neben Notärzten, Sportmedizinern und Kardiologen stehen den medizinischen Fachkräften auch etwa 600 Freiwillige bei.

 

Johanniter

Medizinische Betreuung beim Berlin Marathon. (Bildquelle: johanniter.at)

Die Federführung rund um die medizinische Betreuung der Sportler in den 25 Sanitätszelten an der Rennstrecke wird Dr. med. Matthias Krüll, Medical Director des BMW Berlin-Marathons, übernehmen.

 

Er sagt, dass insbesondere Hobby-Läufer häufig nicht optimal auf einen Marathon vorbereitet seien. Mitunter sei ihr Trainingszustand eher schlecht.

 

Auch für die Sicherheit auf den Straßen ist gesorgt. 800 Polizeibeamte werden sich bereits am Samstag aufgrund der zahlreichen Absperrungen und Umleitungen um die Regelung des Verkehrs und die Sicherheit an den Hotspots kümmern. Am Sonntag sind 1.050 Polizeibeamte vorgesehen. Hinzu kommen 6.000 freiwillige Helfer an den Versorgungsständen und bei der medizinischen Versorgung.

 

Berlin Marathon 2018 – 45 Jahre Geschichte

Horst Milde

Horst Milde, der Gründer des Berlin Marathons. (Bildquelle: runnersworld.de)

Das Rennen wurde im Jahre 1974 von dem Berliner Bäcker Horst Milde ins Leben gerufen. Der erste Marathon hatte 244 Finisher, darunter waren nur 10 Frauen.

 

Doch der Bäckermeister bearbeitete dieses Event ebenso geduldig wie seinen Teig, bis der Berlin Marathon zu einer der weltbesten Laufveranstaltungen avancierte.

 

Milde ist übrigens immer noch aktiv dabei, das Rennen ist immer noch unter der Schirmherrschaft seines Sportvereins Charlottenburg. Den ersten Berlin Marathon im Oktober 1974 gewann Günter Hallas. Insgesamt ist der Sportler viermal angetreten. Auch am kommenden Sonntag wird der heute 76-Jährige dabei sein, allerdings unter den Zuschauern.