, 05.02.2020

Der spanische Minister für Verbraucherschutz, Alberto Garzón, wird am Donnerstag einen Dialog zur Regulierung von Glücksspielwerbung eröffnen. Er plant sowohl für das Online Glücksspiel als auch für landbasierte Casinos und Wettbüros scharfe Werbebeschränkungen.

 

Erstes Treffen mit dem Gremium für verantwortungsvolles Spielen

 

Wie die von Garzón geleitete Abteilung mitteilte, werden sich der Minister zunächst mit wirtschaftlichen und sozialen Akteuren treffen, die Mitglieder des Gremiums für verantwortungsvolles Spielen, des Consejo Asesor de Juego Responsable (CAJR), sind.

Der Consejo Asesor de Juego Responsable [Seite auf Spanisch] ist eine vom Finanzministerium im Jahr 2013 eingerichtet Arbeitsgruppe, die die Aufgabe hat, die spanische Glücksspielbehörde, die Dirección General de Ordenación del Juego (DGOJ), bei der Entwicklung ihrer Tätigkeiten zu beraten, insbesondere bei der Gestaltung und Durchführung von Maßnahmen, die zum sicheren Spiel beitragen sollen.

Ziel des Dialoges sei es, einen gemeinsamen Konsens zu erzielen, nach dem das Dekret, das die Werbebeschränkungen für das Glücksspiel gesetzlich festlegen soll, ausgearbeitet werden kann.

 

Die von Garzón geleitete Abteilung erklärte:

„Wie Garzón schon vorab mitteilte, ist es die Absicht des Ministeriums, so schnell wie möglich das progressive Koalitionsabkommen zu entwickeln, das die spanische Regierung auffordert, die Werbung und die kommerzielle Kommunikation für Glücksspiele und Online Glücksspiele zu regulieren, um der Spielsucht vorzubeugen und sie zu stoppen.“

Meeting mit dem Branchenverband für Glücksspiel-Betreiber geplant

 

Laut lokalen Quellen sei in den nächsten Tagen ebenfalls ein Treffen Garzóns mit dem Branchenverband für private Glücksspielanbieter in Spanien, CeJuego, geplant. Diesem sollen hierbei Details zu den künftigen Werbebeschränkungen mitgeteilt werden.

 

Beabsichtigt sei einerseits, die Sendezeiten einzuschränken, zu denen Glücksspielwerbung in Fernsehen, Radio und Internet gezeigt werden darf. In jedem Fall werde es sich dabei um eine Uhrzeit handeln, die außerhalb der Sendezeit des Kinderfernsehens liege.

 

Darüber hinaus soll Werbung für Sportwetten nur für den Zeitpunkt genehmigt werden, an dem die hiermit verbundenen Sportereignisse stattfinden. Die Anzahl der für den festgelegten Zeitraum ausgestrahlten Glücksspiel-Werbespots soll ebenfalls reguliert werden.

 

Nähere Informationen zur gesetzlichen Regulierung der Glücksspiel-Werbebeschränkungen werden für die nächsten Wochen nach den Treffen mit CeJuego und CAJR erwartet.

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