, 04.11.2020

Das Glücksspielunternehmen Bet-at-home hat am Montag vom Regierungspräsidium Darmstadt eine Konzession für Sportwetten in Deutschland erhalten. Dies teilte das österreichische Unternehmen mit Sitz in Düsseldorf in einer Presseerklärung mit.

 

Damit gehört Bet-at-home zu den mittlerweile 18 Anbietern, die in Deutschland legal Sportwetten anbieten dürfen. Zu den Unternehmen mit deutscher Konzession gehören unter anderem die Gauselmann Gruppe mit ihrem Subunternehmen Cashpoint Malta, BetVictor, Tipico, Tipwin, bet265 sowie vier Marken der GVC Holdings PLC.

 

Der Vorsitzende des Vorstands der bet-at-home.com AG, Franz Ömer, erklärt in der Pressemitteilung des Unternehmens:

Wir begrüßen es sehr, dass Bet-at-home nunmehr zu den Konzessionsinhabern in Deutschland zählt.

Bet-at-home muss nun sein Spielangebot an die Anforderungen des deutschen Sportwetten-Markts anpassen. Das bedeutet, dass ein monatliches Einzahlungslimit von 1.000 Euro eingehalten werden muss. In Ausnahmefällen kann dieses aber auf  10.000 Euro oder 30.000 Euro erhöht werden, wenn bestimmte Kriterien seitens des Kunden erfüllt werden.

 

Weiterhin muss sich Bet-at-home in das nationale Selbstausschlusssystem OASIS integrieren. Darüber hinaus ist eine Genehmigung der Wettmärkte seitens des Regionalrats notwendig.

 

Höhenflug an der Frankfurter Börse

Die Bruttoeinnahmen von Bet-at-home aus Wetten und Spielen beliefen sich im ersten Halbjahr auf 62,3 Mio. Euro. Dies entsprach einem Rückgang von 12,4 % gegenüber 71,1 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2019.

 

Die Kursentwicklung des Unternehmens verlief in den vergangenen Monaten negativ, was unter anderem durch die Rechtsunsicherheit auf dem deutschen Sportwetten-Markt beeinflusst worden sei, berichten einschlägige Wirtschaftsmagazine wie Share Deals und Finanzen. Entsprechend frostig sei die Stimmung unter den Aktionären gewesen.

 

Nachdem allerdings bekanntgegeben worden sei, dass Bet-at-home die Sportwetten-Konzession erhalten habe, sei nun ein Rechtsrahmen für die Geschäftsaktivitäten vorgegeben. Dieser Umstand habe sich am Dienstag an der Börse bemerkbar gemacht.

Konzession kommt zur richtigen Zeit

 

Am 9. November will Bet-at-home seinen Finanzbericht veröffentlichen. Angesichts der COVID-19-bedingten Einbußen im ersten Halbjahr 2020 sowie der regulatorischen Unsicherheit auf einigen Märkten, unter anderem in Deutschland, ist die Nachfrage nach Bet-at-home-Aktien in den letzten Monaten gesunken.

 

Die Erteilung der Konzession dürfte jedoch positive Auswirkungen haben. Finanzexperten gehen davon aus, dass die Wertpapiere des Sportwetten-Unternehmens künftig wieder stärker nachgefragt würden.

Die Erleichterung der Anleger äußerte sich darin, dass die Aktien um 16,21 % auf 38,35 Euro hochgeschnellt seien, berichtete das Wirtschaftsmagazin Finanzen. Mit der gegebenen Rechtssicherheit dürfte die Bet-at-home-Aktie sich wieder stabilisieren.

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