Montag, 28. November 2022

Brandenburg Lotto warnt vor vermehrtem Auftritt von Lotterie-Betrügern

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Wo große Geldgewinne locken, sind Betrüger oftmals nicht weit. Das verdeutlichte am Freitag die Land Brandenburg Lotto GmbH (LBL), die aus aktuellem Anlass vor dem vermehrten Auftritt von Lotterie-Betrügern warnte. Insbesondere ältere Mitbürger seien gefährdet, hob der Lotterie-Betreiber in einer Pressemitteilung hervor.

Laut LBL bedienten sich die Täter unterschiedlicher Methoden, um Opfer um ihr Geld zu bringen. Dabei würden sie meist per Telefon oder schriftlich Kontakt aufnehmen.

Unterschiedliche Betrugsmaschen

Es sei festzustellen, dass sich die Betrüger häufig als Mitarbeiter von Inkasso-Unternehmen ausgäben. Diese meldeten sich bei den Betroffenen, um vermeintliche Gewinnspielschulden einzutreiben.

Die LBL warnt in ihrer Erklärung, dass den Betrugsopfern nicht nur finanzieller Schaden drohe. Häufig werde von den Tätern massiver psychischer Druck ausgeübt, was vielfach zu Stress und damit seelischen und gesundheitlichen Problemen führe.

Eine andere beliebte Masche sei es, den Kontaktierten einen angeblichen Lottogewinn vorzugaukeln. Um diesen zu erhalten, müssten diese vorab für anfallende Steuern und Gebühren bezahlen.

Verwendung falscher Namen und Siegel

Um ihrem Anliegen Nachdruck zu verleihen, würden sich die Täter bei Anrufen im Namen von Veranstaltern wie der LBL melden. Zudem setzten die Betrüger auf gefälschte Siegel und Firmennamen mit offiziellem Anstrich. Doch Absender wie „Deutsche Gewinner Zentrale“, „Expert Kasse AG“ oder „Euro Lotto Zentrale“ seien allesamt falsch.

Aus diesem Grund erklärt der Lotterie-Veranstalter:

Die LBL empfiehlt, sich nicht von den Siegeln und Stempeln der damit reich geschmückten Schreiben beeindrucken zu lassen.

Wer Verdacht schöpfe, solle sich zudem die auf der Webseite der Verbraucherzentrale Brandenburgs hinterlegte „Schwarzliste mit bekannten unseriösen IBANs und Namen von Fake-Inkassounternehmen“ ansehen. Finde sich darauf der Name des Anrufers oder Schreibers, solle der Kontakt umgehend abgebrochen und auf keinen Fall gezahlt werden.

Verdächtig sei auch, wenn der Betrag auf ein Konto im Ausland überwiesen werden solle. In all diesen Fällen empfiehlt die LBL, die Polizei zu informieren und Anzeige zu erstatten. Darüber hinaus betont Brandenburg Lotto, dass seriöse Anbieter niemals Vorauszahlungen von Kunden verlangten oder Kontoinformationen per Telefon einholten.

Der beste Schutz liege jedoch in einer realistischen Einschätzung der Lage. Wer nicht gespielt habe, für den gelte generell, dass eine vorgebliche Gewinnbenachrichtigung ein Betrugsversuch sei.