, 21.01.2021

Joseph R. Biden ist am Mittwoch zum 46. Präsidenten der Vereinigten Staaten vereidigt worden. In seiner Amtsantrittsrede vor dem Kapitol in Washington D.C. überbrachte der 78-Jährige seinen Landsleuten eine Botschaft der „Einheit“, „Würde“ und „Hoffnung“. Doch an den Erfolg des neuen Präsidenten glauben längst nicht alle. Buchmacher bieten schon jetzt Wetten darauf an, dass Biden keine zweite Amtszeit antreten wird.

 

Die Wettquoten für eine Wiederwahl Bidens im Jahre 2024 seien bei den Buchmachern aktuell nicht so hoch wie die Wahrscheinlichkeit für einen Sieg der gestern vereidigten US-Vizepräsidentin Kamala Harris, erklärte Sam Rosbottom vom britischen Sportwettenanbieter Betfair:

„Dies ist wahrscheinlich die erste und einzige Amtszeit von Biden, wenn es nach dem Wahlmarkt für das Jahr 2024 geht, der Kamala Harris zur 5,50-Favoritin auf einen Wahlsieg macht. Joe Biden hat eine Gewinnchance von 6,00.“

Dass Joe Biden aufgrund eines Amtsenthebungsverfahrens vorzeitig aus dem Amt scheiden könnte, glauben die Buchmacher allerdings nicht. Die Quote für ein Ende der Biden-Präsidentschaft durch Abstimmung im US-Senat beträgt derzeit 7,00.

 

Große Online-Buchmacher scheinen aus rechtlichen Gründen keine Politik-Wetten mehr in Deutschland anzubieten.

 

Wann besucht Biden Deutschland?

 

Die Amtseinführung von Joe Biden wurde von den europäischen Partnern der USA genau verfolgt. Zu den ersten Gratulanten gehörte Kanzlerin Angela Merkel, die Biden und Harris zur Amtseinführung „wärmste Glückwünsche“ gesendet hat. Merkel hoffe auf ein neues „Kapitel deutsch-amerikanischer Freundschaft und Zusammenarbeit“, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert gestern via Twitter mit.

 

Bei den Buchmachern wird gemutmaßt, ob Deutschland auch eines der ersten Länder sein könnte, die Joe Biden nach seinem Amtsantritt besuchen wird. Mit einer Quote von 5,10 rangiert die Bundesrepublik gegenwärtig auf dem dritten Platz hinter der Republik Irland (Quote 3,30) und Großbritannien (Quote 1,70).

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump bleibt bei den Wettbetreibern als Kandidat für einen Sieg bei der US-Präsidentschaftswahl 2024 im Gespräch. Die Quoten der Buchmacher liegen zwischen 12,00 und 33,00.

Dass ein gutes Verhältnis zur Biden-Administration im wirtschaftlichen Interesse Deutschlands sei, haben im November verschiedene US-Medien berichtet. Die Trump-Regierung habe zuletzt neue Zölle auf Autoimporte gefordert und damit die deutsche Automobilindustrie verunsichert. Laut Yahoo Finance wolle Biden den Zoll-Androhungen ein Ende setzen.