Casino-Dealer erschießt Vorgesetzte in Las Vegas

, April 18, 2018

Mann mit Pistole kurz vor Angriff

In Las Vegas hat ein Mann seine Vorgesetzte getötet. (Bild: bz-berlin.de)

In der Casinohauptstadt Las Vegas ist es erneut zu einem tragischen Todesfall gekommen. Am 15. April hat ein Mann eine Gruppe Angestellter des Hotels bei einem Picknick im Park der Stadt mit einer Schusswaffe angegriffen.

 

Mia Banks, die stellvertretende Leiterin der Casinoabteilung des The Venetian Hotel & Casinos, kam bei den Schüssen ums Leben. Ein weiterer leitender Angestellter des Resorts wurde verletzt.

 

Wie jetzt bekannt wurde, soll es sich bei dem Verdächtigen um den 42-jährigen Dealer Anthony Wrobel handeln. Er war 15 Jahre lang als Casinomitarbeiter im Venetian angestellt.

 

Schütze auf freiem Fuß

Tatverdächtiger Anthony Wrobel

Tatverdächtiger Anthony Wrobel (Bild: foxnews.com)

Der vermeintliche Angreifer Anthony Wrobel befindet sich auf der Flucht. Die Polizei fahndet mit Hochdruck nach dem Mann.

 

Zwar wird um die Mithilfe der Bevölkerung gebeten, Anthony Wrobel muss jedoch als bewaffnet und gefährlich eingeschätzt werden.

 

Er soll sich laut Angaben der Polizei vergangenen Sonntag dem Picknicktisch seiner Opfer genähert haben. Aus nächster Nähe habe er anschließend mehrere Schüsse auf die versammelten Personen abgegeben.

 

Die 54-jährige Mia Banks starb kurze Zeit nach dem Angriff im Krankenhaus. Sie hatte Brustverletzungen und einen Kopfschuss erlitten.

 

Bei dem Verletzten handelt es sich um Hector Rodriguez. Er ist der Leiter der Abteilung für Tischspiele im Venetian. Mittlerweile sei sein Zustand stabil, die erlittenen Verletzungen durch die Schüsse seien jedoch zunächst lebensbedrohlich gewesen, so die Polizei.

 

Gezielter Angriff auf Casinoleiterin

Nach Einschätzung der Polizei habe es sich bei der Attacke um eine gezielte und genau geplante Tat gehandelt. So soll Anthony Wrobel sich Sonntagabend bei Kollegen nach dem genauen Aufenthaltsort der Gruppe erkundigt haben.

 

Ohne Vorwarnung habe er anschließend aus kürzester Entfernung zuerst das eine, dann das andere Opfer mit einer Handfeuerwaffe angegriffen. Danach floh er in einem schwarzen Fahrzeug. Polizeichef Robert Plummer erklärte zum Motiv des Täters:

„Wir gehen derzeit davon aus, dass es sich um einen unzufriedenen Angestellten gehandelt hat. Es handelt sich hier um ein Paradebeispiel von Gewalt am Arbeitsplatz. In dieser Situation ist jemand mit seinen Arbeitsbedingungen unzufrieden gewesen und hat sich als Ventil für seine persönlichen Probleme in die Gewalt geflüchtet.“

Die Las Vegas Sands Corporation, der Mutterkonzern des Venetians, hat eine Belohnung in Höhe von 50.000 Dollar für Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung des Täters führen. Bisher wurde lediglich das Auto von Anthony Wrobel in einem Parkhaus unweit des Tatorts gefunden.

 

Sollte die Fahndung keinen Erfolg bringen, so erwäge man eine Ausweitung des Haftbefehls auf das gesamte Land, so die Polizei.

 

Las Vegas immer wieder Schauplatz von Verbrechen

Las Vegas wird immer wieder von Verbrechen heimgesucht. Der schlimmste und tragischste Vorfall der jüngsten Zeit ereignete sich vergangenen Oktober, als der Amokläufer Stephen Paddock 59 Menschen tötete und über 500 weitere verletzte.

 

Der 64-Jährige hatte aus einem Hotelzimmer des Mandalays das Feuer auf die Besucher eines Musikfestivals eröffnet. Als die Polizei ihn stellte, beging er Selbstmord. Über sein Motiv ist bis heute nichts Genaueres bekannt.