Sonntag, 22. Mai 2022

Casino-Betreiber Kursaal Bern blickt auf herausfor­derndes Geschäftsjahr 2021 zurück

Balkon, Aussicht, Letter 2021 war für das Casino Kursaal Bern sehr herausfordernd. (Bild: kursaal-bern.ch, Presse Kit)

Der Schweizer Casino- und Gastronomie-Betreiber Kursaal Bern blickt auf ein schwieriges Geschäftsjahr 2021 zurück. Die pandemiebedingten Einschränkungen seien in allen Geschäftsbereichen spürbar gewesen, erklärte das Unternehmen am Donnerstag in seinen Investor Relations.

Das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) habe sich mit einem Minus von 2,5 Mio. CHF auf dem Vorjahresniveau bewegt. Nach dem Verlust von 8,4 Mio. CHF im Jahr 2020 habe auch 2021 keine Dividende an die Aktionäre ausgezahlt werden können.

Verwaltungsratspräsident Prof. em. Dr. Daniel Buser kommentierte das Ergebnis:

2021 war ein schwieriges Jahr, schwieriger als erwartet. Doch unsere Investitionen im Hotel, welches wir im Frühjahr 2021 als Swissôtel Kursaal Bern eröffnet haben, in die Digitalisierung und in neue Angebote haben sich ausgezahlt. Diesen Weg werden wir weitergehen.

Entschärft worden sei der Druck auf die Liquiditätsplanung durch die Aktienkapitalerhöhung, die Kotierung an der Schweizer Börse BX Swiss (IPO) und die Härtefallhilfen in Höhe von 14 Mio. CHF von den Kantonen Bern und Neuenburg. Geplante Projekte und Investitionen könnten demnach angegangen werden.

Situation ist immer noch unsicher

Der Jahresverlauf 2021 sei durch starke Unregelmäßigkeiten geprägt gewesen. Pandemiebedingt hätten alle Betriebe vom Anfang des Jahres bis zum Frühjahr schließen müssen.

Der Sommer und der Herbst hätten starke Umsätze gebracht, die es dem Unternehmen ermöglicht hätten, in innovative Angebote und Digitalisierung zu investieren.

Menschen, Lichter, LED-Wand

Mit moderner technischer Ausstattung will sich der Kursaal Bern stärker auf dem Markt positionieren. (Bild: kursaal-bern.ch, Presse Kit)

Dazu habe die komplette Renovierung des Swissôtel Kursaal Bern und die 16 m breite, hochauflösende LED-Leinwand im Streaming-Studio Kursaal Bern gehört, die die Marktposition des Unternehmens stärken sollten.

Zwar habe die vierte Pandemie-Welle keine Schließungen erfordert, dennoch hätten die Restriktionen für ein stark beeinträchtigtes Weihnachtsgeschäft gesorgt.

Im Vergleich zum Vorjahr habe die Kursaal Bern Gruppe im Geschäftsjahr 2021 dennoch eine Steigerung von 8,7 % oder 3,7 Mio. CHF verzeichnen können, was nicht zuletzt der Verdienst der virtuellen Glücksspielangebote sei.

Online-Casinos pushen Bruttospielertrag

Die Restriktionen aufgrund der Corona-Pandemie hätten zwar den Live-Betrieb im Casino stark eingeschränkt, dennoch sei der Bruttospielertrag leicht angestiegen. Dies sei insbesondere den beiden Online-Casinos 7melons.ch und Hurrahcasino.ch zu verdanken. Letzteres sei im Sommer letzten Jahres erfolgreich gelauncht. Für das Jahr 2022 erwarte das Unternehmen eine Steigerung der Umsätze.

Was die Zukunft angehe, sei die Kursaal Bern Gruppe optimistisch. Dennoch gebe es einige Unsicherheiten in Bezug auf die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen. Zudem sei mit negativen Folgen der Ukraine-Krise zu rechnen, die Wirtschaft und Tourismus beeinflussten.