, 31.05.2021

Die Inzidenzen sind in Brandenburg auf 20 und in Mecklenburg-Vorpommern bereits auf 14,7 gesunken. Daher sollen die Restriktionen in den Bereichen Gastronomie, Tourismus und Freizeit ab dieser Woche stufenweise gelockert werden. Auch Spielbanken und Spielhallen könnten bald wieder ihre Gäste empfangen, berichtete rbb24 am Sonntag.

 

In Brandenburg bald fast alles wieder geöffnet

Laut Ministerpräsident Dietmar Woidke (59, SPD) sollen die Öffnungen im Bundesland in zwei Schritten erfolgen. Der erste Schritt ab dem 3. Juni sehe Veranstaltungen draußen mit bis zu 500 Teilnehmern vor, in Innenräumen mit bis zu 200 Personen.

 

Beim Einkaufen, in Museen, Freizeit- und Tierparks seien keine Termine mehr notwendig. Darüber hinaus soll auch wieder der Besuch von Kino, Theater und Konzerten möglich sein, allerdings mit positivem Corona-Test und Maske.

Casinos und Spielhallen ab 11. Juni geöffnet

 

Sollte das Niveau der Inzidenzen weiterhin niedrig bleiben, sollen am 11. Juni weitere Öffnungen erfolgen. Neben Jahrmärkten, Messen, Ausstellungen und Volksfesten könnten dann auch Spielhallen und Spielbanken ihre Pforten wieder öffnen.

 

Auch Schwimmbäder, Thermen und Wellnesszentren könnten wieder ihren Betrieb aufnehmen. Allerdings sollen Clubs, Tanzlokale und Bordelle weiterhin geschlossen bleiben.

Öffnungspläne für Spielhallen und Casinos in Mecklenburg-Vorpommern

Im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern sind die Inzidenzwerte ebenfalls deutlich gesunken. Dies gestatte weitere Lockerungen, berichtete am Sonntag die Lausitzer Rundschau.

 

Mit Vorlage einer Impfbescheinigung oder eines negativen Testergebnisses könnten Reisende wieder Ferienwohnungen, Hotels und Pensionen buchen. Am 1. Juni dürfen auch Museen, Gedenkstätten und Bibliotheken ihren Betrieb wieder aufnehmen.

 

Spielhallen, Casinos und Wettbüros können ab dem 7. Juni ihre Kunden wieder empfangen. Es bestehe allerdings Testpflicht oder der Nachweis einer vollständigen Impfung.

 

Spielhallen in Berlin öffnen als Corona-Testzentren

Wann die Glücksspiel-Unternehmen in Berlin ihre Pforten wieder öffnen dürfen, um die Spielerinnen und Spieler zu begrüßen, steht derzeit noch nicht fest. Dafür scheint sich in der deutschen Hauptstadt ein anderes Problem anzubahnen.

 

Aus Bäckereien, Dachdeckerbetrieben, aber auch aus Spielhallen und Wettbüros seien vielerorts Corona-Testzentren geworden. Täglich schössen neue Schnelltest-Stellen wie Pilze aus dem Boden. Derzeit soll es in Berlin rund 1.400 Testzentren geben, berichtete die BZ-Berlin.

 

Allerdings gebe es Skepsis an der Kompetenz vieler Teststellen. Zahlreiche Bürger hätten sich bereits über zweifelhafte Tests und Ergebnisse beschwert. Zudem lade das System zum Betrug ein, erklärte Patrick Larscheid, Amtsarzt des Berliner Bezirks Reinickendorf.

 

So sagte Larscheid der Deutschen Presseagentur gegenüber:

Die einzige Kompetenz für eine Teststelle ist, draußen ein Schild aufhängen zu können. Dass dieses System zum Betrug einlädt, ist sicher nicht zu viel gesagt. Wenn man 200 Tests am Tag abrechnet, dann hat man im Quartal einen Bruttoumsatz von 324.000 Euro.

Für jeden durchgeführten Schnelltest gebe es 12 Euro sowie weitere 6 Euro pro Testkit von der Kassenärztlichen Vereinigung. Abgerechnet werde dann mit dem Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS). Eine Überprüfung gebe es jedoch nicht. Und so listeten manche Betreiber einfach einmal täglich die Namen von Freunden und Verwandten auf, ohne wirklich zu testen.

 

Alarmiert sei auch der Berufsverband Deutscher Laborärzte (BDL). Arbeitsschutz, Hygiene und gutes Material würden teilweise stark vernachlässigt. FDP-Gesundheitsexpertin Christine Aschenberg-Dugnus (61) kritisierte zudem die Verschwendung von Steuergeldern.

 

Gesundheitsminister Jens Spahn kündigte nun die „Prüfung stärkerer Kontrollmechanismen und die Senkung der Vergütung an. Der Vorstandsvorsitzende Berufsverband Deutscher Laborärzte, Andreas Bobrowski, empfiehlt, ein von einem Arzt oder Apotheker betriebenes Testzentrum aufzusuchen.

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