, 05.01.2021

Der Mehrheitseigner des Glücksspielkonzerns Crown Resorts, James Packer, hat Verkaufsgerüchte dementiert. Nach einem angeblichen Treffen mit Sheldon Adelson, dem US-amerikanischen Besitzer der Sands Group, spekulierten Medien über eine mögliche Übernahme des australischen Casino-Betreibers durch das US-Unternehmen.

 

Auslöser der Gerüchte war ein angebliches Treffen der Glücksspielmilliardäre, über das am Wochenende die Tageszeitung The Sydney Morning Herald berichtet hatte. Das Geschehen soll sich an einem nicht genannten Ort bei den Französischen Antillen in der Karibik abgespielt haben. In deren Gewässern waren die Mega-Yachten der beiden Casino-Besitzer über die Weihnachts- und Neujahrstage geschippert.

James Packer befährt mit seiner millionenschweren 200 Meter-Yacht IJE bereits seit geraumer Zeit die Weltmeere. Grund dafür soll laut australischen Medien neben dem Erholungsfaktor die Furcht vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus sein. Sein Nomadendasein führte im vergangenen Jahr dazu, dass Packer seine Anhörung vor einem Ausschuss zur Untersuchung der Casino-Lizenzen von Crown Resorts per Videochat von seiner Yacht aus führte.

Dem Herald zufolge soll der australische Casino-Mogul seinem US-Kollegen nähergekommen sein, als Packers Yacht an Silvester in der Nähe von Adelsons Charteryacht Queen Miri vor Anker lag. Dabei soll es zu einem regen Austausch zwischen der IJE und der für rund 2 Mio. USD pro Woche zu charternden Queen Miri gekommen sein.

 

Crowns Dementi

Auf das Gerücht hin, dass es dabei zu Verkaufsgesprächen gekommen sei, reagierten Vertreter von Crown Resorts am Montag. Es sei pure Spekulation, dass Packer seinen Anteil von gut 36 % an dem Casino-Konzern veräußern wolle. Darüber hinaus sei es zu gar keinem Treffen der beiden angeblich Beteiligten gekommen.

An der Börse reagierten die Händler positiv auf das Verkaufsgerücht. Crowns Kurs schoss am Montag um gut 3 % in die Höhe. Die Aktie beendete den Handelstag bei 9,90 AUD. Damit lag sie auf einem Stand, den Crown zuletzt Mitte des vergangenen Jahres erreicht hatte, ehe die staatlichen Untersuchungen über etwaige Lizenzverstöße den Kurs gehörig ins Trudeln brachten.

Finanzexperten gehen allerdings davon aus, dass ein Verkauf durchaus im Bereich des Möglichen liegen könnte. Zuletzt hatte Packer 2019 versucht, Anteile an den chinesischen Glücksspielunternehmer Stanley Ho zu verkaufen. Der Deal zerschlug sich jedoch aufgrund möglicher Verbindungen Hos zu kriminellen chinesischen Triaden.