, 01.04.2020

Die dänische Glücksspiel-Behörde Spillemyndigheden hat ihre Kampagne gegen Spielsucht wiederbelebt. Dies hat die Behörde am Montag auf ihrer Webseite bekannt gegeben.

 

Die Ankündigung erfolgte inmitten der Krise um das Coronavirus und der damit verbundenen erhöhten Spielsuchtgefahr während der Ausgangssperre (Seite auf Englisch).

 

Die Ausgangssperre war trotz der im europäischen Vergleich noch relativ geringen Fallzahlen im Land (2600 bestätigte Infizierte und 77 Todesfälle) vorerst bis zum 13. April beschlossen worden.

 

Suchtberatung am Telefon

 

In ihrer neuesten Meldung ruft die Glücksspiel-Behörde Spieler dazu auf, ihr Spielverhalten seit Inkrafttreten der Ausgangssperre zu reflektieren:

Für die meisten Dänen ist das Leben in diesen Zeiten auf den Kopf gestellt worden. Das kann bedeuten, dass wir unser Verhalten ändern – möglicherweise haben Sie nun mehr Zeit zum Spielen? … Wir wollen mit Ihnen über Ihre Spielgewohnheiten sprechen, Ratschläge zu verantwortungsvollem Glücksspiel geben und Ihnen zeigen, wo sie Hilfe bekommen, falls Sie unter Spielsucht leiden.

Dazu soll insbesondere das Angebot der Beratungshotline StopSpillet besser sichtbar und zugänglich gemacht werden. Wie Spillemyndigheden erklärt, ist die Beratung anonym und kann von Spielern wie auch Angehörigen genutzt werden.

 

Selbstausschluss von Online-Glücksspielangeboten

 

Weiterhin gibt die Behörde Hinweise dazu, wie man problematisches Spielverhalten erkennen kann und welche Maßnahmen ergriffen werden können, um sich zu schützen.

 

Dazu zählt das sogenannte ROFUS-Angebot, mit dem sich Spieler selbst vom Glücksspiel ausschließen können. Auf der Webseite der Behörde können sich Spieler registrieren, um keinen Zugang mehr zu Online-Glücksspielen zu erhalten. Die Dauer der Sperre kann selbst gewählt werden und beginnt bei 24 Stunden. Eine Obergrenze gibt es nicht.

Erst am Donnerstag hatte Spillemyndigheden neue Regelungen für Glücksspielwerbung in Dänemark veröffentlicht, die ebenfalls dem Schutz von Spielern dienen sollen. Gemäß der neuen Richtlinien müsse Werbung für Glücksspiel-Produkte drei Hinweise beinhalten:

 

  • Die Altersbegrenzung des Angebots
  • Die Beratungshotline der Glücksspiel-Behörde
  • Das ROFUS-Angebot zur Selbstblockierung

Mit ihrer Aktion schließt sich Spillemyndigheden zahlreichen Glücksspiel-Behörden in einer Vielzahl europäischer Länder an, die in diesen unsicheren Zeiten gemeinsam problematischem Spielverhalten vorbeugen wollen.

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