, 07.03.2020

Großbritanniens Glücksspielaufsicht hat die Lizenz des Online-Glücksspielanbieters Stakers Limited aufgehoben.

 

Wie die UK Gambling Commission (UKGC) am Mittwoch mitgeteilt hat, verdächtige man das maltesische Unternehmen, eine Vorgabe aus Abschnitt 116 der Lizenzbedingungen gebrochen zu haben. Der Verdacht rechtfertige, „die Lizenz bis zum Abschluss einer laufenden Untersuchung auszusetzen“, erklärte die Behörde.

 

Stakers Limited bietet über seine Webseite stakers.com Sportwetten und Online-Casino-Spiele an. Mit deutschsprachigen Promotions und Wetten auf die Begegnungen der deutschen Sportligen wendet sich die Glücksspiel-Firma auch an Kunden in der Bundesrepublik.

Großbritanniens Glücksspielkontrolleure arbeiten auf Hochtouren

Für die UKGC ist es die dritte Glücksspiellizenz eines Unternehmens, die sie innerhalb weniger Wochen aufgehoben hat. Bereits am 18. Februar 2020 hatte sie dem Glücksspiel-Unternehmen TripleBet die Erlaubnis zum Operieren in Großbritannien entzogen. Am 20. Februar 2020 folgte die Aberkennung der Lizenz des Gaming-Anbieters Addison Global, der in der Folge Insolvenz anmelden musste.

Was bedeutet der Lizenzentzug für die Kunden?

 

Für die britischen Kunden bedeutet der Lizenzentzug, dass Stakers Limited nicht länger Sportwetten- oder Casino-Spiele im Vereinigten Königreich anbieten darf. Von der UKGC heißt es dazu:

„Die Lizenzsuspendierung mit Wirkung zum 4. März macht es für Stakers Limited illegal, Glücksspieldienste über die Website stakers.com in Großbritannien anzubieten.“

Auszahlungen darf das Unternehmen allerdings weiterhin bearbeiten. Die UKGC rät britischen Kunden dazu, sich diesbezüglich mit Stakers Limited in Verbindung zu setzen. Wie sich die Aufhebung der Lizenz auf deutsche Spieler auswirken wird, ist derzeit noch offen.

 

Neben einer britischen Glücksspiellizenz hält Stakers Limited auch eine Lizenz in Malta und könnte mit dieser Online-Glücksspiele innerhalb der EU anbieten.

 

Eine ungewöhnliche Reaktion

 

Während viele Glücksspielfirmen nach einem Lizenzentzug Besserung geloben, scheint bei Stakers Limited das genau Gegenteil der Fall zu sein.

 

In einem ungewöhnlichen Schritt hatte die Firma am Donnerstag auf ihrer Plattform zu einer Petition gegen die UKGC verlinkt (Link auf Englisch). Im Ersuchen mit dem Titel „Not fit for Purpose?“ wird die britische Labour-Abgeordnete Carolyn Harris zitiert, die die UKGC erst kürzlich als „für ihre Aufgaben ungeeignet“ bezeichnet hatte.

 

Ob der Schritt dazu führt, dass Stakers Limited seine Genehmigung schneller zurückerhalten wird, ist fraglich.

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