, 14.02.2020

Die UK Gambling Commission (UKGC), Großbritanniens Glücksspiel-Aufsicht, könnte schon ab August 2020 fixe Einsatzlimits von 2 GBP (ca. 2,4 Euro) für Online-Glücksspiele einführen.

 

Dies hat UKGC-Boss Neil McArthur bei einer Rede vor der Gambling-Related Harm All Party Parliamentary Group (APPG) mitgeteilt.

 

Die APPG hatte bereits im November 2019 gefordert, ein Einsatzlimit für das Online-Glückspiel einzuführen, welches sich am Einsatzmaximum der landbasierten Fixed-Odds-Betting-Terminals orientieren soll. Seit April 2019 dürfen an den Geräten maximal 2 GBP pro Spielrunde eingesetzt werden.

Der große Einfluss der APPG

Sollte die UKGC (Link auf Englisch) tatsächlich schon im August ein Einsatzlimit für Spielautomaten festlegen, wäre dies ein weiterer Erfolg für die APPG. Sie setzt sich im Vereinigten Königreich seit Jahren für einen stärkeren Spielerschutz ein und engagierte sich zuletzt für ein Verbot von Kreditkarten beim Online-Glücksspiel, welches in Großbritannien ab dem 14. April 2020 in Kraft treten wird.

Aktienkurse der britischen Glücksspielanbieter fallen

 

Im Zuge der Meldungen über die geplanten Einsatzsenkungen sind die Aktienkurse einiger großer Online-Glücksspiel-Anbieter zum Wochenende gefallen.

 

Im Vergleich zum Vortag hatte die Aktie von William Hill am Freitagmorgen um 1,49 % nachgegeben. Am Donnerstag war das Wertpapier sogar um 7,51 % im Wert gesunken.

 

Ähnlich große Verluste verzeichnete auch die Aktie von GVC Holdings. Sie startete zum Handelsbeginn am Freitag mit einem Minus von 1,96 %.

 

Die Einsatzlimits sind Teil einer Kampagne

 

Obgleich die neuen Einsatzlimits für Online-Glücksspiele die Umsätze der Anbieter gefährden könnten, wird es vermutlich nicht die einzige Maßnahme der Regulatoren bleiben, die den britischen Glücksspielunternehmen in den nächsten Monaten Kopfzerbrechen bereiten könnten.

 

Ein Sprecher der UKGC sagte im Zusammenhang mit den bevorstehenden Limitis:

„Wir haben im Oktober vergangenen Jahres angekündigt, dass wir uns mit Limits für Online-Einsätze befassen werden als Teil unserer Bemühungen, das Risiko der Schäden durch Glücksspiel zu verringern (…). Diese Arbeit ist zusätzlich zu unserem Fokus auf VIP-Praktiken, Werbetechnologie und Spieledesign.“

Das geplante Vorgehen bezüglich der Online-Einsätze und weiterer Schutzmaßnahmen werde die Glücksspiel-Kommission im Laufe des Jahres mitteilen. Dann könnte sich auch entscheiden, ob Glücksspielanbieter weiterhin ihre umstrittenen VIP-Systeme nutzen dürfen, die von vielen Kritikern als äußerst gefährlich für suchtgefährdete Spieler an gesehen werden.

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