, 22.11.2021

Das britische Glücksspiel-Unternehmen Entain Plc strebt aktuellen Berichten Bloombergs zufolge die Übernahme der Olympic Entertainment Group (OEG) an. Mit dem Erwerb der OEG als führender Glücksspiel-Anbieter in Estland, Lettland und Litauen würde sich Entain zum Marktführer in den baltischen Staaten entwickeln, so die Medien.

 

Die Information stamme Bloomberg zufolge von Insidern, die jedoch anonym bleiben wollten. So erklärte das Medienunternehmen:

Entain hat in den vergangenen Wochen ein Erstangebot von mehr als 1 Mrd. [USD] für das estnische Unternehmen gemacht, das Casinos und Online-Glücksspielseiten in der Region betreibt, so die Personen, die darum baten, nicht identifiziert zu werden, weil es sich um private Informationen handelt.

Entain treibt Expansionspläne voran

 

Entain plane, zunächst die Geschäfte OEGs in Litauen und Kroatien sowie die Online-Casinos zu übernehmen. Der Deal solle Reuters [Seite auf Englisch] zufolge jedoch auch die Option beinhalten, Anfang 2023 sämtliche verbleibende Geschäftsbereiche zu erwerben.

Erst im vergangenen Monat scheiterte die angestrebte Übernahme Entains durch DraftKings. Der US-amerikanische Sportwettenkonzern soll 22 Mrd. USD für den britischen Konkurrenten geboten haben, schließlich jedoch abgesprungen sein. Entain erklärte daraufhin, an die eigene Expansion zu glauben und seine Führungsposition am Glücksspiel-Markt weiter halten zu können.

Bei einer Übernahme der Olympic Entertainment Group handelt es sich keineswegs um den ersten Vorstoß Entains in den Nordosten Europas. Bereits Anfang dieses Jahres erwarb Entain den schwedischen Konkurrenten Enlabs AB für 343 Mio. USD.

 

Damals erklärte der Entain-CEO Shay Segev, das Unternehmen strebe die Expansion in neuregulierte, internationale Märkte an. Die baltische Region sehe er dabei als hoch attraktiven, regulierten Glücksspielmarkt an.

 

Zu den aktuellen Übernahmeplänen habe Entain auf Anfrage der Medien keine Stellungnahme abgeben wollen. OEG sei für einen Kommentar ebenfalls nicht erreichbar gewesen. Anders als die beiden Glücksspiel-Unternehmen antwortete der Aktienmarkt jedoch schnell auf die Schlagzeilen.

 

An der Londoner Börse fielen die Aktien von Entain am Freitag bei Börsenschluss in London um 1,6 % und damit dem niedrigsten Stand der vergangenen zwei Monate. Ob sich die Gerüchte um die Übernahmepläne bewahrheiten werden, wird sich sicher erst zeigen, wenn die Unternehmen zu einer Stellungnahme bereit sind.

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