, 14.10.2020

Der französische Pferderennen-Veranstalter France Galop [Seite auf Französisch] hat einen Wiederbelebungsplan für seinen Sektor vorgestellt. Dieser sei bei einer Zusammenkunft des France-Galop-Komitees am Montagmorgen im Paris Longchamp-Hippodrom beschlossen worden.

Aufgrund der Corona-Krise waren die französischen Rennstrecken monatelang in Zwangspause geschickt worden. Die Rennen wurden Mitte März abgesagt. Kurz nach der Wiedereröffnung Mitte Mai mussten viele Rennbahnen Ende Mai erneut schließen.

Hoher Rückgang der Wetteinsätze

 

Die ausgefallenen Rennen hatten zu hohen Verlusten bei Pferdewetten geführt. France Galop zufolge seien die Wetteinsätze auf französische Pferderennen im Jahr 2020 demnach bisher um rund eine Milliarde Euro geringer ausgefallen als im Vorjahr.

 

Der Rückgang der Zahl der zweijährigen Pferde, die aufgrund der Krise nicht mit dem Training hätten beginnen können, habe zudem bei 4 % gelegen. Dies werde in den nächsten Jahren eine Abnahme der teilnehmenden Rennpferde nach sich ziehen.

 

Ein Rückgang der Teilnehmerzahlen um 10 %, so prognostiziert Pferdewetten-Anbieter und Tochtergesellschaft von France Galop, Pari Mutuel Urbain (PMU), könnte zu einem Verlust der Wetteinnahmen von mehr als 200.000 Euro führen.

 

Besitzer von jungen Rennpferden fördern

 

Um den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise in den kommenden Jahren entgegenzuwirken, habe das Unternehmen nun einen Vierjahresplan auf die Beine gestellt.

 

Der erste Schritt sei, Pferdebesitzer dabei zu unterstützen, ihre jungen Tiere ins Training zu schicken. Die entsprechende Prämie soll für zweijährige Pferde ab dem kommenden Jahr demnach von 60 % auf 70 % erhöht werden, für dreijährige Tiere ab dem Jahr 2022.

 

Zusätzlich sollen Beitragszahlungen an die Trainingszentren für das Training von zweijährigen Pferden bis März 2021 ausgesetzt werden. Zur Förderung der Jungtiere werde zudem eine neue Trainingsstrecke in Chantilly eröffnet, die Platz für 840 Pferde im Alter von 2 Jahren bieten soll.

Weiterhin enthält der Wiederbelebungsplan Marketingstrategien, mit denen ausländische Rennpferde für französische Rennen angeworben werden sollen. Zudem sei die Einrichtung einer digitalen Plattform für die Vermarktung der Rennpferde zwischen Besitzern, Züchtern und Trainern in Planung.

Der Wiederbelebungsplan soll im nächsten Schritt im November dem Unternehmensvorstand vorgelegt werden.