, 14.04.2021

„Genau – Die Umweltlotterie von Lotto Hessen“ feiert ihr fünfjähriges Bestehen. Seither, so der Lotteriebetreiber, seien insgesamt rund 1,3 Mio. Euro Förderung direkt in Umweltprojekte in Hessen geflossen. Während Lotto-Chef Heinz-Georg Sundermann das hessische Produkt durchweg positiv bewertet, bleibt der flächendeckende Erfolg bislang aus.

 

1,3 Mio. Euro für die hessische Natur

 

Seit Frühjahr 2016 bietet „Genau – Die Umweltlotterie“ Einwohnern des Bundeslandes Hessen die Möglichkeit, durch Lotto-Teilnahme ein ökologisches Projekt in der eigenen Region zu unterstützen. Das ursprünglich von den Grünen angeschobene Produkt, so teilt es Betreiber Lotto Hessen mit, habe seit der ersten Ziehung am 15. April 2016 insgesamt 261 Projekte direkt unterstützt. Somit seien über „1,25 Millionen Euro in die Erhaltung der Hessischen Natur geflossen“.

 

Möglich ist dies, weil die Umweltlotterie neben den Individualgewinnen wöchentlich einen Zusatzgewinn in Höhe von 5.000 Euro ausspielt. Dieser geht an ein Naturprojekt in der Region des Lotterie-Gewinners. Pro Landkreis oder kreisfreier Stadt können sich 30 Projekte um einen Platz auf der Liste der möglichen Begünstigten bewerben.

Um an der Umweltlotterie teilzunehmen, müssen Spieler die Postleitzahl ihres hessischen Wohnorts auf dem Spielschein eintragen. Bei der jeden Freitag im hessischen Regionalfernsehen übertragenen Ziehung entscheidet der Zufall, welcher Landkreis bzw. welche kreisfreie Stadt den Zuschlag erhält. Über den Hauptgewinn in Höhe von 10.000 Euro kann sich freuen, wessen auf dem Tippschein vorausgefüllte Los-ID gezogen wird. Alle weiteren Spieler derselben Region erhalten ebenfalls Gewinne. Gespielt werden kann für 5,25 Euro pro Schein in Lotto-Annahmestellen und online.

Unter den Begünstigten der Umweltlotterie befinden sich Heimat- und Kulturvereine, Schulen und Umweltgruppen. Investiert wurde unter anderem bereits in den Schutz von Käuzen, Rehkitzen und Kröten und den Ausbau von Schulgärten und Barfußpfaden.

 

Nischenprodukt für „das gute Gefühl“

 

Der Chef von Lotto Hessen, Heinz-Georg Sundermann, so berichtet es die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), zeige sich zufrieden mit dem Produkt, das insbesondere junge, umweltbewusste Familien anspreche:

Die Möglichkeit zu haben, auch noch selbst mitbestimmen zu können, welches Umweltprojekt in der Nähe mit 5000 Euro gefördert wird, das macht einen besonderen Reiz aus und gibt das gute Gefühl, nicht nur selbst gewinnen, sondern darüber hinaus für unser Land auch noch wirklich etwas bewegen zu können.

Nichtsdestotrotz handele es sich bei dem Angebot nach wie vor um ein „Nischenprodukt“. Dies belegten laut FAZ auch die Zahlen. So hätten die Umsätze der Umweltlotterie seit ihren Launch 2016 nur langsam angezogen. Diese hätten sich von zunächst 2,2 Mio. Euro auf 3,2 Mio. Euro im Jahr 2020 erhöht. Zum Vergleich: Der Klassiker „6aus49“ hatte 2020 mit 325,6 Mio. Euro zu 44 % zu Lotto Hessens Rekordumsatz von rund 735 Mio. Euro beigetragen.