, 26.02.2021

Der deutsche Glücksspiel-Konzern Gauselmann will bundesweit mit kostenlosen und freiwilligen Corona-Schnelltests für effizienten Infektionsschutz in seinen 400 Merkur-Spielhallen sorgen, wenn sie wieder eröffnen dürften. Unter dem Motto „Kurz testen, dann spielen“ bereite sich Merkur Spiel auf das Ende des Lockdowns vor.

 

Mit dieser zusätzlichen Maßnahme wolle das Unternehmen sein ganzheitliches Hygienekonzept ergänzen, erklärte die Gauselmann-Gruppe am Donnerstag in ihrer Pressemitteilung.

 

Bereits bei der Wiedereröffnung nach dem ersten Lockdown hätten sich die Sicherheits- und Hygienemaßnahmen bewährt. Dazu gehörten neben der regelmäßigen Reinigung der Spielgeräte die Bereitstellung von Desinfektionsmitteln, die Maskenpflicht und das kontaktlose Fiebermessen der Gäste.

Gauselmann setzt auf Prävention

 

Die Gauselmann-Gruppe befolgte nicht nur in den Spielstätten strikt die Hygienevorgaben, sondern auch an seinen Hauptstandorten in Espelkamp und Lübbecke. So habe der Konzern seine 2.000 Angestellten auf eigene Kosten in regelmäßigen Abständen testen lassen.

 

Paul Gauselmann sagte, dass das Unternehmen so nicht nur seiner Verantwortung den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gegenüber gerecht werde, sondern auch den Bürgern in der Region.

 

Der Erfolg gab Gauselmann recht, denn trotz eines hohen Inzidenzwerts von 250 im Kreis Minden-Lübbecke im Dezember sei nur rund ein Dutzend Mitarbeiter positiv getestet worden.

Normalität im Alltag und keine Chance für Corona

Millionen Spielgäste sowie Tausende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehnten sich nach etwas mehr Normalität im Alltag, erklärt der Vorstand des Geschäftsbereichs Spielbetriebe der Gauselmann Gruppe, Dieter Kuhlmann. Dazu gehöre auch das Unterhaltungsangebot in den Merkur-Spielbetrieben.

 

Kuhlmann sagt:

Wenn wir – hoffentlich bald – wiedereröffnen dürfen, sollen nicht nur unsere Mitarbeitenden, sondern auch unsere Gäste bestmöglich gegen Infektionen geschützt sein, damit sie ihr Freizeitvergnügen unbeschwert genießen können. Deswegen werden wir unseren Gästen kostenlose Corona-Schnelltests anbieten.

Es seien bereits verschiedene Testvarianten geordert worden, damit sie nach der Eröffnung verfügbar seien. Zudem böten die staatlich konzessionierten Spielhallen bereits von Natur aus hohen Infektionsschutz, erläutert Kuhlmann.

 

Da auf einer Fläche von 150 Quadratmetern nur 12 Geräte aufgestellt werden dürften, seien Menschenansammlungen ausgeschlossen. Der gesetzlich vorgeschriebene Mindestabstand zwischen den Geräten sorge automatisch für den Infektionsschutz.

 

Die Lüftungsanlagen schlössen ebenfalls ein Infektionsrisiko aus. In Zeiten der Pandemie erweise sich das gesetzlich vorgeschriebene Alkoholverbot auch als probates Mittel gegen Infektionen.

 

Spieler- und Jugendschutz gewährleisten

Die Gauselmann Gruppe habe die Schnelltests nicht nur hinzugefügt, um wieder arbeiten zu können. Vielmehr wolle das Unternehmen seinem gesetzlichen Auftrag nachkommen, das „natürliche Spielbedürfnis der Menschen in geordnete und sichere Bahnen zu lenken“.

 

Wenn die legalen Angebote nicht verfügbar seien, bestehe die Gefahr, dass die Spieler der Gefahr illegaler Angebote ausgesetzt seien, wo es weder Jugend- und Spielerschutz noch einen effizienten Infektionsschutz gebe.

 

Kuhlmann erklärt:

Ich bin sicher, dass die gesamte Automatenwirtschaft Schnelltests als zusätzlichen Infektionsschutz für ihre Kunden anbieten wird. Deswegen appellieren wir an die Landesparlamente, uns als legale Spielanbieter bei den bevorstehenden Lockerungen nicht wie das fünfte Rad am Wagen zu behandeln.

Die Gauselmann Gruppe bringe mit dem Schutz vor Infektionen wieder ein Stück Normalität in den Alltag und wolle Corona keine Chance lassen.