, 09.03.2021

Der deutsche Automatenhersteller Gauselmann Gruppe widmet sich seit Frühling letzten Jahres der Produktion sogenannter „C-Ampeln“. Die Gauselmann-Einlassampeln, die entwickelt wurden, damit Unternehmen und Geschäfte trotz Corona geöffnet bleiben können, werden seit Dezember auch in Schweden genutzt.

 

Wie die Gauselmann Gruppe am Montag in einer Pressemitteilung erklärt hat, erfreuten sich die automatisierten Zugangssysteme dort großer Beliebtheit. Insgesamt habe der Konzern 200 C-Ampeln nach Schweden geliefert. Dort würden sie derzeit vor allem von Geschäften zur Einlasskontrolle ihrer Kunden verwendet.

 

Stetige Anpassung ans Corona-Geschehen

Dies funktioniere mittels Infrarot-Sensortechnik, welche jeden Kunden, der ein Geschäft betrete oder verlasse, numerisch erfasse. Sobald die maximal zulässige Kundenzahl innerhalb des Geschäftes erreicht sei, springe die Ampel auf Rot um. Betrete ein Kunde trotz des roten Lichtes das Geschäft, ertöne ein akustischer Alarm.

 

Jendrik Volkmann, der Produktmanager bei Gauselmann, kommentiert:

In Schweden dürfen Geschäfte offenbleiben, sofern sie bestimmte gesetzliche Auflagen erfüllen. Daraus ergeben sich der vermehrte Einsatz von Zugangssystemen sowie entsprechend höhere Bedarfe. Mit der C-Ampel liefern wir hierfür eine Lösung […] Der Erfolg in Schweden zeigt, dass unser System sowohl national als auch international bestens performt.

Gauselmann habe die Zugangssysteme so designt, dass sie an die individuellen Bedürfnisse jedes Geschäftes angepasst werden könnten. Die maximal erlaube Kundenzahl könne von den Geschäftsinhabern selbst reguliert werden.

 

Vor kurzem hätten die C-Ampeln zudem ein Update erhalten, erklärt Gauselmann. So ließen sich mehrere Ampeln nun miteinander verbinden, was besonders für jene Geschäfte von Vorteil sei, die über mehr als einen Eingang verfügten.

 

Der Automatenhersteller arbeite an weiteren neuen Funktionen, um stets die ideale Lösung für die aktuellen Corona-Umstände darbieten zu können. Bislang habe sich das System neben dem Einzelhandel auch in der Gastronomie, in Bildungseinrichtungen, Sportvereinen und bei politischen Veranstaltungen bewiesen.

 

Spielhallenbetreiber in Deutschland warten auf Wiedereröffnung

Während die Ampeln in Schweden dank geöffneter Geschäfte, Betriebe und Spielstätten täglich zum Einsatz kommen dürfen, bleiben sie in Deutschland jedoch aufgrund fortwährender Lockdown-Schließungen größtenteils ungenutzt.

 

Darunter leidet auch die Gauselmann Gruppe, deren Merkur Spielhallen seit Monaten erneut geschlossen sind. Im Februar meldete der Konzern erstmals seit ihrem 63-jährigen Bestehen rote Zahlen. Unternehmensgründer Paul Gauselmann sagte gegenüber der Zeitung Wirtschaftswoche:

Unser Umsatz in 2020 war knapp 30 Prozent geringer als im Jahr zuvor. Dass das die Reserven gewaltig in Anspruch nimmt, brauchen wir nicht zu sagen.

Der Unternehmer erklärte weiterhin, dass er mit einer „Riesenwelle“ von Insolvenzen rechne, sobald diese wieder verpflichtend angemeldet werden müssten. Das betreffe nicht nur die Glücksspielbranche, sondern auch Gastronomie und Touristik.

 

Wann die Politik diesen Branchen jedoch grünes Licht für ihre Wiedereröffnung gibt, bleibt indes weiterhin ungewiss.