, 03.11.2020

Das Aria Resort & Casino in Las Vegas muss wegen Verstößen gegen die COVID-19-Präventionsmaßnahmen eine Geldstrafe von über 12.000 US-Dollar zahlen. Dies gab die zuständige Occupational Safety and Health Administration von Nevada (OSHA) gestern bekannt. Betreiber MGM Resorts International bestreitet die Vorwürfe und kündigte an, Berufung gegen die Entscheidung einzulegen.

 

Abstandsregeln nicht eingehalten

 

Wie die OSHA in ihrem Statement erklärt, sei sie durch eine Beschwerde auf das Aria aufmerksam geworden. Eine Überprüfung habe sodann Mängel bei der Einhaltung der Abstandsregeln an den Kassensystemen der Casino-Angestellten zu Tage gefördert. Deshalb sei der Glücksspiel-Tempel mit einer Geldstrafe von 12.617 USD bedacht worden.

 

US-Medien zufolge [Seite auf Englisch] sieht sich Casinobetreiber MGM jedoch zu Unrecht bestraft. Das Unternehmen habe Verfehlungen in Bezug auf die Hygienemaßnahmen im Aria Casino von sich gewiesen. Vielmehr wünsche sich der Konzern eine erneute Überprüfung des OSHA-Beschlusses:

Das Aria hat mit der OSHA von Nevada kooperiert und plant, sowohl die Rüge als auch die Strafe anzufechten, weil es nicht glaubt, irgendwelche Sicherheitsregeln missachtet zu haben. Es gibt keine größere Priorität als die Gesundheit und Sicherheit unserer Gäste und Angestellten und nichts, was wir ernster nehmen.

Schwere Zeiten für das Aria Casino

 

Ein Unternehmenssprecher habe weiterhin betont, dass die Angestellten des Aria fortgesetzt intensive Schulungen zum Thema durchliefen. Ein eigens erarbeiteter Sieben-Punkte-Plan beinhalte klare Vorgaben zur Corona-Prävention.

Glücksspielbetreiber MGM hat für seine zahlreichen Casinos und Resorts einen Sieben-Punkte-Plan zur Corona-Prävention erarbeitet. Dieser umfasst neben Abstandsregeln auch regelmäßige Temperaturmessungen für Angestellte und die Maskenpflicht während des Aufenthalts auf dem MGM-Gelände. Zudem sollen eigens errichtete Handwasch- und Desinfektionsstationen sowie neuesten Standards entsprechende Luftzirkulationssysteme eine Ausbreitung des Virus verhindern. Auch technologische Lösungen, wie ein Selbst-Check-In sind Teil der MGM-Maßnahmen.

Das Aria Casino war bereits vor einigen Wochen in die Schlagzeilen geraten. Ende September war eine Auseinandersetzung vor dem Gebäude in einer Schießerei eskaliert. Eine Frau hatte ins Krankenhaus eingeliefert werden müssen.

 

Nach der Gewalttat dürfte der Verdacht, die Spielstätte könne es nicht so genau mit der Corona-Prävention nehmen, weiteren Druck auf das Management ausüben. Wann über einen möglichen Einspruch gegen die Strafe der OSHA entschieden werden könnte, steht bislang nicht fest.

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