, 28.09.2020

Die Europäische Kommission (EC) hebt die positiven Auswirkungen hervor, die ein von der Glücksspielbranche 2018 abgeschlossenes Abkommen zur Platzierung von Glücksspielwerbung hat. Wie die European Gaming & Betting Association (EGBA) am Freitag mitgeteilt hat, sei Glücksspiel-Werbung auf Seiten, die Raubkopien im Internet verbreiten, seither um 20 Prozent zurückgegangen.

 

Somit werde nun wesentlich weniger Glücksspielwerbung auf Webseiten platziert, die zum Beispiel unerlaubterweise Musik oder Filme anbieten und damit Urheberrechtsverletzungen im Internet begehen.

 

Branchenübergreifende Verpflichtung zur rechtskonformen Werbung

 

Im Jahr 2018 wurde unter anderem von Vertretern der Glücksspielbranche ein Memorandum of Understanding (MoU) unterzeichnet. In diesem verpflichteten sich die Unternehmen, Werbung auf Webseiten zu vermindern, die gegen das Recht auf geistiges Eigentum verstoßen.

Spezifisch für die Glücksspielbranche hat die EGBA im April einen Verhaltenskodex für die Gestaltung von Werbung veröffentlicht. Dieser konzentriere sich speziell auf den Schutz von Minderjährigen und sozial verantwortliche Werbeinhalte. Ziel sei es, neue Standards für verantwortungsvolle Werbung in Internet und anderen Medien zu setzen.

Ein aktueller Bericht der Europäischen Kommission [Seite auf Englisch] zeige nun, dass das Abkommen bei den Unternehmen, die Werbung im Internet betreiben, ein stärkeres Bewusstsein für Eigentumsrechte geschaffen habe. So sei der Anteil der gesamten Werbung für europäische Unternehmen auf Webseiten, die gegen das Recht auf geistiges Eigentum verstießen und Raubkopien verbreiteten, seit Einführung des MoU um 12 Prozent zurückgegangen.

 

Die Werbung für die bedeutendsten Glücksspielmarken, einschließlich aller Mitglieder der EGBA, sei auf derartigen Webseiten sogar um 20 Prozent gesunken.

 

Maarten Haijer, Generalsekretär der EGBA, erklärte:

EGBA begrüßt die Fortschritte der EGBA-Mitglieder und anderer großer Glücksspielmarken bei der deutlichen Reduzierung der unbeabsichtigten Platzierung ihrer Webseiten, die gegen Rechte des geistigen Eigentums verstoßen und freut sich, dass große Online-Glücksspielunternehmen eine zentrale Rolle bei den Bemühungen der EU zur Bekämpfung von Verletzungen des geistigen Eigentums spielen.

Die meisten seriösen Unternehmen, so Haijer weiter, beabsichtigten nicht, Werbung auf Webseiten zu schalten, die gegen diese Rechte verstießen. Dies sei jedoch nur schwer zu kontrollieren und es seien aktive Maßnahmen nötig, um dies zu verhindern. Daher habe sich die EBGA mit der Europäischen Kommission und weiteren Interessengruppen zusammengeschlossen, um aktiv dagegen vorzugehen.

 

Die Bemühungen trügen nun erste Früchte. Die Initiative zeige, dass eine stärkere Zusammenarbeit auf EU-Ebene dem Sektor zugutekomme und er so auf Herausforderungen, vor allem auch im Bereich der Werbung, reagieren könne.

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